Deine To-Do-Liste für die Anfangszeit
- Bleib ruhig und gib dir Zeit.
Der wichtigste Tipp, den man nach der Diagnose beherzigen sollte, ist: Ruhe bewahren. Am besten machst du dir zunächst einmal einen großen Becher Tee oder Kaffee und lässt das Ganze sacken!
Um ehrlich zu sein, ist das ganze Thema auf den ersten Blick wirklich komplex. Aber keine Sorge – wenn du den Dreh raus hast und dich mit der Thematik befasst, wirst du schnell merken, dass das glutenfreie Leben gar kein Hexenwerk sein muss. Ja, es ist eine Umstellung und wie so oft kann aller Anfang schwierig sein. Du musst dir jedoch immer sagen „Es gibt so viele andere Betroffene, die das schaffen, also schaffe ich das auch!“. Und genauso ist es. Gib dir und der Diagnose Zeit – es ist noch kein (glutenfreier) Meister vom Himmel gefallen!
- Lerne die Basics für das glutenfreie Leben kennen.
Das Wichtigste sind wie in allen Lebenslagen die Basics! Ein fundiertes Hintergrundwissen wird dir deinen Alltag wirklich vereinfachen! Was ist überhaupt Gluten und in welchen Produkten kann es enthalten sein? Welche Lebensmittel darf ich essen und wobei muss ich vorsichtig sein? Worauf muss ich achten, wenn ich Freunde besuche und dort essen möchte und worauf muss ich selbst in meiner Küche achten? Kann ich meine bisherigen Koch- und Backutensilien weiternutzen?
- Lerne die „verbotenen Zutaten“ kennen.
Um es ganz klar zu formulieren, gibt es Zutaten in Lebensmitteln, die von nun an einfach tabu sind! Setze dich mit der Thematik auseinander und lerne die Zutaten kennen, die Gluten enthalten können. Nicht nur Weizen, Roggen und Dinkel enthalten Gluten, sondern auch weitere Getreidearten wie Gerste, Grünkern und Emmer. Mehr Informationen zu dem Thema gibt es hier.
- Lerne Inhaltsstoffe und Zutaten auf Etiketten richtig zu lesen.
Wichtig ist es von nun an die Zutaten deiner Einkäufe zu studieren. Falls auf einem Produkt nicht ausdrücklich „glutenfrei“ steht oder die bekannte durchgestrichene Ähre zu sehen sein, solltest du aufmerksam die Zutatenliste lesen und mit den „verbotenen Zutaten“ abgleichen. Auch wenn es am Anfang ewig dauern kann, kommt mit der Zeit die Routine.
- Lerne andere Betroffene kennen.
Der Kontakt zu anderen Betroffenen, die schon länger glutenfrei leben, kann in der Anfangszeit nach der Diagnose sehr hilfreich sein und ist wirklich Gold wert. Hier kann man seine Fragen stellen und hilfreiche Tipps bekommen. Worauf muss ich der Anfangszeit besonders Acht geben? Was sind die größten „Fehler“, die ich vermeiden sollte? Andere Betroffene findest du über Facebook-Gruppen, Instagram oder über persönliche Blogs.
Wo finde ich glutenfreie Lebensmittel?
Die Suche nach glutenfreien Lebensmitteln ist Gott sei Dank nicht mehr so umständlich, wie die es vor einigen Jahren noch war. Speziell glutenfreie Produkte findest du in Super- und Drogeriemärkten, in einer kleinen Auswahl in Discountern und in Online-Shops. Hier haben wir bereits einige Online-Shops aufgelistet, in denen du glutenfreie Produkte bestellen kannst!
Wo finde ich hilfreiche Informationen?
Es gibt viele Anlaufstellen, wo du Tipps und Informationen über das Leben mit Zöliakie bekommst. Zum einen können das die Homepage der Deutschen Zöliakie Gesellschaft sein, aber auch persönliche Blogs von anderen Betroffenen, die aus ihrem Alltag mit Zöliakie berichten. Auch bei Herstellern glutenfreier Produkte erfahrt ihr viel über Zöliakie, das glutenfreie Leben und findet oftmals auch tolle Rezepte – so wie hier.
Deutsche Zöliakie Gesellschaft (DZG)
Hier seid ihr richtig aufgehoben, wenn ihr generelle Informationen rund um das Thema Zöliakie sucht.
MeinAllergiePortal
Mein Allergie Portal ist zwar nicht „nur“ auf Zöliakie spezialisiert, bietet aber generell viele Informationen zu unzähligen Unverträglichkeiten, Autoimmunerkrankungen und Allergien. Das Portal bietet medizinische Informationen, praktische Tipps und informiert über allergenfreie Produkte.
Zöliakie Austausch
Der Zöliakie Austausch ist für viele Betroffene die erste Anlaufstelle nach der Diagnose. Das Austauschportal und die dazugehörigen Facebook-Gruppen dienen dem Austausch von Betroffenen und liefern unheimlich viele Informationen zu allem, was mit dem Leben mit Zöliakie zusammenhängt.