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Ist Teff glutenfrei?

Teff ist zur Zeit in aller Munde: Prominente, Sportler und Experten schwören auf das winzige Superkorn. Wir gehen deshalb der Frage nach, ob und wie sich Teff in den Speiseplan von Menschen mit Zöliakie integrieren lässt.   

Teff wird in Äthiopien schon seit über 3.000 Jahren konsumiert und sorgt angeblich dafür, dass äthiopische Langstreckenläufer*innen seit geraumer Zeit zu internationalem Ruhm kommen. Berühmte Persönlichkeiten wie Gwyneth Paltrow und Victoria Beckham schwören bei einer Diät auf Teff als nahrhaftes Grundnahrungsmittel.  

Doch auch wenn Teff gerade voll im Trend liegt, ist es außerhalb seiner Heimat Ostafrika noch relativ unbekannt. Ein Grund dafür ist das Exportverbot für Teff, das von der äthiopischen Regierung als Schutzmaßnahme beschlossen wurde, um eine ähnliche Preisentwicklung wie bei Quinoa in Südamerika zu vermeiden. Erst 2015 wurde dieses Ausfuhrverbot teilweise wieder gelockert. Infolgedessen findest du Teff fast ausschließlich in Naturkostläden – und das meist zu einem hohen Preis. 

Dies dürfte sich jedoch bald ändern, da Äthiopien seine Exporte weiter steigert, andere Länder Möglichkeiten zum Anbau von Teff entwickeln und das weltweite Bewusstsein für seine  nahrhaften Eigenschaften wächst. In diesem Artikel findest du alle Informationen über Teff, die dich als Menschen mit Zöliakie interessieren.  

Was ist Teff? 

Teff ist ein uraltes Getreidekorn, das von einer Eragostis-Grasart stammt, die auch als Liebesgras bekannt ist. Es stammt aus dem westlichsten Teil des afrikanischen Kontinents und ist seit über 3.000 Jahren ein zentraler Bestandteil der äthiopischen und eritreischen Küche. Teff ist die kleinste aller Getreidearten. Sein Name leitet sich vom amharischen Wort "teffa" ab, was "verloren" bedeutet, weil die winzigen Samen so leicht verloren gehen können. Teff ist sogar so klein, dass 150 Teffkörnern der Größe eines Weizenkorns entsprechen. 

Aber lass dich nicht von der Größe täuschen! Jedes der winzigen Körner ist voll von wichtigen Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Proteinen und Präbiotika und hat einen niedrigen glykämischen Index. Aufgrund dieser vorteilhaften ernährungsphysiologischen Eigenschaften ist Teff für zwei Drittel der Äthiopier*innen ein tägliches Grundnahrungsmittel und deckt fast 15% des gesamten Kalorienverbrauchs des Landes. 

 

Was ist Teffmehl? 

Teffmehl ist Mehl, das durch das Mahlen von Teffkörnern zu Pulver entsteht. Es enthält genauso viele Nährstoffe wie die Körner selbst und hat den gleichen niedrigen glykämischen Index. Es eignet sich deshalb hervorragend, um nahrhafte und diabetikerfreundliche Brote, Kuchen, Torten und Kekse zu backen. 

 

Ist Teff glutenfrei? 

Ja – Teff ist von Natur aus 100% glutenfrei! Deshalb können auch Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit Teff bedenkenlos zu sich nehmen und in ihren Speiseplan integrieren.  

cereali senza glutine, teff

Wie sieht Teff aus und wie schmeckt er? 

Die winzigen Teff-Körnchen haben ungefähr die Größe und Form von Mohnkörnern. Ihre Farbe kann je nach Sorte zwischen weiß, hellbraun, rot oder dunkelbraun variieren. Geschmacklich hat Teff einen milden, nussigen Geschmack, ähnlich wie Quinoa. Hellere Sorten sind milder und süßer, während dunklere Sorten nussiger und erdiger schmecken. 

 

Wofür wird Teff verwendet? 

Teff ist vor allem als Mehl für Injera bekannt, dem traditionellen äthiopischen Fladenbrot, das nicht nur als „klassisches“ Brot gegessen wird, sondern auch als essbare Servierplatte und Besteckersatz Verwendung findet. Teff kann jedoch auch für die Zubereitung von Brei oder einer "Teff-Polenta" genutzt oder als Beilage zu Ragouts serviert werden. Er lässt sich sogar zur Herstellung alkoholischer Getränke wie Tella, einem Bier, oder Katikala, einem Likör, vergären. 

Darüber hinaus kann Teffmehl in die meisten Teig- und Gebäckmischungen gegeben werden, um Broten, Wraps, Pfannkuchen, Pizzaböden, Nudeln, Kuchen und Keksen eine besondere aromatische Note zu verleihen. Eine Studie über die chemische Zusammensetzung und die Verwendung von Teff in Lebensmitteln hat bestätigt, dass Teff den Nährwert dieser Lebensmittel verbessert, indem er dringend benötigte Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien hinzufügt.  

 

Ist Teffmehl glutenfrei? 

Ebenso wie Teff ist auch Teffmehl von Natur aus 100% glutenfrei. Du hast somit eine leckere, nährstoffreiche Alternative für die Zubereitung glutenfreier Backwaren oder das Andicken glutenfreier Soßen. 

Wir empfehlen dir jedoch, Teffmehl zu kaufen, anstatt es selbst herzustellen. Die Teffkörner sind so winzig, dass es schwierig sein kann, sie richtig zu vermahlen. Und denk daran, das Etikett sorgfältig zu prüfen, um das Risiko einer Kreuzkontamination zu vermeiden.  

 

Teff in Schär-Produkten und -Rezepten 

Ganz gleich ob du nun Lust auf etwas Süßes oder etwas Herzhaftes hast: Du findest Teff in vielen unserer Produkte – zum Beispiel im schokoladigen Twin Bar, der vegetarische Pizza Veggie und dem krossen Knusperbrot Dunkel.  

Du möchtest selbst gerne etwas backen? Dann probiere doch mal unser Rezept für Teffbrötchen aus – damit zauberst du im Handumdrehen knusprige Leckerbissen mit einer feinen, leicht nussigen Note.  

 

Wie du Teff kochst und was du dazu essen kannst 

Teff ist sehr vielseitig und lässt sich schnell zubereiten. Du kannst ihn wie jedes andere Getreide verwenden: streue ihn über Obst und Joghurt, mische ihn in dein Müsli, dämpfe ihn und serviere ihn als Beilage oder mach köstliches Brot und Gebäck aus ihm.   

Für die Zubereitung als Beilage kochst du einfach einen Teil Teff mit drei Teilen Wasser oder Brühe für 15-20 Minuten. Würze ihn mit Knoblauch, Chili, Koriander, Basilikum, Kardamom, Ingwer oder Zimt, um seinen nussigen Geschmack zu verfeinern.  

Teffmehl ist ein idealer Ersatz für Weizenmehl und eignet sich perfekt, um Brot, Muffins, Pfannkuchen, Waffeln, Kekse, Plätzchen und Kuchen zu backen. Um eine besonders fluffige Konsistenz deines Gebäcks zu erreichen, empfiehlt es sich, Teffmehl mit anderen glutenfreien Mehlen wie Hirse- oder Buchweizenmehl zu mischen.