Ist Sorghum glutenfrei?
Dürfen wir vorstellen: dein neues Lieblingsgetreide Sorghum. Vielseitig und vollgepackt mit Nährstoffen bietet es dir alles, was du dir von einem glutenfreien Getreide wünschst.
Du wusstest es vielleicht noch nicht, aber Sorghum ist das am dritthäufigsten produzierte glutenfreie Getreide der Welt und das am fünfthäufigsten produzierte insgesamt. Während es in seiner Heimat Afrika und Asien sehr beliebt ist, hat es die Lebensmittelszene anderswo noch nicht vollständig erobert. Doch das könnte sich bald ändern. Denn dieses kleine Korn ist nicht nur prall gefüllt mit wichtigen Nährstoffen, sondern auch unglaublich vielseitig und bietet Abwechslung in Form von neuen Geschmacksrichtungen und Texturen. Hier erfährst du alles, was du rund um dieses uralte Getreide wissen musst.
Was ist Sorghum?
Sorghum ist der gebräuchlichste Name für das essbare Korn der Getreideart Sorghum bicolor. Je nachdem, wo auf der Welt du gerade bist, ist es auch als große Hirse, Milo, indische Hirse, Durra, Schalu, Guinea-Mais (Westafrika), Kaoliang (China) oder Jowar, Cholam oder Jonna (Indien) bekannt.
Man geht davon aus, dass Sorghum ursprünglich vor etwa 8.000 Jahren in Afrika kultiviert wurde und seit mindestens 4.000 Jahren in Asien angebaut wird. Es ist eine äußerst wertvolle Nahrungsquelle, wird jedoch auch zur Herstellung von Tierfutter, Ethanol sowie Besen und Bürsten angebaut. Heutzutage ist es in verschiedenen Teilen Afrikas und Mittelamerikas, in Australien, China, Indien und Mexiko ein Grundnahrungsmittel.
Die weltweite Beliebtheit von Sorghum erklärt sich durch seine Widerstandsfähigkeit: Dank der dicken Schale übersteht es Trockenheit und extreme Hitze. Es benötigt weniger Wasser und Dünger als andere Getreidearten. Sorghum ist deshalb nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch günstiger für den Endverbraucher.
Ist Sorghum glutenfrei?
Sorghum ist von Natur aus glutenfrei. Dies und die Tatsache, dass es reich an Ballaststoffen, Proteinen, Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien ist, macht es zur perfekten Ergänzung für jede glutenfreie Ernährung.
Wie sieht Sorghum aus?
Sorghum-Körner sind klein und rund. Sie sind in der Regel weiß oder gelblich gefärbt, können aber je nach Sorte auch rot, violett, braun oder schwarz sein. Im Allgemeinen behalten die Körner beim Kochen ihre Form, werden aber weicher, je länger sie gekocht werden.
Sorghum wird in der Regel als Vollkornsorghum oder Perlsorghum – bei dem die dicke äußere Schale entfernt wurde – verkauft, kann aber auch in Flockenform, wie Haferflocken, angeboten werden.
Sorghumsorten
Es gibt verschiedene Sorten Sorghum, die alle eine eigene Farbe und einen spezifischen Nährwert haben. Zu den wichtigsten, für den menschlichen Verzehr geeigneten Sorten, gehören:
Weißes Sorghum
Ist die am häufigsten konsumierte Sorghumsorte und wird am häufigsten zur Herstellung von Sorghummehl verwendet.
Wachssorghum
Ist weiß oder bordeauxrot und hat eine dünnere Kleieschicht als andere Sorten. Es eignet sich besonders gut zur Verbesserung der Textur von glutenfreiem Brot.
Sumachsorghum
Ist besonders reich an Antioxidantien, es hat sogar einen höheren Antioxidantiengehalt als Heidelbeeren und Granatäpfel.
Burgundersorghum
Hat den zweithöchsten Gehalt an Antioxidantien, die denen des Rotweins sehr ähnlich sind.
Schwarzes Sorghum
Hat einen ähnlich hohen Gehalt an Antioxidantien wie Burgundersorghum und ist reich an sekundären Pflanzenstoffen. Der milde, süße Geschmack macht Schwarzes Sorghum zu einer beliebten Zutat in glutenfreien Schokoladenkeksen, Brownies und Kuchen.
Süßes Sorghum
Ist eine etwas andere Pflanzenart als die anderen Sorghumsorten. Sie wird wegen ihrer Stängel und nicht wegen ihrer Körner geerntet, die zur Herstellung von Sorghumsirup gepresst werden.