Bei Symptomen, die auf Zöliakie hindeuten, ist es in der Regel sinnvoll, eine serologische Untersuchung durchzuführen, um eine erste Diagnose zu erhalten.
Eine endgültige Diagnose kann nur durch eine Biopsie des Dünndarms gestellt werden. Bei der Biopsie werden Gewebefragmente entnommen und histologisch untersucht, um eine mögliche Zottenatrophie festzustellen.
Serologische Untersuchungen
Serologische Untersuchungen können den Verdacht auf Zöliakie bestätigen. Hier werden in erster Linie die Anti-Transglutaminase-Antikörper (ATA) der Kategorie lgA untersucht. Dies ist ein äußerst zuverlässiger und routinemäßiger Bluttest. Ebenso bedeutsam, aber als Sekundärmaßnahme durchgeführt, ist die Bestimmung der Anti-Endomysial-Antikörper (EMA). Die Anti-Gliadin-Antikörper (AGA) der Kategorie lgA und lgG sind vor allem bei Kindern unter 2 Jahren von Bedeutung, da sie ein deutlicheres Ergebnis liefern als die anderen Antikörper. Die isolierte Veränderung von AGA-lgG allein ist nicht ausschlaggebend für eine Diagnose, außer bei Kindern mit einem lgA-Mangel.
Biopsie des Dünndarms
Bei positivem serologischem Befund wird eine Dünndarmbiopsie empfohlen, die im Rahmen einer Magenspiegelung durchgeführt wird. Bei positiven serologischen Befunden sowie typischen Veränderungen im Bereich des Dünndarms (Zottenatrophie, Zunahme der Antikörper in der Dünndarmschleimhaut) kann die Diagnose Zöliakie sicher gestellt werden.