Ist Sauerteigbrot glutenfrei?
Sauerteig ist eine der ältesten Formen der Getreidegärung: Die Verwendung eines Sauerteigstarters zur Herstellung von Brot geht fast 6.000 Jahre zurück. Und gerade in den letzten Jahren hat dieses langsam fermentierte Brot eine regelrechte Renaissance erlebt. Sauerteigbrote stehen auf den Speisekarten angesagter Restaurants und die Kultivierung von Sauerteigstartern ist zu einem der am schnellsten wachsenden Hobbys von Menschen auf der ganzen Welt geworden.
Obwohl die gesundheitlichen Vorteile von Sauerteigbrot inzwischen bekannt sind, ist weniger darüber bekannt, wie es sich in eine glutenfreie Ernährung integrieren lässt. Hier erfährst du mehr darüber, ob Sauerteig glutenfrei ist, ob man glutenfreien Sauerteig herstellen kann und wie Sauerteigbrot und Zöliakie zusammenpassen.
Was ist ein Sauerteigstarter?
Ein Sauerteigstarter ist eine Kultur aus wilden Hefen und Milchsäurebakterien – sogenannten „guten“ Bakterien – die aus Mehl und Wasser hergestellt wird und etwa sieben Tage lang gärt. Anschließend wird ein kleiner Teil des Starters entnommen und mit Brotmehl und Wasser gemischt, um damit Sauerteigbrot herzustellen. Der entnommene Teil des Starters lässt Zucker und Kohlenhydrate in der Teigmischung fermentieren, so dass das Brot aufgehen kann.
Ein einmal hergestellter Sauerteigstarter muss durch regelmäßige „Fütterung“ mit Mehl und Wasser am Leben erhalten werden. Auf diese Weise bleibt er aktiv und du kannst dich über eine Basis für deinen Sauerteig freuen, die Monate oder sogar Jahre hält.
Dadurch, dass Sauerteig aus einer Kultur lebender Hefe und nicht aus handelsüblicher Trockenhefe hergestellt wird, braucht das Brot länger zum Gären und Aufgehen als andere Brotsorten. Dies ist jedoch auch der Grund für den charakteristischen Geschmack, die Textur und die längere Haltbarkeit von Sauerteigbroten.