Autorin: Fabienne Engel von freiknuspern
Im heutigen Artikel zum #FoodFactFriday geht es um glutenfreie Helferlein beim Backen! Außerdem beschäftigen wir uns etwas mit den Inhaltsstoffen der glutenfreien Mehlmischungen von Schär. Also los gehts!
Beginnen wir zunächst mit den Inhaltsstoffen der Mehlmischungen. Im letzten Monat habe ich euch das Kuchen & Kekse Mehl schon näher vorgestellt, der Allrounder für alle süßen Köstlichkeiten. Doch aus dem Hause Schär gibt es noch einige weitere Mehlmischungen. Während die Mehlmischungen Mix Brot und Mix Dunkel Rustico insbesondere für Brot und Brötchen ausgelegt sind, eignet sich das Mehl Mix It wunderbar als „Basismehlmischung für alle Fälle“. Ob Brote, Pizza, Kuchen oder Plätzchen - ich habe mit dem Mix It Mehl schon ganz viele verschiedene Leckereien zubereitet.
Zutaten, die sich in gleich mehreren der Schär Mischungen wiederfinden sind Maisstärke und Reismehl. Das sind tatsächlich auch meine Favoriten, wenn es um einzelne glutenfreie Mehle und Stärkemehle geht. Ich mag die vielseitigen Rezeptmöglichkeiten, die diese beiden Rohstoffe ermöglichen. Sie sind zudem geschmacksneutral und eignen sich daher sowohl für süße als auch für herzhafte Backwaren. Außerdem bringen sie recht gute Binde- und Quelleigenschaften mit sich, was für glutenfreie Backwaren wichtig ist.
Die Zusammensetzung der Mehlsorten im Mix It unterscheidet sich bei einigen Punkten von der Kuchen & Kekse Mischung. Eigentlich ganz logisch, denn die beiden Produkte sind für völlig verschiedene Teigarten und Anwendungsmöglichkeiten ausgelegt.
Im Kuchen & Kekse Mehl wird beispielsweise mit Maisstärke und Maismehl gearbeitet, wohingegen das Mix It Mehl mit Reisstärke und ohne Maismehl auskommt. Doch ein ganz besonderer Unterschied der beiden Produkte besteht in den Flohsamenschalen, die im Mix It Mehl bereits enthalten sind.
Flohsamenschalen sind für mich ein echter Gamechanger beim glutenfreien Backen! Sie fungieren als pflanzliches Binde- und Verdickungsmittel und bringen eine hohe Quellfähigkeit mit sich. Denn vermischt man sie mit Wasser, entsteht eine gelähnliche Masse, die man dann wiederum in die unterschiedlichsten Teige einarbeiten kann.
Ich arbeite besonders gerne bei Brot- und Brötchenrezepten mit dem Flohsamengel als Bindemittel. Doch auch für selbstgemachte Pasta, Pizza und Wraps bildet diese Masse eine wunderbare Basis zum glutenfreien Backen.
Doch es braucht nicht unbedingt das Flohsamengel um die positiven Eigenschaften der Flohsamen in die Backwaren zu bekommen. Oft reichen schon 1-2 TL Flohsamenschalen, die man einfach mit in den Teig rührt um die Konsistenz der Backwaren positiv zu beeinflussen. Sie saugen sich mit der jeweiligen Flüssigkeit auf und bringen dadurch Bindung und Stabilität in die Backwaren. Gerade diese Eigenschaften sind beim glutenfreien Backen super wertvoll, denn durch das fehlende Klebereiweiß fehlt einfach oft eine gewisse Stabilität. Doch die Flohsamen sorgen für eine elastische und geschmeidige Textur. Zudem bleiben die Backwaren mit Flohsamen auch oft länger weich und saftig. Flohsamen sind übrigens auch recht geschmacksneutral und sehr ballaststoffreich.
Seit Tag eins meiner glutenfreien Ernährung zählen Flohsamenschalen für mich zu den besten glutenfreien Helferlein.
Dadurch, dass im Mix It Mehl bereits Flohsamenschalen enthalten sind, brauchst du diese nicht unbedingt zusätzlich dazu zu geben. Das ist natürlich besonders praktisch!
Besonderheiten beim glutenfreien Backen
Auch mit den besten glutenfreien Mehlmischungen oder Helferlein wie Flohsamenschalen, gibt es immer noch ein paar Besonderheiten beim glutenfreien Backen zu beachten.
Davon liste ich dir zum Abschluss nochmal ein paar auf:
- Kürzere Knetzeit: Meiner Erfahrung nach sollten glutenfreie Teige oft etwas kürzer / schneller geknetet und verarbeitet werden, damit man beispielsweise bei Hefeteigen nicht das ganze Volumen wieder herausknetet.
- Ruhezeiten verlängern: Apropos Hefeteige, erfahrungsgemäß kann es durchaus vorkommen, dass glutenfreie Hefeteige etwas langsamer aufgehen und etwas länger ruhen sollten, als man es von den glutenhaltigen Teigen noch gewohnt ist.
- Apfelessig: Ich gebe gerne und regelmäßig etwas Apfelessig mit in meine Teige, ganz egal ob ich gerade Pancakes, Brote oder Wraps backe. Das Essig unterstützt Hefe, aber auch Backpulver oder Natron in der Triebkraft und trägt somit nochmal zu besseren Ergebnissen in der Konsistenz bei.
- Flüssigkeitsbedarf: Glutenfreie Teige benötigen oft mehr Flüssigkeit, als man das von glutenhaltigen Teigen noch kennt. Einzelne glutenfreie Mehle benötigen übrigens auch ganz unterschiedlich viel an Flüssigkeit, kommt immer darauf an wie gut die Bindeeigenschaften des jeweiligen Mehls und wie viel Flohsamen enthalten sind.
- Mehl und Stärkemehl: Dieser Punkt wird aus der o.g. Beschreibung zwar schon deutlich, ich erwähne ihn an dieser Stelle aber gerne nochmal. Für die Konsistenz von glutenfreien Backwaren ist die Kombination aus Mehl und Stärkemehl sehr wichtig. Daher setzt Schär bei den hauseigenen Mehlmischungen auch auf diese Zusammensetzung.
- Teigkonsistenz: Meiner Erfahrung nach sind glutenfreie Teige oft klebriger oder weicher, verglichen mit glutenhaltigen Teigen in einem ähnlichen Rezept. Daher ist es hilfreich die Hände anzufeuchten, mit Teig Silikonmatten zu arbeiten oder die Hände mit glutenfreiem Mehl zu bestreuen, wenn der Teig ausgerollt, verknetet oder weiterverarbeitet wird.
- Ofentemperatur: Glutenfreie Teige benötigen oft eine etwas geringere Backtemperatur und eine etwas längere Backzeit.
Wenn du nun Lust auf glutenfreies Backen bekommen hast, dann probier doch diese glutenfreie und vegane Pflaumen-Donauwelle mit dem Mix It Mehl aus: