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Durch eine positive Einstellung im Umgang mit Zöliakie kannst du nicht nur dein eigenes Wohlbefinden verbessern, sondern auch andere Menschen über deine Erkrankung aufklären und zu mehr Empathie anregen. Eins solltest du nie vergessen: Du bist nicht alleine. Das Leben mit Zöliakie kann manchmal ganz schön schwierig sein. Mit einer positiven Einstellung fällt es dir jedoch sehr viel leichter, die Erkrankung zu bewältigen und ein zufriedeneres, gesünderes Leben zu führen.

Eine positive Einstellung kann deine Gesundheit beeinflussen

Eine positive Einstellung ist viel mehr als nur ein aufgesetztes Lächeln. Gerade für Menschen, die mit Zöliakie leben, kann sie sich messbar auf die Gesundheit auswirken. Wenn du mit durch die Zöliakie bedingten Stimmungsschwankungen zu kämpfen hast, kann ein positiver Umgang mit der Erkrankung dir dabei helfen, sie besser zu bewältigen. Eine positive Einstellung kann auch zur Senkung des Stressniveaus sowie zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Beides sind entscheidende Faktoren, die den Gesundheitszustand bei Menschen mit chronischen Erkrankungen beeinflussen. Weniger Stress führt zu einer besseren Verdauung, sodass schwere Symptome seltener auftreten und sich einfacher behandeln lassen. Allgemein wirst du merken, dass eine positive Grundeinstellung deine Lebensqualität verbessert, sodass es dir spürbar leichter fällt, die alltäglichen Herausforderungen im Umgang mit Zöliakie zu bewältigen. Widrigkeiten wie Glutenunfälle oder das Gefühl der Überforderung lassen sich schneller und leichter überwinden, wenn du ihnen mit einer positiven Einstellung begegnest. Insgesamt kannst du durch eine positive Einstellung besser mit der Erkrankung umgehen und dein allgemeines Wohlbefinden deutlich verbessern.

Eine Herausforderung, die du meistern kannst

Wenn du die Zöliakie bisher nur als Belastung wahrgenommen hast, solltest du einmal versuchen, darin stattdessen eine Herausforderung zu sehen, die du meistern musst und kannst. Ein derartiger Perspektivenwechsel kann sich ungeheuer positiv auswirken. Informiere dich über die Erkrankung und über die verschiedenen Optionen, die dir für den Umgang damit offenstehen – von glutenfreier Ernährung bis hin zur Bewältigung herausfordernder Situationen im Familien- und Freundeskreis. Je mehr du über die Erkrankung weißt, desto mehr Kontrolle hast du über sie. Sprich offen mit anderen Menschen in deinem Umfeld darüber – das heißt aber noch lange nicht, dass deine Erkrankung ständig Gesprächsthema Nr. 1 sein muss! Wenn eine Feier oder ein ähnliches Event ansteht, kannst du dich aktiv an der Vorbereitung von Mahlzeiten oder Snacks beteiligen. Dadurch stellst du einerseits sicher, dass glutenfreie Optionen für dich vorhanden sind. Andererseits ist das eine tolle Gelegenheit zur Aufklärung und Sensibilisierung der Menschen in deinem Umfeld.

Tipps für den Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks

Ein starkes Unterstützungsnetzwerk aus Freunden, Familienmitgliedern und medizinischen Fachkräften ist eine unverzichtbare Voraussetzung für den positiven Umgang mit Zöliakie. Wenn du womöglich manchmal den Eindruck hast, dass den Menschen in deinem Umfeld deine Bedürfnisse gleichgültig sind, liegt das in vielen Fällen keineswegs an Desinteresse oder mangelndem Mitgefühl. Vielmehr brauchen manche Menschen einfach etwas länger, um sich mit den Veränderungen abzufinden, die im Umgang mit Zöliakie erforderlich werden. Je offener du über deine Erkrankung sprichst, desto einfacher machst du es deinen Mitmenschen, sie zu verstehen. Sag ihnen, wie du dich fühlst, und ermuntere sie, auch ihre eigenen Gedanken auszusprechen. Gegenseitiges Verständnis fördert Empathie und befähigt die Menschen in deinem Freundes- und Familienkreis dazu, dir echte Unterstützung zu leisten, die dir wirklich etwas bringt. Ein belastbares Unterstützungsnetzwerk kann einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie gut du das Leben mit Zöliakie bewältigst.

