Als mein Sohn Louis eingeschult wurde, hatte ich unzählige Gedanken im Kopf. Was ist, wenn jemand in seine Brotdose greift? Was passiert bei Geburtstagsfeiern? Wird die Lehrkraft an alles denken? Vielleicht kennst du genau diese Gedanken gerade auch.

Heute liegen bereits drei Grundschuljahre hinter uns. Und wenn ich dir eine Sache mit auf den Weg geben dürfte, dann diese: Ja, es wird Herausforderungen geben. Gleichzeitig wirst du merken, dass ihr als Familie mit jeder Situation ein Stück sicherer werdet. Genau deshalb möchte ich dir heute Mut machen und zeigen, wie ein glutenfreier Schulstart entspannt gelingen kann.

Falls wir uns noch nicht kennen: Ich bin Aurélie Caudy, Ernährungsberaterin, Gründerin von It's gluten free, baby und der Gluten-Free Power Akademie. Seit der Zöliakie-Diagnose meines Sohnes begleite ich Familien dabei, den glutenfreien Alltag leichter und entspannter zu gestalten. Auf meinem Instagram-Kanal teile ich täglich unseren Familienalltag, Brotdosen-Inspirationen, Rezepte und praktische Tipps, die sich im echten Leben bewährt haben. Denn ich wünsche mir, dass keine Familie das Gefühl hat, diesen Weg alleine gehen zu müssen.

Der wichtigste Schritt beginnt bei uns Eltern

Ich glaube, wir Eltern machen uns häufig viel mehr Gedanken als unsere Kinder. Das ist völlig verständlich – schließlich möchten wir sie beschützen. Was ich in den vergangenen Jahren gelernt habe: Unsere Kinder übernehmen ganz viel von unserer Haltung. Wenn wir ihnen vermitteln: „Wir schaffen das gemeinsam.“, dann gibt ihnen das Sicherheit. Deshalb lohnt es sich, sich einmal selbst zu fragen: „Was macht mir eigentlich genau Angst?“ Oft steckt hinter einer großen Sorge eine ganz konkrete Situation. Und für die allermeisten Situationen gibt es eine Lösung. Allein dieses Wissen hat mir damals unglaublich geholfen.

Sprich mit deinem Kind

Frag nicht nur dich selbst, sondern auch dein Kind. 

Worauf freut es sich?
Gibt es etwas, das ihm Sorgen macht?

Manchmal sind es ganz andere Themen als die, über die wir Erwachsenen nachdenken. Diese Gespräche geben euch beiden Sicherheit und zeigen deinem Kind, dass ihr als Team durch diese neue Zeit geht.

Vorbereitung schenkt Gelassenheit

Ich bin ein großer Fan davon, mich gut vorzubereiten. Nicht, weil alles perfekt laufen muss, sondern weil Vorbereitung unglaublich viel Druck herausnimmt. Eine meiner besten Entscheidungen war unsere glutenfreie Snackbox. Eine kleine Box mit Lieblingssnacks, die dauerhaft in der Schule bleibt. Geht dein Kind zusätzlich in die Betreuung, empfehle ich auch dort eine zweite Box.

Mein Tipp: Pack nicht nur bekannte Lieblingssnacks hinein. Lege auch immer wieder etwas Neues dazu. Kinder lieben Überraschungen und freuen sich genauso darüber, wie andere Kinder, wenn bei einem Buffet oder einer Feier etwas Unbekanntes entdecken können. Dieses Gefühl von Auswahl und Vorfreude sollte auch mit Zöliakie nicht verloren gehen.

Im Schär Online-Shop findest du eine besonders große Auswahl an glutenfreien Snacks und kleinen Leckereien, die man im Supermarkt oft gar nicht entdeckt. Genau solche Produkte eignen sich wunderbar für eine abwechslungsreiche Snackbox.

Und falls dir irgendwann die Ideen für abwechslungsreiche Brotdosen ausgehen: Auf meinem Instagram-Kanal It's gluten free, baby teile ich regelmäßig neue Brotdosen-Inspirationen und alltagstaugliche Rezeptideen. Viele unserer liebsten Familienrezepte findest du auch in meinem Kochbuch Eat Gluten-Free, Live Happy. Neben einfachen glutenfreien Rezepten begleitet dich darin auch ein positiver Zöliakie-Ratgeber durch viele Alltagssituationen.

