Organismus und Intellekt entwickelt sich ganz besonders bei Kindern stetig weiter. Und weil ein Kind während des Wachstums- und Entwicklungsprozesses einen Großteil der Energie, das es über die Nahrung gewinnt, verbrennt, hat ein heranwachsendes Kind einen viel größeren Nährstoffbedarf als Erwachsene. Kein Wunder also, dass Eltern darauf bestehen, dass ihre Kinder genügend essen – und viele Kinder haben großen Spaß an ihrem Essen. Doch neben den „Essensmuffeln“ gibt es noch diejenigen, für die Essen unangenehm ist, da sie danach unter Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit und Hautproblemen leiden.
Was ist eine Unverträglichkeit?
Der Begriff „Unverträglichkeit“ ist ein Überbegriff für unterschiedliche, unerwünschte Reaktionen die nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten. Die körperlichen Prozesse sind sehr verschieden. Bei einer Lebensmittelallergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf harmlose Eiweiße aus Nahrungsmitteln. Eine Intoleranz ist eine Unverträglichkeitsreaktion, die keine allergische Reaktion ist. Viele Intoleranzen werden durch Enzymdefekte bedingt. Dadurch können bestimmte Bestandteile der Nahrung nicht richtig verarbeitet werden und somit Beschwerden wie Blähungen, Krämpfe, Durchfall oder Verstopfung verursachen. Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um eine Fehlsteuerung des Immunsystems, bei dem körpereigene Strukturen angegriffen werden.*
* Quelle: Nahrungsmittel-Intoleranz | ECARF
Unverträglichkeiten im Spektrum der Zöliakie
Zu den Reaktionen, die durch die Aufnahme von gluten- und weizenhaltigen Lebensmitteln hervorgerufen werden, zählen im Allgemeinen drei Krankheitsbilder:
Zöliakie (= Autoimmunerkrankung), Gluten-/Weizensensitivität (= Intoleranz) und Weizenallergie (= Allergie).
Trotz der Vielfalt der Symptome und Herausforderungen, denen sich die Betroffenen stellen müssen, werden diese Begriffe häufig nicht eindeutig verwendet.
Es gibt viele verschiedene Arten der Unverträglichkeit, und nur ein Facharzt kann die richtigen Analysen verschreiben, um die Ursachen für die Beschwerden herauszufinden. Und sicherzustellen, dass durch das Weglassen bestimmter Lebensmittel und die Einhaltung bestimmter Regeln es beim Essen bald wieder heißt: Lust auf Genuss statt Frust und Verdruss.