Glutenintoleranz: Dazu gehört auch die Gluten-/Weizensensitivität

Glutenintoleranz: Dazu gehört auch die Gluten-/Weizensensitivität

Die Gluten-/Weizensensitivität ist eine nicht-allergische glutenbedingte Funktionsstörung.

Bei einer Gluten-/Weizensensitivität reagiert der Körper auf Gluten oder andere Bestandteile im Weizen mit sehr unspezifischen Symptomen. Es liegt jedoch keine Zöliakie oder Weizenallergie vor. Da es keine spezifischen Biomarker gibt, wird diese Glutenintoleranz per Ausschlussverfahren diagnostiziert.

Die Überempfindlichkeit auf Gluten oder Weizen kann plötzlich und in jedem Alter auftreten. Allerdings kann die Gluten-/Weizensensitivität durchaus eine vorübergehende Erscheinung sein, die sich durch eine glutenfreie Ernährung wieder bessert.

Symptome der Gluten-/Weizensensitivität

Die Symptome der Gluten-/Weizensensitivität sind sehr vielfältig und äußern sich auf unterschiedlichste Weise:

  • Bauchschmerzen, auch verbunden mit einem brennenden Gefühl am Mageneingang, Übelkeit und Erbrechen, Blähungen, Völlegefühl, Darmträgheit und Durchfall
  • Müdigkeit, Taubheit in Armen und Beinen, Muskelkrämpfe und Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen, Unwohlsein, Antriebslosigkeit, Verwirrtheit, Kreislaufprobleme
  • Ekzeme, gerötete oder geschwollene Zunge

 

Viele dieser Symptome decken sich mit denen anderer Erkrankungen, daher bleibt die Gluten-/Weizensensitivität sehr oft unerkannt und unbehandelt.

Diagnose der Gluten-/Weizensensitivität

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Die komplexe Diagnostik der Gluten-/Weizensensitivität erfordert den Ausschluss einer Zöliakie und Weizenallergie und das Ansprechen auf eine glutenfreie Ernährung.

Das Fehlen eines verlässlichen Biomarkers, das heißt eines messbaren Indikators, für eine Gluten-/Weizensensitivität sowie die unspezifischen Symptome lassen die Diagnose nur per Ausschlussverfahren zu. Besonders Zöliakie und Weizenallergie müssen vorab klar ausgeschlossen werden. Ist dies der Fall, wird die glutenfreie Ernährung ausgetestet. Verbessern sich die Beschwerden deutlich und verschlechtern sie sich erneut, sobald wieder Gluten aufgenommen wird, ist die Diagnose der Gluten-/Weizensensitivität bestätigt.

Therapie der Gluten-/Weizensensitivität

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Die Therapie der Gluten-/Weizensensitivität besteht darin, sich glutenfrei zu ernähren.

Im großen Unterschied zur Zöliakie muss die glutenfreie Ernährung nicht so streng und in der Regel auch nicht dauerhaft eingehalten werden. Ein Zeitraum von mindestens ein bis zwei Jahren sollte es jedoch sein. Versuchsweise können dann wieder geringe Mengen an Gluten aufgenommen werden. Die Toleranz gegenüber Gluten ist allerdings individuell unterschiedlich und muss vorsichtig ausgetestet werden.

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