AutorIn: Fabienne Engel von freiknuspern
Heute soll es um meine liebsten pflanzlichen Proteinquellen und mögliche Verwendungsmöglichkeiten gehen. Da ich mich nicht nur glutenfrei, sondern auch vegan ernähre, achte ich darauf, möglichst oft verschiedene pflanzliche Proteinquellen in meine Ernährung zu integrieren. Neben Kohlenhydraten und Fetten sind Proteine eine wichtige Nährstoffgruppe für den menschlichen Körper. Wichtiger Hinweis vorab: Ich bin keine ausgebildete Ernährungsberaterin, ich möchte euch einfach einen Einblick in meine tägliche Ernährung geben, ein paar Anwendungsbeispiele auflisten und euch etwas inspirieren. Solltet ihr vor der Umstellung auf eine glutenfreie und vegane Ernährung stehen, kann es sehr hilfreich sein, dies mit einem Facharzt und einem ausgebildeten Ernährungsberater/in durchzusprechen.
Glutenfreies Getreide & Pseudogetreide
Beginnen wir mit glutenfreiem Getreide und Pseudogetreidesorten. Dazu gehören zum Beispiel Amaranth, Quinoa, Hirse aber auch Reis oder glutenfreier Hafer. Vor meiner glutenfreien Ernährung kannte ich Amaranth und Quinoa nicht. Heute gehören sie zu den Rohstoffen, die ich besonders häufig und gerne in meine Ernährung integriere. Beides nutze ich zum Beispiel in gepuffter Form für das Frühstück oder auch zum Backen oder Zubereiten von schnellen Snacks.
Doch nicht nur gepuffter Quinoa kommt oft zum Einsatz: Ich verwende dieses Pseudogetreide auch gerne in gekochter Form für Salate, Bowls oder Gemüsebratlinge. Hirse ist für mich ein echter Allrounder geworden. Hirseflocken verwende ich gerne als für einen warmen Hirsebrei, ähnlich dem Porridge. Hirsekörner koche ich als Reis-Ersatz und bereite sie dann entweder süß (als eine Art Milchreis) oder herzhaft als Couscous-Ersatz zu. Glutenfreie Haferflocken verwende ich für das Frühstück, glutenfreies Hafermehl kommt beim Backen zum Einsatz und glutenfreie Hafermilch verwende ich gerne im Kaffee. Bei Pseudogetreide wie Hirse, Buchweizen, Quinoa und Amaranth solltet ihr übrigens ausschließlich glutenfrei deklarierte Produkte kaufen, da es ansonsten zu Kontaminationen im Verarbeitungsprozess kommen kann.
Hülsenfrüchte
Hülsenfrüchte sind ebenfalls eine tolle pflanzliche Proteinquelle. Am häufigsten verwende ich verschiedene Linsen, Bohnen und Kichererbsen. Doch auch Soja und Erbsen sind proteinreich. Die große Auswahl an verschiedenen Linsen und Bohnen wurde mir tatsächlich erst durch die vegane Ernährung bewusst. Denn wenn man mal etwas durch die entsprechenden Gänge in den Supermärkten und Biomärkten stöbert, gibt es hier wirklich eine großartige Auswahl. Rote und gelbe Linsen verwende ich gerne für Linsen Dal und Linsensuppe. Braune Linsen oder Tellerlinsen verwende ich für Linsen Eintöpfe, vegane Frikadellen oder Linsensalate.
Linsen sollten bei Zöliakie übrigens immer „durchsucht“ werden, um sicherzustellen, dass in der Packung nicht noch andere Rohstoffe, wie Getreidesorten, enthalten sind. Kidney Bohnen kommen bei mir klassischerweise im Chili sin Carne zum Einsatz, doch auch für Wraps und Burritos verwende ich sie gerne. Schwarze Bohnen nutze ich besonders gerne für vegane Frikadellen, vegane Rouladen oder vegane Bohnen-Dips. Doch auch für Eintöpfe kann man sie prima verwenden. Seit kurzem habe ich die weißen Riesenbohnen und Cannellinibohnen für mich entdeckt. Diese wandern besonders häufig in Eintöpfe oder Suppen. Ich verarbeite sie jedoch auch gerne zu Aufstrichen oder Hummus. Kichererbsen verwende ich als Mehl für veganes Rührei, Quiche oder herzhafte Pfannkuchen. Ich verarbeite sie zu Hummus und anderen Dips oder Aufstrichen. Ich röste sie aber auch gerne im Ofen als crunchy Snack oder als Topping für Bowls und Salate.
Soja nehme ich am liebsten als Sojajoghurt oder in Form von Tofu zu mir, da ich für diese beiden Lebensmittel die meisten Einsatzmöglichkeiten habe. Tofu verarbeite ich gerne in asiatischen Gerichten, Räuchertofu hingegen esse ich auch gerne mal auf dem Brot. Bei Tofu müsst ihr immer genau auf die Zutaten achten, da leider nicht jeder Tofu glutenfrei ist.