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Hey, ich bin Zoe!

Dieser Blog ist unser glutenfreier Safe Space, wo ich meine Gedanken, Herausforderungen und Erfahrungen der letzten 15 Jahre mit dir teilen möchte. Ich freue mich sehr, dass du dabei bist, und hoffe, dass meine Erfahrungen dir helfen, deinen glutenfreien Alltag mit mehr Freiheit, Flexibilität und Lebensqualität zu genießen.

 

Glutenfrei, Vegan – Muss ich jeden Trend mitmachen?

Klar, der Gedanke dahinter ist durchaus reizvoll: bewusster essen, etwas fürs Tierwohl tun, die Umwelt schonen und vielleicht sogar den eigenen Horizont erweitern. Aber als Person mit Zöliakie, die ohnehin schon strikt auf ihre Ernährung achten muss, stelle ich mir diese Frage anders. Möchte – oder besser gesagt: kann ich mir diese zusätzliche Herausforderung überhaupt zumuten? 

 

Glutenfrei: Mehr als nur ein Ernährungstrend

Glutenfrei zu leben ist für viele Menschen ein Lifestyle – für mich ist es eine Notwendigkeit. Seit meiner Zöliakie-Diagnose ist klar: Gluten kommt bei mir nicht mehr auf den Teller. Selbst Krümel und Spuren bringen schmerzhafte Symptome mit sich und knocken mich für einige Tage komplett aus – Spätfolgen nicht ausgeschlossen. Und ja, das strikt glutenfreie Leben kann einen schon ganz schön auf Trab halten: Organisation, Disziplin, Verzicht und hin und wieder auch richtige Enttäuschungen. Im Laufe der Zeit wird man nicht nur zum Profi im Zutatenlisten-Entziffern, verbringt einen Großteil seiner Zeit in der Küche, sondern diskutiert auch immer wieder mit und rechtfertigt sich vor Servicekräften oder andern Mitmenschen und steht für sich, seine Krankheit und Bedürfnisse ein.

Mutet man sich da zu viel zu, wenn man dann noch an Aktionen wie dem Veganuary mitmachen möchte? Manchmal überfordert mich mein glutenfreier Alltag ja so schon völlig. Besonders dann, wenn ich die eigenen vier Wände verlasse und auswärts versuche etwas sicher Glutenfreies zu finden. 

Glutenfrei UND vegan – wie realistisch ist das?

Dieses Jahr war nicht das erste Jahr, in dem ich mir den Veganuary zum Anlass genommen habe, um ein wenig meine Essgewohnheiten zu hinterfragen. Im Laufe der Zeit habe ich bereits einige Lieblingsprodukte gefunden, die für mich eine echte Alternative zu tierischen Produkten sind. Von Aufschnitt, Fleischalternativen bis hin zu glutenfreien Haferdrinks gibt es eine breite Palette an Lebensmitteln, die sich fest bei mir etabliert haben. Und das nicht nur im Veganuary. Der Veganuary ist dafür aber immer so etwas wie ein kleiner Reminder, wieder mehr Abwechslung auf den Teller zu bringen, bewusst andere oder für mich neue Snacks und Lebensmittel zu testen und ein wenig über den Tellerrand zu blicken. Selbst wenn das Ganze in den eigenen vier Wänden gut klappen mag, habe ich wieder einmal gesehen, wie tricky es im Alltag und unterwegs sein kann. Nein, es ist absolut keine Frage des Wollens. Ich würde ja, wenn ich könnte und es eine sichere Alternative gäbe. Wie oft ich es schon erlebt habe, dass die veganen Fleischalternativen Weizen enthalten oder der Haferdrink in Cafés nicht glutenfrei deklariert ist. Da bleiben mit Zöliakie einfach kaum noch Möglichkeiten! Die kulinarische Welt ist mit Zöliakie eine andere. Es fühlt sich an, als würde man ständig doppelt eingeschränkt sein.

 

 

Mein Weg: Kleine Schritte statt große Sprünge

Auch wenn ich nach wie vor gerne „perfekter“ wäre und am liebsten alles unter einen Hut bekommen würde, habe ich im Laufe der Zeit eine Art Mittelweg für mich gefunden. Ich habe eingesehen, dass ich nicht alles auf einmal schaffen kann. Für mich funktioniert das in Verbindung mit meiner Zöliakie aktuell einfach nicht immer. Fest steht, dass meine Gesundheit und somit die gutenfreie Ernährung immer an erster Stelle stehen und sind nicht verhandelbar sind. Alles, was darüber hinausgeht ist für mich Kür, nicht Pflicht. Und weißt du was? Das ist völlig in Ordnung. Ich gehe das Ganze in meinem eigenen Tempo an und respektiere meine persönlichen Grenzen. Für mich ist es der bewusste Verzicht auf Fleisch an den meisten Tagen, der Salat in der Kantine, der vegane Aufschnitt fürs Frühstücksbrot, die Fleischalternative für den Burger beim gemütlichen Grillabend mit Freunden oder der glutenfreie Pflanzendrink im Kaffee. All diese kleinen Schritte sind wertvoll und machen einen Unterschied – und sie sind vor allen Dingen ein machbarer Anfang. Step by Step anstatt von 0 auf 100! 

Und noch etwas: Auch wenn es anstrengend ist, werde ich nicht müde immer wieder nachzufragen. Nicht nur nach glutenfreien Möglichkeiten, sondern auch nach zusätzlich veganen Alternativen. Nur so kann man Aufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse schaffen und dazu beitragen, dass immer mehr Menschen verstehen, worauf es in unserem glutenfreien Leben ankommt. 

Wie handhabst du das? 

Beschäftigt dich das Thema auch immer wieder? Falls du noch mehr Fragen rund um das Thema glutenfrei & vegan hast, dich austauschen oder einfach mal Luft ablassen magst, freue ich mich über deine Direktnachricht auf Instagram (@zoe_glutenfrei). 

Und denk dran: Es ist ok, nicht „perfekt“ zu sein. Wer ist das schon? Was zählt, ist, dass wir unser Bestes geben. #ZölisSupportZölis

Xoxo, deine Zoe