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Mittlerweile besteht die Maisterwerk-Community aus vielen wunderbaren Menschen und ich darf mit so großartigen Partnern wie Schär zusammenarbeiten. Hätte mir am Anfang meiner Diagnose jemand gesagt, dass ich mal mit Schär zusammenarbeiten würde, hätte ich das vermutlich nicht geglaubt!

Anlässlich des Zöliakie-Monats Mai hat Schär mir zehn Fragen rund um meinen glutenfreien Alltag und meine Zöliakie gestellt. Was TikTok, Kartoffelbrei und Partys damit zu tun haben, erfährst du in diesem Artikel.

1.Seit wann lebst du glutenfrei?

Seit 2014. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das schon echt lange her. Damals ging ich mit meinen Beschwerden zu meiner Hausärztin und nach ein paar Untersuchungen war schnell klar, was das Problem war. Von einem Tag auf den anderen habe ich dann meine Ernährung umgestellt.

2. Was waren deine ersten Symptome?

Wie bei vielen Zölis war auch mein Weg bis zur Diagnose lang und schmerzhaft. Ich war schon immer, auch als ich noch ganz klein war, ein Bauchwehkind. Und das war tatsächlich auch eines meiner ersten Symptome. 2014 wurden meine Bauchschmerzen dann immer schlimmer. Nach einem Teller Nudeln zum Mittagessen konnte ich nicht mehr normal vom Esstisch aufstehen, sondern bin immer gebückt vor lauter Krämpfen gelaufen. Irgendwann hatte ich nach jeder Mahlzeit solche Probleme, dass ich gar nichts mehr essen mochte. Durch den Bluttest beim Arzt stellte sich heraus, dass ich ebenfalls auf andere Lebensmittel wie Soja, Paprika oder Senf sehr stark reagierte. Diese Allergien sind zum Glück durch eine strikte Ernährung nach etwa einem Jahr wieder verschwunden. Heute machen mir "nur" noch Laktose und Gluten Probleme.

3. Welche Möglichkeit hat sich für dich durch die Zöliakie ergeben?

Dank meiner Zöliakie befasse ich mich eigentlich 24/7 mit meiner Ernährung. Das gibt mir die Möglichkeit, mich im Alltag viel bewusster und gesünder zu ernähren. Ich kann mir eben nicht einfach ein Fertiggericht aus dem Kühlregal kaufen oder eine Pizza liefern lassen. Dadurch habe ich aber auch gelernt, viele dieser Lebensmittel selbst herzustellen. Mit der Zeit wird man da echt kreativ und lernt das glutenfreie Backen lieben! Und mit den verschiedenen Mehlmixen von Schär hat bisher auch jedes meiner Rezepte super funktioniert.

Außerdem bin ich unfassbar dankbar, dass ich dank meiner Zöliakie vor etwa einem Jahr mit „Maisterwerk“ angefangen habe. Ich habe gemerkt, dass für mich viele Dinge im glutenfreien Alltag selbstverständlich geworden sind, die für Neubetroffene noch komplettes Neuland waren. Gleichzeitig hatte ich aber auch das Gefühl, dass es immer noch zu wenig Aufklärung gibt. Egal, ob es die Kellnerin ist, die nicht über die Allergene im Restaurant Bescheid weiß, die Freundin, die mich fragt, ob Dinkel glutenfrei ist, oder eine Party, bei der es kein glutenfreies Essen gibt. Daher teile ich auf meinen Kanälen nicht nur Einblicke aus meinem glutenfreien Alltag, sondern auch Tipps, Tricks und Infos rund um die glutenfreie Ernährung. Dabei tut mir vor allem der Austausch mit meiner Community und anderen Creator*innen sehr gut. Denn es hilft manchmal echt zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist!

4. Über welche Geste oder Reaktion aus deinem Umfeld hast du dich am meisten gefreut?

Da könnte ich echt viele aufzählen. Seitdem ich so offen mit meiner Zöliakie umgehe, beschäftigt sich auch mein Umfeld sehr damit. Ich freue mich da echt immer über jede Kleinigkeit, die mir zeigt, dass mich die andere Person ernst nimmt. Meine Freundinnen schicken mir zum Beispiel regelmäßig Fotos, wenn sie neue glutenfreie Produkte entdeckt haben. Ich freue mich auch immer sehr, wenn mir die Oma meines Partners einen glutenfreien Kuchen backt. Oder wenn meine Eltern glutenfreie Produkte in ihrem Vorratsschrank haben. Besonders freue ich mich aber über den Support meines Partners. In unserem Alltag nimmt er immer sehr viel Rücksicht auf mich. Egal, ob es der Anruf im Restaurant, das Checken von Zutatenlisten im Supermarkt oder das Händewaschen nach einem glutenhaltigen Essen ist. Ich weiß, dass ich mich immer auf ihn verlassen kann.

