AutorIn: Fabienne Engel von freiknuspern
In diesem Artikel gebe ich dir einen Einblick in meine liebsten glutenfreien Mehle und liste dir auf, warum ich welches Mehl für welche Gerichte verwende.
Einzelne Mehle
Beginnen wir mit Reismehl, denn das zählt zu meinen liebsten glutenfreien Rohstoffen zum Backen. Reismehl hat unheimlich gute Binde- und Quelleigenschaften, was beim glutenfreien Backen ein wichtiger Faktor ist. Zudem schmeckt es neutral und eignet sich somit sowohl für herzhafte als auch für süße Rezepte. Ich verwende es besonders gerne für Mürbeteige, Rührteige und Cookie-Teige. Buchweizenmehl zählt ebenfalls zu den gängigen glutenfreien Mehlen. Anders als Reismehl, bringt Buchweizen einen intensiveren Eigengeschmack mit sich, was zugegebenermaßen Geschmacksache ist. Ich persönlich bin ein großer Fan von Buchweizen, insbesondere bei Mürbeteigen. Es bringt eine leicht nussige und herbe Note in die Backwaren. Wenn ich einen besonders intensiven Geschmack haben möchte, verwende ich ausschließlich Buchweizen oder kombiniere Buchweizenmehl mit glutenfreiem Hafermehl. Doch bei manchen Backwaren möchte ich einfach eine leicht herbe Note aber keinen zu intensiven Geschmack, daher kombiniere ich Buchweizen dann oft mit dem neutral schmeckenden Reismehl. Buchweizen zählt zu den vollwertigen glutenfreien Mehlen, denn er hat einen hohen Nährstoffgehalt und liefert wertvolles Eiweiß.
Eines der Mehle, die ich einzeln eher selten verwende, ist Maismehl. Denn ich finde, dass die Binde- und Quelleigenschaften von anderen glutenfreien Mehlen verglichen mit Maismehl etwas besser sind. Zudem bringt Maismehl einen eher intensiven Eigengeschmack in die Backwaren, was nicht zu jedem Rezept passt. Es gibt dennoch einige herzhafte Gerichte, bei denen ich gerne mit Maismehl arbeite. Dazu zählen zum Beispiel Gemüsepuffer / Bratlinge, selbstgemachte Tortilla Chips (oder andere herzhafte Cracker) und Tacos.
Vielleicht ist dir bei dem Schär Mehl „Mix it“ in den Zutaten auch schon das Sorghummehl aufgefallen. Sorghum ist eine Hirsegattung, die ebenfalls oft für das glutenfreie Backen verwendet wird. Es gibt verschiede Arten von Hirse, dazu zählen zum Beispiel Sorghum-Hirse, aber auch die Zwerghirse Teff, die du aus der glutenfreien Küche vielleicht ebenfalls schon kennst. Sorghummehl enthält Ballaststoffe und Proteine und ist damit eine etwas nährstoffreichere Alternative zu Reismehl.
Stärkemehle
Nun habe ich ein paar der gängigen glutenfreien Mehle erläutert, weiter geht es jetzt mit den gängigen Stärkemehlen. Beginnen wir mit der Maisstärke, oft auch als Speisestärke bezeichnet. Maisstärke zählt zu meinen liebsten Stärkemehlen und ich kombiniere sie gerne zu Reismehl und auch zu Buchweizenmehl. Da die Speisestärke sehr neutral schmeckt, eignet sie sich wie ich finde sowohl für süße als auch für herzhafte Rezepte sehr gut. Natürlich kann man sie auch als Bindemittel für Suppen oder Soßen verwenden. Kommen wir zur Tapiokastärke. Es handelt sich dabei um ein Stärkemehl aus den Knollen der Maniokwurzel. Zugegebenermaßen verwende ich sie nicht ganz so oft, da sie um einiges teurer ist als die Maisstärke und zudem auch etwas seltener erhältlich ist (was natürlich je nach Region unterschiedlich sein kann). Wenn ich sie verwende, dann nutze ich sie überwiegend in süßen Rezepten. Sie eignet sich besonders gut für Wraps, Pfannkuchen oder für Teige, die ausgerollt werden, wie bspw. mein Zimtschneckenteig. Denn sie hat sehr gute Bindeeigenschaften und bringt eine tolle Konsistenz in die Backwaren. Durch ihren recht neutralen Geschmack, eignet sie sich ebenfalls zum Andicken oder Binden von Suppen, Soßen oder Süßspeisen.
Als dritte Stärke im Bunde fehlt nun noch die Kartoffelstärke. Diese verwende ich ebenfalls eher selten, meine „Go To" Speisestärke ist und bleibt die Maisstärke. Doch Kartoffelstärke verwende ich hin und wieder für Brotteige, herzhafte Waren (Quicheteige) und auch zum Binden bei Gemüsepuffern / Bratlingen. Alleine verwendet hat sie weniger gute Bindeeigenschaften, weshalb man sie mit einem anderen glutenfreien Mehl, wie Reismehl kombinieren sollte.