In meiner Tasche befindet sich immer irgendein leckerer Snack, den ich mir vorher geprept habe. Meal Prep – klingt vielleicht im ersten Moment super aufwendig - ist es aber gar nicht! Das Mealprepping hilft mir, mich im Alltag gesund & ausgewogen zu ernähren, nimmt mir den Stress, durch meine Zöliakie kein Essen unterwegs zu finden und spart mir tagsüber Zeit.
Aber mal kurz ganz von vorne.
Was ist Mealprep überhaupt und warum ist es besonders für Menschen mit Zöliakie wichtig, Mahlzeiten rechtzeitig vorzubereiten?
„Meal Prep“ dreht sich im Wesentlichen um die Kunst der Essensvorbereitung. Der Begriff stammt aus dem Englischen und steht grundsätzlich für das Vorkochen von Mahlzeiten. Wenn man an einem Tag gleich mehrere Gerichte zubereitet, ist man für die kommenden Tage bestens und köstlich versorgt und muss sich nicht ständig mit der Frage der glutenfreien Ernährung befassen (Mahlzeiten sichern, ohne sich täglich Gedanken über das Essen, Einkaufen oder die sonstige Planung machen zu müssen).
Warum ist es besonders wichtig, die richtige Lagerung für Lebensmittel beim Mealprep zu beachten, insbesondere für Brot?
Wir wollen ja, dass sich das vorbereitete Essen so lange wie möglich frisch hält und nicht, auf Grund einer falschen Lagerung, schlecht wird. Deshalb plane ich am liebsten für den nächsten Tag, maximal die nächsten 2 Tage, vor.
Welche Fehler gibt es oft bei der Lagerung von geöffnetem Brot?
Geöffnetes Brot sollte niemals „einfach so“ liegen gelassen werden, aber auch beim Verstauen solltest du versuchen, die folgenden Fehler zu vermeiden:
Achtung vor dem Wärmestau in Brotdosen:
In luftdichten Brotdosen kann sich schnell ein Wärmestau bilden, vor allem wenn das Brot noch warm ist. Dadurch entstehende Feuchtigkeit sammelt sich im Inneren der Dose an und das Brot wird schneller schimmelig. Deshalb gilt: Lasse das frisch gebackene Brot vor dem Einpacken in der Brotdose abkühlen, um Kondensation zu vermeiden.
Luftdichtes Verschließen:
Auch wenn das Brot vor Luft und Feuchtigkeit geschützt werden soll, sollte es nicht hermetisch abgeschlossen werden. Damit das Brot frisch bleibt, ist eine gewisse Luftzirkulation erforderlich. Deshalb gilt: Verwende eine Brotdose mit Lüftungsschlitzen oder lasse den Deckel leicht geöffnet, um die Luftzirkulation zu ermöglichen.
Temperaturschwankungen:
Starke Temperaturschwankungen können die Haltbarkeit von Brot beeinträchtigen. Deshalb gilt: Lager das Brot bei gleichbleibender Raumtemperatur.
Verschließen mit Plastiktüten:
Das Aufbewahren von Brot in Plastiktüten kann dazu führen, dass Feuchtigkeit eingeschlossen wird, wodurch die Schimmelbildung begünstigt werden kann.
Okay okay, das klingt erstmal sehr kompliziert – Was sind denn nun meine Tipps zur richtigen Lagerung von Brot?
Es ist gar nicht schwer: Grundsätzlich gilt, nimm wirklich nur so viele Brote aus der Verpackung, wie du auch wirklich verwendest. Den Rest kannst Du super mit einem Klipp verschließen. Wenn du planst, dein Brot länger als 2-3 Tage aufzubewahren, kannst du es super einfrieren! Verschließe das Brot dazu luftdicht in einer Gefrierdose - und ab damit in den Eisschrank. Vor der Verwendung kannst du es bei Raumtemperatur auftauen lassen und im glutenfreien Toaster toasten. Wenn du das Brot am folgenden Tag essen willst, klippe die Verpackung einfach zu und lagere das Brot im Kühlschrank.
Wie lange kann man Brot typischerweise aufbewahren, wenn es richtig gelagert wird und wie erkennt man, dass es nicht mehr genießbar ist?
Das Mindesthaltbarkeitsdatum stellt eine Orientierung dar. Das Brot ist mindestens bis zu diesem Zeitpunkt haltbar,- ungeöffnet oft noch länger. Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Ablaufdatum.
Zeichen, dass das Brot nicht mehr genießbar ist:
Schimmel:
Wenn Du Schimmel auf dem Brot siehst, ist es wohl leider Zeit, es zu entsorgen. Schimmel kann gesundheitsschädlich sein, weil er Toxine produzieren kann.
Harte Kruste und trockenes Inneres:
Wenn das Brot beginnt, eine feste Kruste zu bilden und das Innere austrocknet und brüchig wird, sollte es wahrscheinlich nicht mehr gegessen werden. Dieser Zustand tritt in der Regel auf, wenn das Brot zu lange ungeschützt der Luft ausgesetzt war (allerdings kann man aus hartem Brot Paniermehl machen oder es zu Croutons in der Pfanne verarbeiten).
Meine Oma sagt immer: gucke es an, riech dran… und dann stellst du auch fest, ob du es noch genießen kannst.
Wie bereitest du deine Brote für die Woche oder auch für den Tag vor?
Ich bereite mein Brot am liebsten abends für den nächsten Tag vor, da habe ich genug Zeit und Ruhe und erspare mir den Stress am nächsten Morgen. Zum Frühstück bereite ich mir gerne Overnight-Oats vor, für die Pausen zwischendrin habe ich gerne Brot. An den typischen „Stullen“ liebe ich, dass ich sie schnell mal zwischen „Tür und Angel“ essen kann, oder aber auch in der Mensa genießen und mir bei größerem Hunger noch einen Salat oder ein Stück Obst dazu kaufen kann. Außerdem bin ich bei der Auswahl der Beläge schon immer kreativer geworden.
Wenn ich das Brot zu voll „gepackt“ habe, pieke ich einfach einen Zahnstocher zum Haltgeben hinein, bevor es in meiner Brotdose „übernachtet“. Super als Ergänzung, finde ich zum Beispiel die Cookies, die nochmal in Folie eingepackt sind oder einen Riegel. Meine liebsten Brotkombis sind Avocado, Frischkäse, Gurke und Salat oder aber in der aktuellen Saison auch Käse und Feige als Kombination. Walnüsse sorgen für den Crunch.
Mein Pro-Tipp für leckere Stullen oder Sandwiche ist es auf jeden Fall immer ein frisches Salatblatt mit aufs Brot zu legen.