AutorIn: Fabienne Engel von freiknuspern 

Quinoa zählt zu den Pseudogetreidesorten und war mir bis vor meinen Unverträglichkeiten ehrlich gesagt überhaupt kein Begriff. Als Pseudogetreide werden die Körner von Pflanzen bezeichnet, die nicht zu den gängigen Getreidearten zählen, aber ähnlich wie Getreide verwendet werden können. Dazu gehören neben dem Quinoa auch Amaranth und Buchweizen.

Was ist eigentlich Quinoa?

Quinoa gehört zu der Gattung der Gänsefußgewächsen und wird auch oft als Inkakorn oder Perureis bezeichnet. Die Mutterpflanze der Quinoakörner ist die Reismelde. Quinoa kann auf nährstoffarmen Böden angebaut werden und ist Trockenheit und Hitze gegenüber recht unempfindlich. Der Ursprung der Quinoapflanze liegt in den Anden Südamerikas, dort kann er auch in Höhen von über 4000 m angebaut werden. Seit vielen Jahren zählt Quinoa deshalb auch als Grundnahrungsmittel in den Anden. Mittlerweile wird er jedoch auch in unseren Regionen angebaut.

Quinoa ist ein sehr nährstoffreiches Lebensmittel. So gilt er zum Beispiel als eiweißreich, soll aber auch Kupfer, Zink und Magnesium enthalten. Verglichen mit anderen Getreide- und Pseudogetreidearten, enthält er mehr Ballaststoffe und auch essenzielle Aminosäuren sowie ungesättigte Fettsäuren. 

Wichtiger Hinweis

Wenn du von Zöliakie betroffen bist, solltest du Quinoa entweder ausschließlich glutenfrei" deklariert kaufen, oder den Packungsinhalt sehr genau durchschauen, ähnlich wie das auch bei Linsen der Fall ist. Denn durch Anbau und Verpackungsabwicklungen können sich bei Quinoa glutenhaltige Getreidesorten in die Packungen verirren. Daher solltest du auch bei anderen Produkten, in denen Quinoa weiterverarbeitet wird, immer auf die glutenfreie Deklaration achten. Dazu zählt gepuffter Quinoa, Quinoaflocken, Quinoamehl etc. 

Die Quinoakörner sollten vor dem Kochen übrigens auch immer gut gewaschen werden, da sie einige Bitterstoffe enthalten .Im Vergleich mit Reis brauchen sie beim Kochen oft mehr Wasser, da sie währenddessen stark aufquellen.

Wie verwende ich Quinoa am liebsten?

Ich verwende Quinoa tatsächlich ähnlich wie Reis und Hirse. Wenn es nicht gerade gebratenes Gemüse dazu gibt, verwende ich Quinoa gerne auch als Basis für Salate, Bowls oder als Füllung für Wraps. Auch Bratlinge lassen sich daraus wunderbar zubereiten. Doch neben den herzhaften Rezeptmöglichkeiten, kann Quinoa auch sehr gut in süßen Variante verarbeitet werden. Ich habe zum Beispiel schon Zimt oder Vanille unter den gekochten Quinoa gerührt und ihn dann mit einer Joghurtalternative oder Fruchtkompott als süße Nachspeise gegessen. 

Häufiger als den klassischen Quinoa verwende ich aber tatsächlich gepufften Quinoa! Das ist als Zutat nicht mehr aus meinem Back- und Snackschrank wegzudenken. Ich gebe gepufften Quinoa nicht nur super gerne über mein Frühstück, sondern bereite damit auch wöchentlich mein selbstgemachtes Granola zu. Zum Backen oder für No Bake Snacks eignet sich gepuffter Quinoa auch wunderbar. Ich verwende ihn in Kombination mit veganer Schokolade oder veganer Butter zum Beispiel gerne als Boden für No Bake Kuchenrezepte im Sommer. 

Seit kurzem habe ich auch immer öfter Quinoaflocken zuhause. Ich ergänze meinen Porridge aus glutenfreien Haferflocken aktuell gerne damit. 

Ob in gepuffter Form, als Mehl oder klassisch - Quinoa ist ein sehr leckeres und vielseitiges Basis-Lebensmittel in meinem Vorratsschrank geworden. Dank meiner Unverträglichkeiten habe ich Quinoa kennengelernt und verwende ihn seither gerne und regelmäßig.

Deine Fabienne

 

Ein Lieblingsrezept mit Quinoa:

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Quinoa Wraps

servings 2 personen
time 15-20 min