Dieses Superkorn, das schon vor Jahrtausenden gegessen wurde, strotzt nur so vor gesundheitlichen Vorteilen. Sein irreführender Name lässt Menschen mit Zöliakie dennoch manchmal im Zweifel, ob es völlig unbedenklich ist. Wir finden es heraus.
Buchweizen ist ein uraltes Getreide, dessen Konsum bereits vor über 4.000 Jahren in China nachgewiesen wurde und außergewöhnlich reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Spurenelementen ist. In den letzten vier Jahrtausenden haben seine gesundheitlichen Vorzüge und seine kulinarische Vielseitigkeit dazu beigetragen, dass er viele andere Länderküchen erobert hat. Heute findet man ihn in traditionellen Gerichten von Ostasien bis Westeuropa.
Trotz all seiner ernährungsphysiologischen Vorteile führt sein irreführender Name jedoch oft dazu, dass Buchweizen von Menschen mit Zöliakie nicht wahrgenommen wird. Doch damit ist jetzt Schluss! Im Folgenden möchten wir mit den zahlreichen Mythen rund um dieses Superkorn aufzuräumen. Hier erfährst du alles, was du über Buchweizen in Bezug auf glutenfreie Ernährung wissen musst – wie du ihn beim Einkaufen erkennst bis hin zur Zubereitung eines leckeren glutenfreien Gerichts.
Was ist Buchweizen?
Buchweizen ist ein Pseudogetreide – also ein essbarer Samen – der wie ein Getreidekorn aussieht und auch so gekocht wird. Er wächst jedoch nicht auf einem Gras, sondern auf Fagopyrum-Pflanzen, die eigentlich mit Rhabarber verwandt sind. Wie sein Verwandter, das Pseudogetreide Quinoa, gilt Buchweizen als vollständiges Protein, da er alle neun essenziellen Aminosäuren liefert.
Um aus Buchweizen Buchweizengrütze machen zu können, müssen die Samen vor dem Kochen geschält werden. Die Grütze wird dann entweder geröstet oder roh verkauft, damit sie zu Hause geröstet werden kann. Gerösteter Buchweizen wird oft als Kascha bezeichnet, vor allem in Osteuropa und Zentralasien.
Was ist Buchweizenmehl?
Buchweizenmehl ist das Mehl, das durch Mahlen der Buchweizengrütze gewonnen wird. Es kann aus der ganzen Saat einschließlich der Schale hergestellt werden, dann ist es ein weißes Pulver mit dunkelbraunen oder schwarzen Sprenkeln. Wird es aus geschälter Buchweizengrütze hergestellt, ist das Mehl einheitlich weich und weiß. Buchweizenmehl aus gerösteter Buchweizengrütze verfügt über eine bräunlichere Farbe.
Aus Buchweizenmehl werden zum Beispiel japanische Soba-Nudeln, lombardische Pizzoccheri und bretonische Galettes hergestellt. Es verleiht auch russischen Blinis ihren unverwechselbaren Geschmack.
Ist Buchweizen glutenfrei?
Trotz seines Namens hat Buchweizen absolut nichts mit Weizen zu tun und ist von Natur aus 100% glutenfrei. Du kannst also bedenkenlos Buchweizengrütze oder Buchweizenmehl zu all deinen Gerichten und Backwaren hinzufügen, ohne dir deswegen Sorgen machen zu müssen.