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1. Seit wann lebst Du glutenfrei? 

Seit meiner Zöliakie-Diagnose 2009, also bald schon 14 Jahre!

2. Du hast die Diagnose Zöliakie: Was waren deine ersten Symptome? 

Bei mir ging es ganz klassisch mit Bauchschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden nach den Mahlzeiten los. Oftmals habe ich nach dem Essen mit Magenkrämpfen im Bett gelegen. Das habe ich tatsächlich längere Zeit ertragen, weil ich immer dachte, dass es durch den Stress im Studium kommt und nach den Prüfungen bestimmt wieder weggehen wird. Aber natürlich ging es nicht weg. Auf einer Reise nach Kenia wurde es dann nur noch viel schlimmer – wieder Zuhause bin ich dann zum Arzt gegangen. Da habe ich aber viel mehr an eine Tropenkrankheit anstatt an Zöliakie gedacht. Davon hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört!

3. Welche Möglichkeit hat sich für dich durch die Zöliakie ergeben?

Durch die Zöliakie habe ich angefangen meinen Blog zu schreiben und habe dadurch viele tolle Menschen kennengelernt. Ohne die Diagnose würde es ihn bestimmt nicht geben! Dazu beschäftige ich mich viel intensiver mit Lebensmitteln, probiere viel in der Küche aus und teste auch immer wieder gerne neue Produkte! Es mag komisch klingen, aber mein Leben ist durch die Zöliakie vielfältiger geworden!

4. Über welche Geste oder Reaktion aus deinem Umfeld hast Du dich am meisten gefreut?

Ich freue mich immer, wenn sich Freunde Gedanken machen, was ich auf einer Feier essen kann oder wo ich unterwegs ohne Probleme auch etwas Glutenfreies bekomme. Süß fand‘ ich es damals auch, dass meine Eltern nach meiner Diagnose glutenfreie Koch- und Backutensilien gekauft haben, damit ich dort auch immer sicher glutenfrei Essen kann, wenn ich zu Besuch bin. Ansonsten sind es die kleinen Gesten, die einen glücklich machen – sei es das glutenfreie Brötchen als Vorspeise in deinem Lieblingsrestaurant oder Freunde, die glutenfreie Lebensmittel aus dem Urlaub mitbringen!

5. Was möchtest Du deinem glutenfreien Alltag noch besser machen?

Mit meinem glutenfreien Alltag bin ich grundsätzlich zufrieden. Gerne würde ich durch meinen Blog noch mehr Bewusstsein schaffen, dass es sich bei Zöliakie um eine ernstzunehmende Erkrankung und eben keinen Trend handelt. Dadurch wäre der Alltag, Essengehen & Co. für viele Betroffene bestimmt leichter!

6. Was fällt Dir im glutenfreien Alltag besonders leicht?

Besonders leicht fällt es mir, mich Zuhause glutenfrei zu ernähren. Ich habe einen 100 %-ig glutenfreien Haushalt. Mittlerweile gibt es auch so viele tolle Ersatzprodukte, die das glutenfreie Leben enorm erleichtern. Das war damals kurz nach meiner Diagnose noch anders. Ich bin immer glücklich, wenn ich heutzutage in Drogerien und Supermärkten die glutenfreie Produktvielfalt sehe! Im Laufe der Zeit ist es mir auch immer leichter gefallen „Nein“ zu sagen. Sobald mir etwas zu unsicher ist oder ich im wahrsten Sinne des Wortes ein schlechtes Bauchgefühl habe, dann lehne ich lieber ab, anstatt ein Risiko einzugehen. Das war ein längerer Weg, aber mittlerweile fällt es mir viel leichter!

7. Was ist dein Lieblingsgericht?

Puuuh! Was für eine kniffelige Frage! Generell LIEBE ich Essen! Aktuell bin ich großer Pho- und Sommerrollen-Fan! Wahrscheinlich kommt da etwas mein Fernweh durch. Aber ansonsten gehen auch Pizza & Pasta bei mir immer! Und habe ich erwähnt, dass ich Kuchen liebe? 😊

8. Welches Produkt hast Du immer auf Vorrat zu Hause?

Ich muss gestehen, dass meine Vorratsschränke immer super voll sind! Pasta, Mehl und Brot habe ich eigentlich immer auf Vorrat. Super gerne habe ich auch die Wraps von Schär. Die müssen nur kurz in der Pfanne aufgewärmt und lecker gefüllt werden – so gut! Super gut schmecken auch meine Quesadillas vom Grill!

9. Und: Ohne welches Produkt gehst Du nicht aus dem Haus?

Meine Handtasche ähnelt oft einem kleinen Vorratsschrank! Nie fehlen dürfen Salinis. Aktuell habe ich meist auch einige von den neuen Muffins Choco dabei – so lecker, sage ich euch! Ansonsten eignen sich auch Nüsse und glutenfreie Riegel wunderbar für den kleinen Hunger unterwegs!

10. Du hast die Wahl: Selber kochen, bestellen oder essen gehen?

Wenn ich mich wirklich entscheiden muss, entscheide ich mich für das Selberkochen! Ich liebe es, in der Küche herumzuexperimentieren und neue Rezepte zu kreieren. Und natürlich fühlt man sich in seiner eigenen Küche mit Zöliakie am sichersten!

Ansonsten gehe ich es aber auch gerne auswärts in meinen Lieblingsrestaurants essen! Ich bin glücklich, dass ich ein tolles italienisches und vietnamesisches Restaurant und einen Burgerladen in meiner Nachbarstadt habe, die sich wunderbar auskennen!