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Menschen mit Zöliakie haben eine lebenslange Unverträglichkeit gegenüber Gluten, die durch eine fehlgeleitete Immunreaktion ausgelöst wird. Das bedeutet, dass der Darm auf Gluten überempfindlich reagiert, weil er es nicht verdauen kann. Diese Reaktionen sind für alle, die Gluten nicht vertragen, unangenehm: Betroffene leiden unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall. Nur ein relativ geringer Teil der Betroffenen reagiert jedoch mit den klassischen Symptomen. Zöliakie kann sich mit verschiedenen Symptomen und Zeichen in jedem Lebensalter manifestieren oder auch ganz symptomlos bleiben.

Auf lange Sicht können bei Menschen, die das in Lebensmitteln enthaltene Gluten nicht verdauen können, weitere Symptome auftreten: Gewichts- und Energieverlust, Appetitlosigkeit, Vitamin- und Nährstoffmängel wie z.B. Eisenmangel. All diese Beschwerden haben manchmal eine gemeinsame Erklärung: Zöliakie.

 

Wie erkennt man Zöliakie?

Zöliakie kann man in jedem Alter bekommen. Wenn eines der oben genannten Symptome auftritt, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser wird nach der Erstvisite und Fragen zu den Ernährungsgewohnheiten spezielle Tests verschreiben.

Das Ergebnis dieser Tests führt zur Diagnose – die von Gluten-/Weizensensitivität bis zur echten Zöliakie reichen kann. In beiden Fällen beantwortet sie jedoch die Frage, warum man sich nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel unwohl fühlt – und warum man ab sofort beim Lebensmitteleinkauf und auch beim Essen vorsichtiger sein muss.

 

Tipps, um Beschwerden zu vermeiden

Nachdem Zöliakie diagnostiziert wurde, ist es notwendig, auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten. Dies ist die einzige Behandlungsmöglichkeit, bei der die unangenehmen Symptome bereits in den ersten Tagen nach der Ernährungsumstellung nach und nach verschwinden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass EINE LEBENSLANGE GLUTENFREIE ERNÄHRUNG DIE EINZIGE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEIT VON ZÖLIAKIE IST. Das bedeutet jedoch nicht, dass man bei Zöliakie aufhören muss, Dinge zu essen, die man mag – man muss jetzt nur darauf achten, ausschließlich Lebensmittel zu wählen, die ohne Gluten zubereitet werden.

Gerade zu Beginn erscheint die Veränderung der Essgewohnheiten sehr komplex. Wir empfehlen daher, Hilfe bei einer professionellen Ernährungsfachkraft zu suchen – so wird die Umstellung schnell einfacher.

Während man auf der einen Seite aufmerksamer im Umgang mit Lebensmitteln sein muss, bringt die glutenfreie Ernährung auf der anderen Seite eine Menge positiver Effekte, die sich sofort bemerkbar machen:

  1. Der Antikörperspiegel (jene Blutzellen, die erscheinen, wenn der Körper mit unerwünschten Substanzen zu kämpfen hat) normalisiert sich
  2. Die im Essen enthaltenen Nährstoffe werden vom Körper wieder richtig aufgenommen
  3. Das Gewicht normalisiert sich wieder
  4. Die Schleimhaut des Dünndarms (jener Teil des Darms, der unter dem Mikroskop analysiert wurde, um die Diagnose zu formulieren) regeneriert sich
  5. Die körperliche Verfassung und der Gesundheitszustand verbessern sich und man fühlt sich wieder rundum fit
  6. Die körperliche Entwicklung und Wachstum gehen regulär voran