Milchallergie und Laktoseintoleranz

Milchallergie und Laktoseintoleranz

Leben ohne Milch!

Die Zahl der Menschen, die Probleme mit Milch und Milchprodukten haben, steigt ständig an. Die Begriffe Milchallergie und Laktoseintoleranz werden sehr oft missverstanden oder gleichgesetzt. Wir erklären den Unterschied.

Milchallergie oder Laktoseintoleranz?

Article42_Babyflasche mit Milch auf Handtuch

Während die Intoleranz stärker verbreitet ist und meist im Erwachsenenalter auftritt, ist die Milchallergie seltener und typisch für Säuglinge und Kleinkinder. Bei der Intoleranz handelt es sich um einen Enzymmangel. Der Organismus kann den in der Milch enthaltenen Milchzucker, die Laktose, nicht verarbeiten.

Für die Verdauung braucht der menschliche Körper das Enzym Laktase. Ohne Laktase bleibt der Milchzucker unverdaut im Darm und regt die Bildung von Bakterien an. Typische Symptome sind ein unnatürliches Durstgefühl, Durchfall und Blähungen. Reagieren Kleinkinder negativ auf Milch, so ist das meist auf eine Allergie zurückzuführen. Verantwortlich für die allergische Reaktion sind die Proteine der Muttermilch, wie z.B. das Kasein. Im Unterschied zur Laktosenintoleranz bei Kindern treten die Symptome bei der Milchallergie sehr schnell nach der Nahrungsaufnahme auf. Neben Durchfall und Blähungen sind typische Symptome juckende Ekzeme, Nesselfieber, Asthma, Atypische Dermatitis und in schlimmen Fällen ein anaphylaktischer Schock, der zum Herzstillstand führen kann. Die Allergie ist meist mit dem 10. Lebensjahr überwunden.

Article42_Frau mag keine Milch 2

Nach dem ersten Lebensjahr sinkt die Wichtigkeit der Milch als Nahrungsmittel, die Bildung von Laktase im Darm geht nach einem genetisch vorgesehenen Schema zurück. Im Extremfall verlernt der Darm, Laktase zu produzieren, weshalb Erwachsene eine Intoleranz gegen Milch entwickeln können.

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