So gelingt das glutenfreie Kochen und Backen

So gelingt das glutenfreie Kochen und Backen

Unsere allgemeinen Empfehlungen sind eine wertvolle Hilfe fürs tägliche Kochen und Backen ohne Gluten.

Gerade zu Beginn, wenn die Umstellung auf die glutenfreie Ernährung noch ungewohnt ist, braucht es etwas Erklärung und Hilfestellung. Um dir das Kochen und Backen mit glutenfreiem Mehl zu vereinfachen, findest du im Folgenden die wichtigsten Regeln dazu. Wir wünschen sicheres Gelingen!

Allgemeine Küchentipps

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  • Reinige die Arbeitsfläche sorgfältig, um eine Kontamination mit Gluten zu vermeiden.
  • Lese die Rezepte aufmerksam und bereite alle Zutaten in den angegebenen Mengen vor. Auch alle Arbeitsgeräte, wie Schüsseln, Löffel, Backformen, Rührgeräte und sonstige benötigte Utensilien, sollten griffbereit liegen.
  • Glutenfreies Mehl besitzt andere Eigenschaften als herkömmliches Mehl und erfordert daher spezielle Rezepte mit anderen Mengenproportionen der Zutaten.
  • Das richtige Mehl und eine exakte Mengenangabe zu verwenden, ist bei glutenfreien Rezepten sehr wichtig – daher bitte den Angaben im Rezept treu bleiben.
  • Wenn du schon etwas Übung hast, fällt es leichter, Rezepte zu variieren und auch mit anderen Zutaten zu experimentieren.

Wenn du diese Regeln beachtest und auch anwendest, dann steht dem erfolgreichen Kochen und Backen mit glutenfreiem Mehl nichts mehr im Weg. Also – ab in die Küche und viel Vergnügen!

Tipps vom Profikoch für den glutenfreien Genuss findest du hier!

Glutenfrei Frittieren – Dos & Don’ts!

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Wunderbar knusprige, goldbraun frittierte Speisen, die appetitlich in der Schüssel dampfen – mit dem richtigen Know-how auch bei einer Glutenunverträglichkeit kein Problem.

Wir bringen die Dos and Don‘ts auf den Punkt:

  • Achte sorgfältig darauf, dass im Frittierfett zuvor keine glutenhaltigen Speisen gebacken wurden.
  • Öle, Pflanzenfette und Schmalz sind glutenfrei und können bedenkenlos verwendet werden.
  • Frittiere alle Speisen so kurz wie möglich, das Frittiergut sollte goldgelb gebräunt sein.
  • Lasse die Speisen nach dem Frittieren gut auf Küchenpapier abtropfen.

Bei einer glutenfreien Ernährung sind folgende Lebensmittel sehr gut zum Frittieren geeignet:

  • Fleisch (Panade aus glutenfreiem Paniermehl herstellen)
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Gemüse und Kartoffeln in verschiedensten Zubereitungsarten, sofern ohne Gluten (Pommes, Chips, Bratkartoffeln)
  • Obst (mit glutenfreier Panade)
  • Glutenfreies Gebäck, Süßspeisen

Glutenfrei Backen – kleine Griffe, große Wirkung!

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Das glutenfreie Backen mag dir noch nicht so recht gelingen und du vermisst dein Lieblingsbrot oder deinen Lieblingskuchen? Hab‘ Geduld, mit ein wenig Übung und ein paar Tricks werden auch glutenfreie Teige geschmeidig und führen zu einem leckeren Ergebnis.

Da im Normalfall gerade das Gluten für das luftige Zusammenhalten eines Teiges verantwortlich ist, musst du bei der Verarbeitung glutenfreier Mehle einige Dinge beachten. Du wirst sehen: Unsere Rezepte gelingen und das Ergebnis wird genauso lecker sein – versprochen! Und bald bist du Profi im Backen ohne Gluten.

