Tipps für den glutenfreien Grillabend

Auch wenn die hartgesottenen Grillfreunde das ganze Jahr über grillen, steht für diejenigen, die lieber das schöne Wetter abwarten, die kommende Grillsaison vor der Tür! Gemütlich im Garten oder auf Balkonien sitzen, das ein oder andere erfrischende Getränk und etwas Leckeres vom Grill genießen!

Was für den Einen nach einem unheimlich entspannten Grillnachmittag- und Abend klingen mag, kann bei Zöliakie-Betroffenen oder Grillgästen, die aus anderen Gründen auf Gluten verzichten, unheimlich viele Fragen und Unsicherheit mit sich bringen. Besonders dann, wenn man noch ganz frisch seine Diagnose hat und vielleicht gar nicht an alle Einzelheiten und Feinheiten denkt.

Was lag vorher wohl auf dem Grillrost? Wurde darauf bereits Brot gegrillt? Das Grillgut wird doch wohl nicht mit Bier abgelöscht oder glutenhaltig mariniert sein? Was wurde jetzt alles mit der Grillzange berührt?

Die folgenden Tipps helfen euch bestimmt bei der Planung eures nächsten Grillabends:

 

Grillgut

Das Wichtigste zuerst: Das Grillgut! Ganz egal, ob man sich fleischhaltig oder vegetarisch ernährt, kommt es natürlich auch bei dem Grillgut auf die Inhaltsstoffe an. Während Fleisch und Gemüse an sich in ihrer Rohform glutenfrei sind, muss man bei verarbeiteten Produkten immer darauf achten, dass keine glutenhaltigen Zutaten enthalten sind. Tipps für den glutenfreien Einkauf und dazu, wie man Zutatenlisten „richtig liest“ habe ich hier für euch aufgeschrieben.

Auch wenn man es kaum glauben mag, können beispielsweise in Marinaden und Fertigprodukten immer Gluten enthalten sein. Ein Blick auf die Zutatenliste oder die Nachfrage beim Metzger eures Vertrauens darf daher nie fehlen!

Falls ihr eine Einladung zum Grillen von Freunden bekommen habt, bittet den Gastgeber doch darum, die Verpackungen nicht wegzuwerfen, so dass ihr einen Blick darauf werfen und so auf Nummer Sicher gehen könnt, ob die eingekauften Produkte glutenfrei sind. Wem es lieber ist, der kann natürlich auch seine eigenen Sachen mitbringen – sicher ist sicher!

 

Beilagen

Nicht nur beim Grillgut an sich, sondern auch bei den Beilagen muss darauf geachtet werden, ob diese glutenfrei sind. So müssen auch die Zutatenlisten bei Soßen, Kräuterbutter, Dips, Salaten, Fingerfood & Co. unter die Lupe genommen werden. Natürlich sollte auch an glutenfreies Brot gedacht werden – aus dem glutenfreien Baguette kann man wunderbar Kräuterbaguette selbstmachen! Einfach scheibenweise einschneiden, ein Stückchen Kräuterbutter hineingeben und aufbacken!

Hier findet ihr noch ganz viele Ratschläge für „glutenfreie“ Gastgeber, falls ihr noch auf der Suche nach Tipps seid, was man bei seinem glutenfreien Besuch und der Zubereitung von glutenfreien Gerichten beachten sollte.

 

Grillsoßen

Auch wenn viele der handelsüblichen Grillsoßen glutenfrei sind, gilt das selbstverständlich nicht pauschal für alle Soßen. Auch hier müssen die Zutatenlisten genau gelesen werden. Wenn keine glutenhaltigen Zutaten aufgeführt sind, die Soße „glutenfrei“ oder durch das Zeichen der durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet ist, kann sie verzehrt werden.

Auch bei Grillsoßen und Beilagen muss darauf geachtet werden, dass sie glutenfrei sind.

Grillrost

Auch bei der Zubereitung des Grillgutes muss streng darauf geachtet werden, dass die Speisen nicht kontaminiert werden. Ein Grillrost, auf dem bereits glutenhaltige Lebensmittel gegrillt oder auch Brot geröstet wurden, sind für Gäste mit Zöliakie oder Glutensensitivität nicht geeignet. Genauso wie alle anderen Utensilien und die Lebensmittel an sich muss dieser auch frei von Glutenspuren sein. In den kleinen Ecken des Rostes können immer Reste und somit Spuren von Gluten zurückbleiben – entgegen mancher Gerüchte verbrennt Gluten auch nicht durch die Hitze des Feuers und der Glut.

Natürlich kann niemand verlangen, dass für den glutenfreien Besuch ein neuer Grillrost parat steht – hier eignen sich separate Grillschalen wunderbar. Für den Notfall kann auch ein Stückchen Alufolie gute Dienste leisten, in dem man seine Leckereien sicher verpacken und auf den Grillrost legen kann.

 

Grillzange

Natürlich muss auch bei der Grillzange darauf geachtet werden, dass damit nicht parallel das glutenfreie und glutenhaltige Grillgut berührt werden darf. Hier kann es auch zu einer unbeabsichtigten Kontamination kommen, wenn gerade noch glutenhaltiges Grillgut gewendet wurde und dann die glutenfreien Sachen „angefasst“ werden. Bedeutet – immer separates Besteck verwenden!

Auch der Grillrost, die Grillzange und verwendetes Besteck müssen glutenfrei sein und dürfen nicht kontaminiert werden.

Bier

Es sei dahingestellt, ob Grillgut nun wirklich mit Bier abgelöscht werden muss. Jedoch sollte man beachten, dass das Ablöschen mit glutenhaltigem Bier dem glutenfreien Besuch einen Strich durch die Rechnung macht! Auch der kleinste Spritzer Bier reicht hier bereits aus, dass die Lebensmittel kontaminiert werden und somit nicht mehr essbar für Menschen sind, die auf Gluten verzichten müssen. Sollte der Grillmeister sich jedoch nicht davon abbringen lassen, sein Grillgut mit einem Schuss Bier abzulöschen, kann dafür glutenfreies Bier verwendet werden! Das findet ihr bereits in gut sortierten Supermärkten, im Getränkehandel eures Vertrauens oder in „glutenfreien Onlineshops“.

 

Ich hoffe, dass euch die Tipps bei der Planung eures nächsten Grillabends weiterhelfen werden! Wenn man weiß, worauf es ankommt und was es zu beachten gilt, kann man auch glutenfrei wunderbar schlemmen und genießen!

 

Eure Anna