5. Ohne welches Produkt gehst du nicht aus dem Haus?

Ich gehe nie ohne einen Snack aus dem Haus, denn leider weiß ich nie, ob ich spontan etwas Glutenfreies zu essen finde. Und da Hunger ja bekanntlich böse macht, habe ich immer einen Notfallsnack dabei. Und das ist meistens der Melto, denn der passt in nahezu jede Handtasche von mir. Ich mag den Geschmack und auch die Konsistenz sehr! Da ist es für mich dann auch nicht schlimm, wenn alle anderen zum Beispiel Waffeln essen, denn ich habe ja auch etwas Leckeres zum Snacken dabei!

6. Was ist dein Lieblingsgericht?

Als Küstenkind liebe ich eigentlich alles mit Fisch. Dazu dann noch Kartoffelstampf oder ein anderes Püree, saisonales Gemüse und eine richtig leckere Sauce, und ich bin happy! Ich liebe Saucen sowieso über alles.

7. Welches Produkt hast du immer im Vorratsschrank?

Das sind bei mir auf jeden Fall die Ciabatta-Brötchen von Schär. Die gibt es bei mir meistens am Wochenende zum Frühstück. Mein Partner macht uns dazu dann oft noch ein Rührei und Balsamico-Pilze. Aber auch abends zu einem leckeren Ofenkäse oder als Travel-Snack kann ich die Brötchen sehr empfehlen. Von der Luftigkeit und vom Geschmack her sind das definitiv meine liebsten glutenfreien Brötchen.

8. Was fällt dir im glutenfreien Alltag besonders leicht?

Tatsächlich fällt es mir im normalen Alltag relativ leicht, mich an meine glutenfreie Ernährung zu halten. Wir schreiben meistens einen Essensplan für die Woche, sodass ich beim Einkaufen genau weiß, welche Produkte ich kaufen möchte. Mittlerweile habe ich meine festen Standardprodukte und bei Produktneuheiten überprüfe ich immer die Zutatenliste. Außerdem gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt viele glutenfreie und zufällig glutenfreie Produkte. 2014 sah das noch ganz anders aus! Da wir regelmäßig vorkochen, habe ich auch im oft stressigen Alltag immer etwas Glutenfreies zur Hand. Kompliziert wird es nur dann, wenn Partys, Konzerte, Urlaube oder berufliche Reisen anstehen - also alles, was aus dem normalen und planbaren Alltag herausfällt.

9. Kochen, bestellen oder essen gehen?

Ich liebe es, Essen zu gehen! Egal, ob mit meinem Freund, meiner Familie oder meinen Freunden. Das ist für mich ein Luxus, auf den ich nicht verzichten möchte. Ich verstehe, dass sich viele Zölis aus Angst vor einem Glutenunfall nicht ins Restaurant trauen, besonders wenn die Diagnose noch nicht lange zurückliegt. Auch ich mache mir bei Restaurants, in denen ich noch nicht war, meine Gedanken. Glücklicherweise kenne ich in meiner Heimatstadt mittlerweile viele glutenfreie Restaurants und auch einige Cafés, in denen ich bedenkenlos essen kann.

10. Was möchtest du in deinem glutenfreien Alltag noch besser machen?

Mich bei sozialen Ereignissen weniger von meiner Zöliakie einschränken lassen. Bei mir stehen aktuell viele berufliche Reisen an. Neue Städte, Übernachtungen in Hotels, lange Reisetage und große Events stellen mich da echt auf die Probe. Außerdem steht im Freundeskreis eine Hochzeit an. Damit am Ende alles gut funktioniert, muss ich viel planen und telefonieren, was manchmal wirklich anstrengend sein kann. Aber am Ende weiß ich ja, worauf ich achten muss, welche Fragen ich stellen sollte und was ich an Verpflegung mitnehmen kann. Und am Ende des Tages wächst man an den eigenen Herausforderungen.
 

Ich hoffe, dass du aus diesem Artikel einiges für dich und deinen glutenfreien Alltag mitnehmen konntest. Hast du Lust auf noch mehr glutenfreien Content? Dann schau gerne auf meinen Social-Media-Kanälen vorbei!

TikTok: maisterwerk | Instagram: dasmaisterwerk

Alles Liebe,

Lynn