Hole die Lehrkräfte mit ins Boot

Vor der Einschulung findet meist ein erstes Gespräch mit der Klassenlehrkraft statt. Nutze diese Gelegenheit. Erkläre nicht nur, dass dein Kind glutenfrei essen muss, sondern erkläre auch das Thema Kontamination anhand eines konkreten Beispiels.

Ich sage häufig:

  • „Wenn ein anderes Kind nach seinem Pausenbrot in die Brotdose meines Sohnes greift, kann das Essen bereits kontaminiert sein und er darf es nicht mehr essen.“

Solche Beispiele machen das Thema viel greifbarer. Und ich ergänze meistens noch:

  • „Ich weiß, dass sich das am Anfang vielleicht kompliziert anhört. Im Alltag wird vieles aber schnell zur Routine.“

Das nimmt häufig beiden Seiten die Unsicherheit.

Ja, es wird Herausforderungen geben

Vielleicht greift irgendwann tatsächlich einmal ein anderes Kind in die Brotdose. Vielleicht wird spontan Kuchen verteilt. Vielleicht wird auch einmal etwas vergessen. Weißt du was?

Das ist völlig normal.

Früher hätte mich dieser Gedanke gestresst. Heute finde ich ihn sogar beruhigend. Denn wenn wir wissen, dass solche Situationen wahrscheinlich irgendwann auftreten, erschrecken sie uns nicht mehr. Dann holen wir die Snackbox. Dann suchen wir gemeinsam nach einer Lösung. Dann machen wir einfach weiter.

Genau diese Haltung hat unseren Familienalltag unglaublich verändert.

Die Gluten-Free Power Methode

Über die Jahre habe ich gemerkt, dass uns vor allem eine Denkweise geholfen hat. Ich nenne sie die Gluten-Free Power Methode. Ihr Grundgedanke ist einfach:

Bleib nicht beim Problem stehen, sondern suche nach der nächsten Lösung.

Natürlich dürfen wir uns ärgern, wenn etwas schiefläuft. Aber wir müssen dort nicht stehen bleiben. Statt zu denken: „Warum passiert ausgerechnet uns das?“, frage ich mich lieber: „Wie lösen wir diese Situation jetzt?“ Dieser kleine Perspektivwechsel verändert unglaublich viel. Er nimmt das Gefühl der Hilflosigkeit und gibt uns das Vertrauen, dass wir auch zukünftige Herausforderungen gemeinsam meistern können.

Genau diese positive und lösungsorientierte Haltung ist heute das Herzstück meiner E-Learning-Plattform Gluten-Free Power.

Macht es euch leicht

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Wir richten zum Beispiel häufig schon am Abend den Frühstückstisch, legen die Kleidung bereit und bereiten vieles vor. Das funktioniert für unsere Familie wunderbar. Vielleicht passt für euch etwas ganz anderes. Vielleicht bereitest du die Brotdose am Vorabend zu. Vielleicht frierst du herzhafte Muffins oder kleine Küchlein ein. Vielleicht hast du immer ein paar glutenfreie Brötchen auf Vorrat.

Mein Rat ist: Schau nicht darauf, wie andere Familien es machen. Finde die Routinen, die euren Alltag leichter machen. Jede Familie ist anders – und genau das ist völlig in Ordnung.

Genießt diese besondere Zeit

Wenn ich heute auf die vergangenen drei Schuljahre zurückblicke, denke ich gar nicht zuerst an die Herausforderungen. Ich denke an einen stolzen Erstklässler mit Schulranzen. An liebevoll gepackte Brotdosen. An Lehrkräfte, die offen waren und mitgedacht haben. An Menschen, die bereit waren zu lernen. Natürlich lief nicht immer alles perfekt. Aber genau das ist das Leben. Du musst keine perfekte Mama oder kein perfekter Papa sein. Dein Kind braucht vor allem Eltern, die ihm Sicherheit geben, Lösungen finden und ihm zeigen: „Wir schaffen das gemeinsam.“

Wenn du dich noch intensiver auf den Schulstart vorbereiten möchtest, findest du auf meiner Webseite eine kostenlose Schulstart-Checkliste mit allen wichtigen Punkten zum Abhaken.

Und wenn du Lust auf noch mehr alltagstaugliche Tipps, Brotdosen-Inspirationen, glutenfreie Familienrezepte und positive Impulse für das Leben mit Zöliakie hast, freue ich mich, wenn wir uns auf Instagram bei It's gluten free, baby wiedersehen. Denn genau das wünsche ich jeder Familie: Dass Zöliakie zwar ein Teil eures Lebens ist, aber niemals bestimmt, wie viel Freude ihr als Familie erleben dürft.