AutorIn: Fabienne Engel von freiknuspern 

Mitten in der Advents- und Vorweihnachtszeit angekommen, dreht sich natürlich alles um das erfolgreiche Plätzchenbacken! Im heutigen Artikel zum #FoodFactFriday geht es daher um das glutenfreie Plätzchen-1x1.

Darauf kommt es beim erfolgreichen glutenfreien Plätzchenbacken an

Im Grunde sind die glutenfreien Backtipps für Plätzchen den allgemeinen Tipps für das glutenfreie Backen recht ähnlich. Einige grundlegende Hinweise dazu findest du hier: Mix It – Allzweckmehl.

Allen voran gilt: Neben einem geeigneten glutenfreien Mehl benötigst du oft auch ein Bindemittel, um die optimale Teigkonsistenz zu erreichen. Dazu gehören beispielsweise Flohsamenschalen, Xanthan, Chiasamen oder Leinsamen – die letzten beiden können gleichzeitig auch als Ei-Ersatz beim veganen Backen verwendet werden.

Zusätzlich gibt es jedoch einige spezifische Tipps, die beim Plätzchenbacken besonders wichtig sind:

1. Kürzere Backzeit beachten

Plätzchen haben ohnehin eine relativ kurze Backzeit. Doch bei manchen glutenfreien Plätzchen habe ich die Erfahrung gemacht, dass bereits 1–2 Minuten einen großen Unterschied machen können. Beobachte die Plätzchen daher am besten ständig im Ofen, damit du sie frühzeitig herausnehmen kannst und sie nicht verbrennen – das gilt insbesondere für Ausstechplätzchen.

2. Plätzchen vollständig auf dem Blech abkühlen lassen

Es ist allgemein bekannt, dass Gebäck wie Kekse, Plätzchen oder auch Kuchen (z. B. Cheesecake) erst nach dem Abkühlen ihre optimale Konsistenz erreichen. Das gilt natürlich auch für Plätzchen! Lass sie daher vollständig auf dem Blech abkühlen, bevor du sie vorsichtig vom Backpapier löst und weiterverarbeitest (z. B. dekorierst).

3. Silikonmatte verwenden

Viele der beliebtesten Plätzchenrezepte bestehen aus Ausstechplätzchen. Hierbei wird der Teig dünn ausgerollt und anschließend mit verschiedenen Ausstechformen bearbeitet. Damit sich der Teig gut ausrollen lässt und die ausgestochenen Motive leicht anzuheben sind, empfehle ich die Verwendung einer Silikonmatte. Im Gegensatz zu einer normalen Arbeitsfläche bleibt der Teig darauf nicht stark kleben, und es wird meist kein zusätzliches glutenfreies Mehl benötigt. So bleibt der Teig geschmeidig und wird nicht zu trocken oder bröselig.

4. Kühlzeiten beachten

Viele klassische Plätzchenteige werden ausgestochen oder zu bestimmten Formen weiterverarbeitet (z. B. Kipferl). Damit der Teig nicht zu weich wird, ist es wichtig, ihn zu kühlen. Da viele Plätzchenteige mit Butter (oder einer Butteralternative) zubereitet werden, sorgt die Kühlung dafür, dass die Butter fest wird, der Teig formbarer wird und sich leichter verarbeiten lässt.

5. Die richtige Lagerung

Traditionell werden Plätzchen in typischen Blechdosen gelagert. Ich nutze diese Dosen jedoch nicht für jedes Rezept, da manche Plätzchen im Kühlschrank besser aufgehoben sind (z. B. Crinkle Cookies). Falls du dich für die Lagerung in Blechdosen entscheidest, achte darauf, sie an einem kühlen Ort zu platzieren – nicht in einem beheizten Wohnzimmer. Andernfalls kann die Butter in den Teigen zu weich werden, was die Konsistenz der Plätzchen negativ beeinflussen könnte. Für Plätzchen, die schneller austrocknen (wie glutenfreie Kokosmakronen), hilft es, eine Apfelscheibe mit in die Dose zu legen. Diese sollte jedoch regelmäßig gewechselt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Meiner Erfahrung nach halten sich die meisten glutenfreien Plätzchen auch ohne Apfelscheibe lange frisch und können über die gesamte Adventszeit hinweg genossen werden.

Plätzchen, die sich leicht glutenfrei umsetzen lassen

Das Gute ist, dass einige traditionelle Plätzchenrezepte mit minimalen Anpassungen glutenfrei zubereitet werden können. Oft handelt es sich dabei um Rezepte, die von Natur aus glutenfrei sind oder nur wenig Mehl enthalten, das sich leicht durch glutenfreies Mehl ersetzen lässt. Überprüfe dennoch jedes Rezept sorgfältig, um sicherzugehen, dass keine glutenhaltigen Zutaten enthalten sind.

  • Kokosmakronen

    Die meisten Kokosmakronen-Rezepte kommen ohne Mehl aus. Falls Mehl enthalten ist, lässt es sich in der Regel problemlos durch glutenfreies Mehl ersetzen. Makronen werden traditionell mit Oblaten gebacken, die normalerweise nicht glutenfrei sind. Du kannst die Oblaten jedoch weglassen oder glutenfreie Alternativen verwenden.

  • Frankfurter Bethmännchen

    Viele Rezepte für Frankfurter Bethmännchen kommen ebenfalls ohne Mehl aus oder enthalten nur geringe Mengen, die sich leicht ersetzen lassen. Dank des enthaltenen Marzipans bleiben sie saftig und haben eine stabile Konsistenz.

  • Florentiner

    Florentiner sind klassische Plätzchen, die häufig von Natur aus glutenfrei sind, da sie kein Mehl enthalten. Der Teig besteht in der Regel aus gehobelten Mandeln, Sahne und Honig.

  • Zimtsterne

    Auch Zimtsterne kommen traditionell ohne Mehl aus. Sie werden mit gemahlenen Mandeln zubereitet. Sollte ein Rezept Mehl enthalten, ist die Menge meist so gering, dass sie leicht ersetzt werden kann.

Bei Schär findest du eine große Auswahl an glutenfreien Plätzchenrezepten. Stöbere doch einmal durch das umfangreiche Rezeptarchiv zum Thema Weihnachten!

Ich wünsche dir ein wunderbares zweites Adventswochenende und viel Spaß beim glutenfreien Plätzchenbacken!

Deine Fabienne

Meine absoluten Lieblingsrezepte für Weihnachten

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