Hey, ich bin Zoe!

Dieser Blog ist unser glutenfreier Safe Space, wo ich meine Gedanken, Herausforderungen und Erfahrungen der letzten 10 Jahre mit dir teilen möchte. Ich freue mich sehr, dass du dabei bist, und hoffe, dass meine Erfahrungen dir helfen, deinen glutenfreien Alltag zu meistern.

Raus aus der glutenfreien Comfort-Zone!

Kaum brechen die ersten heißen Sommertage an, ist die Grillsaison eröffnet! Es gibt doch nichts Schöneres als mit seinen Herzensmenschen zusammen zu sitzen, die gemeinsame Zeit zu genießen und Erinnerungen zu schaffen, die von guten Gesprächen geprägt sind. Lass dir diese kleinen Alltagsmomente nicht entgehen, nur weil du Angst hast, dass du vom Grill nichts essen kannst. Wie in allen Lebenslagen ist die Vorbereitung das Wichtigste und mit meinen Tipps wird das Grillfest wunderschön werden, ohne dass du dich wie eine Extra-Nummer fühlen oder am Ende mit Bauchschmerzen im Bett liegen musst. Ich liebe es mittlerweile, zu diesen Get-Togethers zu gehen, und ich hoffe, dass ich dich mit meinen Tipps dazu ebenfalls ermutigen kann!

Glutenfreies Gedankenkarussell

Ich weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn das Gedankenkarussell losgeht: Ich bin die Extra-Nummer", Ich bin wieder die Komplizierte", Was ist, wenn neue Menschen da sind, die mich für komisch halten, weil ich nicht alles esse?", Ich dränge mich immer in den Mittelpunkt", Das wird so anstrengend, ich kann da doch eh nicht essen". Diese Gedanken sind völlig normal, und ich glaube, wir waren alle schon mal an dem Punkt, wo wir sie in einer solchen Situation verspürt haben. 

Der größte Pain Point, der uns beschäftigt, ist meist der hier: Ich möchte mit meinen Freunden grillen, bin aber der einzige Zöli und habe keinen moralischen Support. Also muss ich für mich selbst einstehen. Und oft fällt es uns schwerer für uns selbst einzustehen als für andere… Das musste ich auch schmerzhaft und über mehrere Jahre hinweg lernen. Deswegen möchte ich dir drei Dinge mit auf den Weg geben, die mir dabei geholfen haben in solchen Situationen für mich einzustehen:

1. Deine Freunde sind deine Freunde.

Wenn sie dich wirklich kennen und verstehen, wie es Freunde tun sollten, dann nehmen sie auch Rücksicht auf dich und deine Ernährung. Um Rücksicht und Verständnis zu bitten, sollte sich für dich nicht komisch anfühlen, sonst sind es vermutlich nicht die richtigen Freunde für dich.

2. Lerne, für dich selbst einzustehen.

Warum? Weil du dich selbst gerne hast. Stell dir vor, wie du für deine Herzensmenschen argumentierst, dich in schwierigen Situationen vor sie stellst, sie beschützt und für ihre Rechte einsetzt. Warum solltest du das nicht für dich selbst tun? Du hast es verdient, dass du dich um dich selbst und deine Gesundheit bemühst. Und nochmal: Wenn es wirklich deine Freunde sind, dann wollen sie ebenfalls, dass es dir gut geht und du gesund bleibst.

3. Hol dir moralischen Support in der Zöli-Community.

In den sozialen Netzwerken, bei uns auf der Schär-Seite oder bei den Content Creatorinnen auf Instagram werden deine Probleme, Sorgen und Ängste gehört, ernst genommen und verstanden. Wir alle haben mit ähnlichen Alltagssituationen zu kämpfen und können uns gegenseitig unterstützen und darüber austauschen.

Damit du neben dem richtigen Mindset auch alle möglichen Glutenfallen auf dem Schirm hast, findest du im folgenden Abschnitt fünf klassische Glutenfallen beim Grillen, die mir schon über den Weg gelaufen sind.

