Hey, ich bin Zoe!

Dieser Blog ist unser glutenfreier Safe Space, wo ich meine Gedanken, Herausforderungen und Erfahrungen der letzten 10 Jahre mit dir teilen möchte. Ich freue mich sehr, dass du dabei bist und hoffe, dass meine Erfahrungen dir helfen, deinen glutenfreien Alltag zu meistern. 

Reisen mit Zöliakie, geht das überhaupt?

Dieses Mal tauchen wir in ein Thema ein, das mich nach meiner Diagnose sehr beschäftigt hat: Reisen mit Zöliakie. Kann ich überhaupt noch Klassenfahrten mitmachen, mit meiner Familie in den Urlaub fahren oder ein Auslandssemester planen?". Diese Gedanken sind mir damals ständig durch den Kopf geschwirrt. Die Vorstellung, in einem fremden Land auf der Suche nach glutenfreiem Essen zu sein, hat mich anfangs total überfordert.

Doch ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Ja, Reisen mit Zöliakie geht definitiv! Mit der richtigen Vorbereitung reise ich mittlerweile genauso viel – wenn nicht sogar mehr – als vorher. Eine super Vorbereitung und gute Kommunikation im Reiseland sind definitiv das A und O, um stressfrei und ohne Glutenunfall durch den Urlaub zu kommen. Meal Prep Ideen, die Recherche nach glutenfreien Restaurants und zöliakiefreundlichen Reisezielen sowie das Besorgen von glutenfreiem Proviant stehen daher immer auf der Liste meiner Reisevorbereitungen. Dazu schreibe ich dir aber später noch mehr. Ich freue mich sehr darauf, dir von meinen Tipps und Tricks zum glutenfreien Reisen zu erzählen! Hoffentlich helfen sie dir dabei, dich wieder flexibler und freier in deinem New Normal zu fühlen und bereit zu sein, die glutenfreie Kulinarik dieser Welt zu erkunden. Also, wenn du mich fragst, macht Food Tourismus sowieso viel mehr Spaß als das klassische Sightseeing!

Die perfekte Reisebegleitung: Snacks, die nicht gekühlt werden müssen

Nüsse, Reiscracker, Trockenfrüchte, glutenfreie Energieriegel und Bliss Balls sind meine ständigen Begleiter. Diese Snacks sind nicht nur lange haltbar, sondern machen auch schnell und langanhaltend satt. Besonders kleinere Nuss- oder Proteinriegel passen perfekt in jede Handtasche oder jeden Rucksack, nehmen kaum Platz weg und wiegen fast nichts. Ideal also, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist oder im Koffer Platz und Gewicht sparen muss.

An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp von mir: Lass im Koffer immer ein bisschen Platz für Food Shopping! Oft gibt es im Ausland tolle Produkte, die es bei uns nicht zu kaufen gibt. Von Schär gibt es zum Beispiel in Portugal, Italien oder Schweden ganz andere Produkte als in Deutschland, weswegen du solche Neuprodukte unbedingt testen solltest, wenn du die Möglichkeit dazu hast. So habe ich schon viele leckere Entdeckungen gemacht, die meinen glutenfreien Alltag bereichern.

Ich achte mittlerweile auch darauf, dass ich lieber keine Snacks mit Schokolade oder leicht zerbrechliche Produkte wie dünne Cracker oder krümelige Kekse mitnehme, da diese schnell schmelzen oder zerbröseln. Stattdessen setze ich auf Snacks, die robust und unempfindlich sind, auch wenn sie schon über mehrere Tage in der Handtasche lagen.

Bei der Verpackung meiner Snacks habe ich über die Zeit auch vieles dazu gelernt. Ich persönlich finde ja wiederverwendbare Tüten oder Frischhaltebeutel super, da diese sehr platzsparend und auslaufsicher sind. Außerdem nutze ich gerne faltbare Dosen oder Gefäße, die wenig Gewicht haben. Im Handgepäck habe ich übrigens fast immer meine personalisierte Schär-Brotdose dabei. So habe ich immer Verpflegung für den Flughafen, kann mir in der Unterkunft für den Tag einen Notfallproviant schmieren oder etwas vom Hotelfrühstück einpacken. Diese Dose hat mich schon auf so vielen Reisen begleitet
und mir so manche Situation erleichtert.

Welche Snacks kommen durch die Sicherheitskontrolle und welche nicht?

Die Sicherheitsregeln am Flughafen können manchmal ziemlich streng sein, besonders wenn es um Essen im Handgepäck geht. Snacks wie Salinis, Reiswaffeln und Mandeln sind problemlos erlaubt und immer eine gute Wahl. Auch Riegel und Bliss Balls oder geschmierte Brote kann man einfach mit in den Flughafen nehmen. Solange die Snacks fest und nicht flüssig sind, sollte es bei der Kontrolle keine Probleme geben.

Einmal hatte ich mir für den Flughafen Overnight-Oats gemacht und dafür zu viel Milch verwendet, weswegen sie morgens immer noch zu flüssig waren. Ich wurde bei der Kontrolle natürlich rausgezogen und durfte am Ende mit dem Flughafenpersonal und sogar der Polizei diskutieren, ob der Behälter mit rein darf oder nicht. Ich habe hier einfach sehr freundlich und sachlich erklärt, dass ich Zöliakie habe und am Flughafen nichts Glutenfreies und vor allem Kontaminationsfreies finde. Ich habe dann noch ein bisschen emotional geschildert, dass ich noch nichts gegessen hatte und wir eine sehr lange Reise vor uns hatten. Am Ende durfte ich das Porridge doch mitnehmen und war wirklich sehr dankbar dafür.