Alltagsgewohnheiten können eine positive Einstellung fördern

Eine positive Einstellung kommt nicht von selbst, sondern man muss daran arbeiten. Ein paar einfache Alltagsgewohnheiten können dich dabei unterstützen. Wenn du deine Gefühle in einem Tagebuch festhältst, kannst du sie besser verarbeiten und wiederkehrende Muster erkennen. Setze dir realistische Ziele sowohl für die unmittelbare Zukunft als auch die längerfristige Planung. Dadurch legst du den Fokus auf Fortschritte statt auf Hindernisse. Gefühlen der Hilflosigkeit kannst du begegnen, indem du dich stattdessen auf Faktoren konzentrierst, die in deiner Kontrolle liegen – z. B. deine Ernährung und den Umgang mit der Erkrankung. Positive Bestätigung, körperliche Aktivitäten sowie Meditation und andere Achtsamkeitsübungen können ebenfalls sehr hilfreich sein. Diese Gewohnheiten können zu Ankern werden, die dich stabilisieren und stützen, wenn du dich von negativen Gefühlen überwältigt fühlst.

Und wenn du trotzdem manchmal das Gefühl hast, dass die Erkrankung dich emotional überfordert, solltest du eine psychologische oder psychotherapeutische Behandlung in Erwägung ziehen, und zwar nicht erst als allerletzten Ausweg.

Professionelle Fachkräfte können wertvolle Hilfe leisten

Fällt es dir manchmal schwer, im Umgang mit Zöliakie eine positive Einstellung zu bewahren? Das ist ganz normal. Wenn du dich aber ständig von negativen Reaktionen wie Traurigkeit, Angst oder Frust überwältigt fühlst, solltest du erwägen, dich vertrauensvoll an eine entsprechend geschulte Fachkraft zu wenden. Eine Therapeutin bzw. ein Therapeut kann wertvolle Unterstützung leisten und dir Techniken für den Umgang mit der emotionalen Belastung durch Zöliakie beibringen. Eine Ernährungsberatung kann ebenfalls dazu beitragen, dass dir die Gewöhnung an ein glutenfreies Leben leichter fällt. Auf jeden Fall brauchst du nicht alle Klippen alleine zu umschiffen und solltest nicht zögern, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wenn du sie brauchst.

Jennifer Esposito: von der Diagnose zum positiven Umgang mit Zöliakie

Für die Hollywood-Schauspielerin ( „L.A. Crash“,„Chaos City“, „Blue Bloods – Crime Scene New York“) war die Diagnose ihrer Zöliakie nach jahrelanger Ungewissheit der Beginn ihres besten Lebensabschnitts. „Als endlich jemand gesagt hat: ‚Ich weiß, was es ist, und Sie bilden sich das nicht nur ein‘, war das eine unglaubliche Erleichterung!“, bekräftigte sie gegenüber der Website Living Allergic

Esposito gibt zu, dass ihr die Gewöhnung an das Leben mit Zöliakie zunächst sehr schwerfiel. Erst die Entdeckung der vielfältigen Möglichkeiten einer natürlich glutenfreien Ernährung habe ihr ermöglicht, wieder zu einem aktiven Lebensstil und körperlichem Wohlbefinden zurückzufinden. Das Ergebnis ihrer Beschäftigung mit dem Thema Ernährung war die Eröffnung einer glutenfreien Bäckerei namens „Jennifer's Way“ in ihrer Heimatstadt New York. Ihr gleichnamiges Buch soll andere Menschen mit Zöliakie dabei unterstützen, eigene Wege zum positiven Umgang mit der Erkrankung zu finden.

„‚Niemals‘ ist für mich ein Fremdwort. Mit dem Gedanken, niemals wieder eine Scheibe Brot oder einen Cookie zu essen, konnte ich mich einfach nicht abfinden. Dafür esse ich einfach zu gerne. Ich koche und backe unheimlich gerne und habe dann angefangen, zu experimentieren und mir zu überlegen, welche möglichst gesunden Zutaten ich hinzugeben kann. Der nächste Schritt war dann, etwas zu kreieren, das ich nicht nur essen ‚kann‘, sondern auch gerne essen will. Als ich dann mit dem Blog angefangen habe und Geschichten von Menschen hörte, denen es viel schlechter geht als mir, hat das meiner Motivation nochmal einen kräftigen Schub gegeben.“