Glutenfallen und wie du sie vermeidest

1. Gluten verbrennt nicht

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Gluten verbrennt. Das stimmt nicht! Gluten verbrennt nicht. Daher ist es wichtig, Kreuzkontamination durch einen unsauberen Grill zu vermeiden. Am besten ist es, einen Grill zu verwenden, auf dem immer nur glutenfrei gegrillt wird. Falls auch glutenhaltige Speisen auf diesem Grill gegrillt
werden, solltest du dir eine extra Aluminiumschalen oder wiederverwendbare Grillschalen besorgen und dein glutenfreies Grillgut nur darauf grillen.

2. Bei einem Mischgrill nur eine Zange und ein Gefäß verwenden

Ein häufiges Problem beim gemischten Grillen ist die Verwendung derselben Zange und Gefäße. Dies führt immer dazu, dass glutenhaltige Grillreste an deinem
glutenfreien Grillgut landen. Stelle daher sicher, dass für deine glutenfreien Lebensmittel separate Zangen und Gefäße verwendet werden, damit deine Produkte
vom Grill bis zu deinem Teller sicher vor Spuren sind.

3. Mit Bier ablöschen

Ablöschen mit Bier? Auf gar keinen Fall! Es sei denn, es handelt sich um glutenfreies Bier. In unserer Familie wird generell nicht mehr abgelöscht, das gilt aber natürlich
nicht für jeden. Stelle daher einfach sicher, dass kein glutenhaltiges Bier zum Ablöschen verwendet wird, um am Ende nicht von einem heftigen Glutenunfall überrascht zu werden.

4. Marinaden für Fleisch oder Zutaten von Ersatzprodukten nicht checken

Die Industrie nutzt oft Gerste oder Weizen in ihren Rezepturen, vor allem weil diese Rohstoffe günstiger als andere sind. Fleischalternativen sind oft auf Weizenbasis oder enthalten andere glutenhaltige Stoffe, um bestimmte Texturen zu erreichen. Daher solltest du bei jedem Produkt, das auf den Grill kommt, immer die Zutaten checken. So kannst du auch feststellen, ob ihr glutenfrei grillt oder ob auch glutenhaltige Sachen gegrillt werden. In diesem Fall müssen die Grill-Beauftragten natürlich noch mehr auf eine mögliche Kreuzkontamination achten.

5. Nur die Zutatenliste vom Grillgut lesen

Gluten versteckt sich nahezu überall. Auf dem Tisch sind Burgerbrötchen, Baguette und Nudelsalat - vielleicht die offensichtlichsten Glutenfallen. Aber wusstest du, dass
sich vor allem auch in Grillsoßen Gluten versteckt? Es gibt nahezu zu jeder Sauce eine Alternative ohne Gluten. Oft ist in Currysoße, Cocktailsoße, Barbecuesoße und
süß-saurer Soße so etwas wie Gerstenmalz enthalten. Schau daher im Vorfeld nach deiner Lieblingssoße und bring dir vielleicht deine eigene mit, um nicht negativ überrascht zu werden, weil deine Freunde genau die Soßen gegriffen haben, die alle Gluten enthalten.

Let’s get this Grillparty started!

Ich hoffe, du konntest aus diesem Blogpost viele neue Tipps und Tricks für deinen glutenfreien Grillabend mitnehmen. Wichtig ist eigentlich nur, dass du mit dem richtigen
Mindset an die ganze Sache rangehst. Du bist keine Extra-Nummer und deine Freunde wissen und verstehen das auch! Denn du machst das ja alles nicht aus Spaß an der Freude oder weil du Aufmerksamkeit möchtest, sondern weil dir deine Gesundheit und ein unbeschwertes Leben wichtig sind. Wenn du dann noch die wichtigsten Glutenfallen und Risiken bei der Kreuzkontamination kennst, kann eigentlich nichts mehr schief gehen! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Grillen!

Falls du noch mehr Fragen rund um die Themen aus dem Blogpost oder zum Umgang mit der Zöliakie im Alltag hast, schreib mir einfach beim Schär Instagram Account
(@schaer_glutenfrei). Wir lesen uns dann im nächsten Blogpost wieder! Und ich muss mich jetzt verabschieden, da ich noch einen glutenfreien Nudelsalat für eine Grillparty vorbereiten muss.

Deine Zoe!