Glutenfrei – Häufig gestellte Fragen

Glutenfrei – Häufig gestellte Fragen

10 Fragen – 10 Antworten im Kurzvideoformat!

Gerade nach einer Erstdiagnose von Zöliakie oder Gluten-/Weizensensitivität taucht häufig große Unsicherheit auf.

  • Die persönliche Ernährungsbiografie wird hinterfragt.
  • Gewohnheiten und Rezepte müssen neu gedacht und
  • glutenfreie Erfahrungswerte gesammelt werden.

Manche Fragen tauchen dabei besonders häufig auf. Wir von Schär haben sie gesammelt und für euch beantwortet!
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1. Laufe ich bei glutenfreier Ernährung Gefahr, einen Nährstoffmangel zu erleiden?

Nein, bei einer ausgewogenen Ernährung besteht diese Gefahr nicht.

Aber eben - Ausgewogenheit ist das Schlüsselwort! Die Erstellung eines Blutbildes unmittelbar nach einer Diagnose wie Zöliakie ist auf jeden Fall sehr sinnvoll, damit du im Zusammenspiel mit einer professionellen Ernährungsberatung auch gezielt eventuelle Mangelerscheinungen beheben kannst.

Mit etwas Planung und unseren leckeren Rezepten wird dir der Einstieg erleichtert.

 

2. Was passiert, wenn Nicht-Zöliakie-Betroffene glutenfrei essen?

Es passiert ... nichts!

Glutenfreie Nahrung schadet dem Körper nicht und kann daher ohne Bedenken geteilt werden. Das gemeinsame Essen mit Familie und Freunden kann also ruhig manchmal glutenfrei sein. Außerdem können bei solchen Gelegenheiten auch neue Rezepte probiert werden.

Wenn du dein Umfeld dann nebenbei mit Informationen zur Zöliakie versorgen möchtest, klicke hier um einige Gedanken dazu zu erfahren. 

 

3. Darf ich ab und zu etwas Glutenhaltiges essen?

Ein klares Nein, denn hier gilt: die Regel bestätigt die Regel! Ausnahmen sind bei Zöliakie nicht erlaubt.

Auch wenn dein Körper verzögert auf das Gluten reagiert und sich anfangs alles normal anfühlt: Dein Immunsystem reagiert trotzdem darauf und die Darmzotten können sich entzünden.

Wenn du von Zöliakie betroffen bist, gehört umfassendes Wissen über diese Autoimmunerkrankung dazu.

 

4. Wie lange muss ich warten bis es mir nach der Diagnose besser geht?

Nun weißt du endlich, was mit dir und deinem Körper los ist! Jetzt noch ein bisschen Geduld und Ausdauer bei der Umstellung auf den neuen Speiseplan. Sobald du dich glutenfrei ernährst, werden die

  • Symptome verschwinden und
  • es wird dir sehr schnell spürbar besser gehen.

Vielleicht magst du dir ja auch Tipps von anderen Betroffenen einholen? Die besten Berichte kann dir oft die Community geben.

 

5. Muss ich denn mein eigenes Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen haben oder gar eine getrennte Küche?

Umsicht ja, Umbau der Wohnung nein.

  • Ein eigener Toaster,
  • ein getrennter Brotkorb und deine
  • eigene Vorratsecke in der Küche reichen vollkommen aus.

Vielleicht auch noch ein paar

  • eigens gekennzeichnete Küchenwerkzeuge (insbesondere jene aus Holz), die nur für glutenfreie Produkte eingesetzt werden.

Wichtig ist die

  • gründliche Reinigung aller Arbeitsflächen.

Diese wird für dich bald zur Routine werden und dann steht dem glutenfreien Kochen gar nichts mehr im Wege!
Eine Menge Rezeptinspiration findest du hier.

 

6. Wenn ich Zöliakie habe, haben es auch meine Kinder?

Die Autoimmunerkrankung wird nicht zwingend vererbt. Um jedoch sicher zu sein, empfiehlt es sich, die dafür vorgesehenen Bluttests zu machen.

  • Werden die entsprechenden Antikörper gefunden, sollte eine Dünndarmbiopsie durchgeführt werden. Bei eventueller Uneindeutigkeit ist auch ein genetischer Test sinnvoll, welcher eine Zöliakie zwar nicht diagnostizieren, aber ausschließen kann.
  • Wenn dein Kind betroffen ist, dann wirf doch einen Blick in unsere Elternmappe. Hier findest du einen Leitfaden und nützliche Checklisten, die dich dabei unterstützen, an alle wichtigen Informationen für Kindergärtner, Lehrer oder Köche zu denken!

 

7. Darf ich Bier trinken?

Die Sonne steht tief, die Luft ist lau und das Feierabendbierchen lockt. Ist Bier trinken erlaubt?

Ja, ist es - sofern das goldene Nass als glutenfrei gekennzeichnet ist. Die Auswahl fällt dann doch oft schwer, denn inzwischen gibt es schon sehr viele glutenfreie Biere auf dem Markt. Prost!

 

8. Was ist mit Pommes?

Pommes sind mehr als frittierte Kartoffeln! So glutenfrei die Kartoffeln auch sein mögen, bei der Zubereitung von allen Produkten aus der Packung sollte genau auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Natürlich gilt hier das Frittiergesetz aller glutenfreien Mahlzeiten:

  • Getrennte Fritteuse,
  • separates Öl oder
  • Glutenfreies wird zuerst frittiert!

Besonders in der Frittenbude heißt es Augen auf!

 

9. Darf ich Ketchup essen?

Ketchup und Mayo gehören zu manchen Mahlzeiten einfach dazu! Doch glutenhaltige Zutaten verstecken sich oft in Soßen. Also, immer genau lesen was auf der Packung steht und sicherheitshalber nachfragen.

Soßen und Dips können natürlich auch selber gemacht werden. Leckere Vorschläge für die Grillsaison findest du hier.

 

10. Darf ich Hafer essen?

Ein powervoller Start am Morgen, ohne Hafer, ohne Sorgen? Ein wichtiger Bestandteil eines Müslis sind natürlich die Haferflocken.
Diese sind reich an

  • wichtigen B-Vitaminen,
  • Zink,
  • Eisen,
  • Magnesium,
  • Eiweiß und
  • mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Seit März 2016 können nun auch Haferprodukte aus nicht-kontaminiertem Hafer mit dem Symbol der durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet werden. Dieses ist zusätzlich mit dem Hinweis “oats“ (engl. Hafer) ergänzt, so dass es für den Verbraucher ersichtlich ist, dass es sich um ein lizensiertes, glutenfreies Lebensmittel handelt, das nicht-kontaminierten Hafer enthält. (DZG)

Vor dem nächsten Müsli solltest du aber auf jeden Fall mit deinem Arzt abklären, ob du die Haferflocken essen kannst.

 

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Wenn du noch weitere Fragen hast, zögere nicht und kontaktiere deinen Vertrauensarzt oder deine Ernährungsberatung.
Hier findest du noch haufenweise interessante und sicherlich hilfreiche

  • Informationen,
  • Tipps und
  • Rezepte.

Glutenfrei leben, glutenfrei genießen!” lautet die Devise!