Ich kann dir daher immer nur empfehlen, dass du nett, freundlich und vor allem ruhig bei eventuellen Argumentationen bleiben solltest. Klar kann es dir Angst machen, dein Notfall-Essen nicht mitnehmen zu dürfen, aber meistens wird man verstanden, wenn man freundlich bleibt und geduldig erklärt, wie schlimm die Zöliakie ist. Wenn du solche Diskussionen aber lieber vermeiden möchtest, dann nimm dir eher Brot und andere feste Lebensmittel statt Flüssigkeiten wie Porridge oder Quark mit.

Tipps für ein glutenfreies Abendessen - auch bei später Anreise

Die richtige Planung für den Reisetag ist entscheidend, damit du auch abends noch etwas zu essen hast. Egal, ob du in einem Hotel oder einem Airbnb übernachtest – beide haben ihre Vor- und Nachteile. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Bei der Anreise gibt es meist kein Essen. Im Airbnb musst du erst einkaufen und kochen und im Hotel haben die Restaurants bei später Anreise oft schon geschlossen oder der Room Service ist nicht mehr verfügbar. Die Minibar ist entweder leer oder hat nichts Glutenfreies, was auch wirklich satt macht. Und in solchen Momenten würde ich wirklich alles für einen glutenfreien Burger oder leckere Nudeln geben. Da fällt es mir immer besonders schwer ruhig zu bleiben und nicht emotional zu werden, wenn ich nicht sofort ein Restaurant in der Nähe finde oder vielleicht sogar hungrig ins Bett gehen muss.

Um solche Situationen zu vermeiden, solltest du unbedingt Snacks im Koffer haben, die sich auch als Mahlzeit eignen. Glutenfreie Fertiggerichte oder Tütensuppen, Quinoa-Mix oder Kochreis, der nur Wasser braucht, glutenfreie Nudeln, geschnittenes glutenfreies Brot und glutenfreie Haferflocken sind dafür ideal. Auch Aufstriche, die nicht gekühlt werden müssen, finde ich für ein schnelles Abendessen auf dem Hotelzimmer oder im Airbnb perfekt. Die gibt es bei Rossmann, im dm oder auch bei anderen Supermärkten in vielen verschiedenen Sorten. Auch geschnittenes Obst und Gemüse, salzige Snacks und Knabbersachen sind perfekt für den Notfall.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, wie wichtig es ist, genügend glutenfreie Snacks einzupacken. Einmal hatte ich zu wenig Essen dabei und es war unglaublich schwierig, ein glutenfreies Restaurant in der Nähe zu finden. Hungrig nach einem Restaurant zu suchen macht nie Spaß und ist immer anstrengend für alle Beteiligten. Mal ehrlich, wer knabbert denn gerne an einem Riegel, während die Reisebegleitung Burger oder Ähnliches isst? Für den ersten Abend sind daher doppelte Rationen Brot oder das Essen, das du auf der Reise nicht gegessen hast, eine gute Lösung. Ich packe grundsätzlich immer viel zu viel Proviant in mein Handgepäck ein, aber ich glaube, das ist einfach so ein Zöli-Ding, oder? Ich finde es ist immer beruhigend zu wissen, dass für den Notfall genug Essen dabei ist, um entspannt in den Urlaub starten zu können. Ich empfehle dir daher auch deine Snacks immer auf Handgepäck und Aufgabegepäck aufzuteilen, damit du auch im Falle eines Gepäckverlusts trotzdem glutenfrei und kontaminationsfrei snacken kannst.

Auf die Reise, fertig, los!

Ich hoffe sehr, dass du dich jetzt gut auf deine nächste Flugreise vorbereitet fühlst und Lust hast, deine glutenfreie Comfort Zone zu verlassen und die Welt zu erkunden. Das wichtigste für einen entspannten und sorgenfreien Urlaub ist wirklich eine gute Vorbereitung auf dein Reiseziel, genügend Notfall-Snacks und eine gute Kommunikation vor Ort. Bevor ich reise, mache ich mich immer über die Restaurants und Cafés vor Ort schlau, speichere sie in einer Liste ab und schreibe mir wichtige Vokabeln oder Zutatenlisten in der Landessprache auf. Eine meiner besten Freundinnen hat mir zum Beispiel mal eine Gluten Free Travel Card für mein damaliges Reiseziel geschenkt – die drucke ich mir mittlerweile für jede Reise aus und zeige sie im Restaurant vor. Alternativ gibt es auch von der DZG die Bitte an den Koch in verschiedenen Sprachen. Mein Papa hat früher immer gesagt: Planung ist das halbe Leben.” Nun ja, mit Zöliakie ist es wohl eher das ganze Leben, aber dafür bringt eine gute Planung dir dann deutlich mehr Freiheit und Flexibilität in deinen Zöli-Alltag.

Hast du eigentlich Lust auf noch mehr Reisetipps? Vor allem jetzt, wo die Urlaubssaison wieder richtig startet, machen sich glutenfreie Koffer-Essentials, Reiseguides und
persönliche Reiseerfahrungen doch super, oder nicht? Falls du noch mehr Fragen rund um die Themen aus dem Blogpost hast, schreib mir einfach beim Schär Instagram Account (@schaer_glutenfrei). Wir lesen uns dann im nächsten Blogpost wieder! Und bis dahin wünsche ich dir alles Liebe und ganz viele tolle Urlaubserlebnisse!

Deine Zoe