Ich packe meinen Koffer und nehme mit... glutenfreie Snacks, eine ordentliche Portion Vorfreude und am allerwichtigsten: eine gute Vorbereitung! Meine Reisen haben sich seit meiner Diagnose geändert. Während ich mir früher nur wenig Gedanken um das Kofferpacken gemacht und vorab höchstens ein paar Sightseeing-Highlights recherchiert habe, beginnt der Urlaub mit Zöliakie schon viel, viel früher! Es wird recherchiert, was das Zeug hält. Restaurants, glutenfreie Cafés und Bäckereien, Märkte, das Angebot in Supermärkten und das allgemeine Verständnis rund um das Thema Zöliakie im Urlaubsort. Da, wo ich mir früher Museen und andere Sehenswürdigkeiten vorab gemerkt habe, stehen heute bestimmte Lokale auf der Wunschliste! Und sind wir mal ehrlich: Supermärkte in anderen Ländern sind doch meist auch so etwas wie ein Sightseeing-Highlight, oder?
Die richtige Unterkunft
Nachdem ich mich für ein Urlaubsziel entschieden habe, geht es direkt mit der Wahl der Unterkunft weiter. Und das ist eine echte Typfrage – jede Art von Unterkunft hat ihre eigenen Vor- und Nachteile! Ich selbst komme am liebsten in Apartments unter, in denen man sich selbst verpflegen kann. Natürlich futtere ich mich auch gerne vor Ort durch das landestypische Angebot oder genieße den Service eines Hotels, insofern es sichere glutenfreie Optionen gibt. Trotzdem halte ich mir gerne die Möglichkeit offen, mich selbst zu versorgen – selbst, wenn ich es dann nicht nutze. Alleine die Option gibt mir schon enorm viel Sicherheit! Auch Hostels bieten oft eine Kochmöglichkeit für ihre Gäste – in Gemeinschaftsküchen sollte das Thema Kontamination aber nicht unterschätzt werden!
Tipp: Solltest du dich für das Hotel entscheiden, empfiehlt es sich vorab bereits Kontakt aufzunehmen. Schildere dein Anliegen und deine Bedürfnisse – so bekommst du vor der Anreise schon einen Eindruck, ob das Thema bekannt ist und im besten Falle auch ernst genommen wird!
Pläne schmieden: Recherche, Apps & Maps
Sobald das Ziel feststeht und die Unterkunft gebucht ist, geht die eigentliche Planung los. Meist beschäftige ich mich erst einmal mit der entsprechenden Landesküche. Was wird traditionell gegessen und welche Lebensmittel werden in der Küche verarbeitet? Gibt es bestimmte Gerichte, die von Natur aus glutenfrei sein müssten? So kann ich vor Ort gezielter nach Inhaltsstoffen fragen und finde mich einfacher zurecht.
Tipps für Restaurants, Cafés und Bäckereien finde ich meist über die klassische Google-Suche, auf Blogs oder Instagram. Auch Apps wie „Find Me Gluten Free“ oder „Atly“ haben oft richtig gute Empfehlungen! Sobald ich eine Möglichkeit gefunden habe, wird sie direkt bei Google Maps gespeichert, so dass ich vor Ort dann eine Art Laufplan mit all meinen potenziellen glutenfreien Optionen habe. Und hier sage ich bewusst potenziell, denn:
Als Orientierungshilfe und für die Ideensuche können entsprechende Apps, Bewertungen und Erfahrungsberichte eine Unterstützung sein, jedoch würde ich mich niemals komplett darauf verlassen – viel zu oft habe ich schon erlebt, dass ich mich riesig auf ein Lokal gefreut habe, aber es mir dann doch zu unsicher war. Also: Immer nachfragen und auf das eigene Bauchgefühl verlassen!