So wird das glutenfreie Backen zum Kinderspiel:

  • Verwende ausschließlich die Mehlsorte und die Mengen an Zutaten, die im glutenfreien Rezept angegeben sind.
  • Für glutenfreien Teig wird mehr Flüssigkeit benötigt als für herkömmlichen Teig. Halte dich genau an die Anweisungen im glutenfreien Rezept.
  • Achte darauf, dass die verwendeten Zutaten Raumtemperatur haben (außer bei Mürbeteig) und siebe alle Zutaten in Pulverform (Mehl, Trockenhefe usw.).
  • Glutenfreier Teig klebt stärker an Händen und Utensilien. Es empfiehlt sich, Kuchenformen mit Backpapier auszukleiden und sich während der Teigbearbeitung die Hände einzufetten oder zu bemehlen. Bei der Bearbeitung von Mürbeteig ist es ratsam, den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auszurollen.
  • Zur Verwendung des Ofens: Umluftöfen eignen sich zum Backen von Keksen (auch auf mehreren Ebenen), aber nicht so sehr zum Backen von glutenfreiem Brot. Hefeteig trocknet nämlich schneller aus. Schalte den Backofen vorher ein, damit er die gewünschte Temperatur erreicht. Öffne die Ofentür während der ersten 15 bis 20 Minuten möglichst nicht.

Für leckere Backrezepte schau doch mal auf unserer glutenfreien Rezept-Plattform vorbei und lass dich inspirieren.

Lass den Brotbackautomaten für dich arbeiten

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Mit einem Backautomaten wirst auch du zum Meisterbäcker. Und das ohne jede Anstrengung. Da mischt und bäckt sich das Brot nämlich ganz von selbst. Es lässt sich auch vorprogrammieren, sodass das glutenfreie Kastenweißbrot pünktlich zum Frühstück fertig gebacken ist. Du musst nur die Zutaten hineingeben, Brottyp, Backmodus, Bräunungsgrad und Zeit einstellen – fertig. Alles andere macht die Maschine selbst.

Auch beim Backen mit dem Automaten sind der süßen und salzigen Fantasie keine Grenzen gesetzt: Kürbiskerne, Nüsse, Oliven, Tomaten, Trockenfrüchte, frisches Obst, Zimt. Den jeweiligen Grundteig kannst du ganz nach Wahl erweitern. Lies in der Bedienungsanleitung, ob die Zutaten gleich oder nach einer gewissen Vorbackzeit hinzugefügt werden sollen.

Wichtige Grundregeln:

  • Flüssige Zutaten immer zuerst in den Behälter geben.
  • Zutaten genau abmessen, am besten mit einer elektronischen Küchenwaage.
  • Hefe (oder Sauerteig) immer zuletzt hinzugeben und nicht zusammen mit dem Salz einfüllen.
  • Das Brot nach dem Backen sofort aus der Form stürzen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen.
  • Zutaten lauwarm verwenden, wenn du sofort bäckst. Wenn du mit Zeitvorwahl bäckst, also über Nacht, sollten die Zutaten kalt sein, damit die Hefe nicht zu früh gärt.

Viele weitere Brotrezepte mit dem Brotautomaten findest du auf unserer glutenfreien Rezept-Plattform.

Glutenfreier Vorrat

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Wird glutenfreies Brot innerhalb weniger Tage verzehrt, kann es am besten in einem Plastikbeutel an einem kühlen und trockenen Ort für 2 bis 3 Tage aufbewahrt werden.

Glutenfreies Brot, Kuchen, Pizza usw. sind im Gefrierfach lange haltbar. Die frischen, ausgekühlten Backwaren in Gefrierbeuteln einfrieren. Brot am besten scheibenweise einfrieren, damit du einzelne Scheiben entnehmen kannst. Ganze Brote bei Zimmertemperatur auftauen oder für einige Minuten bei 200°C in den Backofen geben. So hast du stets frische glutenfreie Backwaren im Haus.

Mürbeteigplätzchen halten sich länger, wenn sie in einer Blechdose aufbewahrt werden. Für Torten und Kuchen eignen sich hingegen spezielle Kuchenbehälter.

Dem geling sicheren glutenfreien Kochen und Backen steht nun nichts mehr im Weg