Für viele Menschen klingt dieser Satz wie Musik in den Ohren und zaubert von jetzt auf gleich ein Strahlen ins Gesicht. Bei Menschen mit Zöliakie löst er jedoch in 99,9% der Fälle eine Achterbahn der Gefühle aus. Von anfänglicher Freude bis hin zu Unsicherheit und Unbehagen ist alles mit dabei!
Ganz ehrlich? In meinem engen Umfeld gibt es nur wenige Menschen, deren glutenfreien Backkünsten ich vollkommen vertraue. Bei allen anderen beginnt direkt so etwas wie ein inneres Gedankenkarussell. Wurde wirklich an alles gedacht? Welche Küchenutensilien wurden benutzt? War die Arbeitsfläche tatsächlich sauber? Wie sieht es mit Backformen, dem Handrührgerät oder dem Holzlöffel aus? Und vor allem: Haben wir überhaupt dasselbe Verständnis davon, was „glutenfrei“ wirklich bedeutet?
Während all diese Fragen im Kopf kreisen, entsteht häufig ein stiller Konflikt zwischen Dankbarkeit und Selbstschutz. Und manchmal auch die unangenehme Situation, erklären zu müssen, warum ich den Kuchen am Ende nicht essen kann, obwohl die Geste gut gemeint war. Natürlich möchte man nicht undankbar oder kompliziert wirken – und doch steht eins immer fest: Die eigene Gesundheit geht vor. Bei Zöliakie geht es eben nicht um eine persönliche Vorliebe oder Geschmack, sondern darum, dass selbst kleinste Spuren Gluten dem Körper schaden können.