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Bei einer Reise – insbesondere einer langen Autoreise – können die Vorfreude auf den Urlaubsbeginn und die Ankunft am Zielort zwischendurch von Ängsten, Sorgen oder anderen Unannehmlichkeiten abgelöst werden. Deshalb ist es wichtig, vorauszuschauen und auf kleine und große Schwierigkeiten vorbereitet zu sein.

Wahrscheinlich werden die Kleinen schon ein paar Minuten nach der Abfahrt nach etwas zu essen oder zu trinken verlangen. Diese Forderung ist sicherlich der Langeweile und dem begrenzten Platzangebot geschuldet, aber es stimmt auch, dass Reisen den Appetit anregt und den Körper leicht dehydriert. Mit etwas Vorbereitungsarbeit, ausreichend Essen und Trinken an Bord und ein paar praktischen Tipps wird der Weg in den Urlaub ganz entspannt.

  • Genügend Pausen einlegen und bereits vor Reiseantritt informieren, in welchen Raststätten bzw. Restaurants in Nähe der Reiseroute glutenfreie Mahlzeiten serviert werden.
  • Kinder können sich auf dem Kinderspielplatz der nächstgelegenen Ortschaft viel besser austoben als auf einer überlaufenen Autobahnraststätte. Und Bewegung zwischendurch tut auch den Erwachsenen gut.
  • Obst ist der perfekte Reiseproviant: Es ist leicht verdaulich, liegt nicht schwer im Magen und füllt die Flüssigkeitsreserven wieder auf.
  • Ideal sind auch glutenfreie Sandwiches mit einem Belag, der Kindern schmeckt und ihren Appetit auf etwas Leckeres zügelt.
  • Glutenfreie Süßigkeiten sind nahrhaft, schmecken gut und vertreiben die kleinen Hungerlöcher während der Fahrt. Kekse ohne Füllung bröseln zwar, hinterlassen aber keine Schmierspuren und dürfen deshalb mit ins Auto.
  • Kinder mögen auch leicht salzige Snacks, die schmecken und knuspern.
  • Ausreichend Getränke sind ein Muss auf längeren Reisen; verdünnte Fruchtsäfte und leicht gezuckerter Tee sind dabei empfehlenswerter als süße kohlensäurehaltige Limonaden. Zu kalte Getränke sollte man dem empfindlichen Kindermagen zuliebe vermeiden.

 

Bei schlechter Laune und Übelkeit

Gerade unterwegs kann es schnell mal vorkommen, dass die Nerven blank liegen und die Stimmung sinkt. Wie wär‘s dann mal mit Plätze tauschen? Besuche deinen Nachwuchs auf dem Rücksitz zum Schwatzen, Kuscheln und Spielen oder stimme ein Liedchen an – singen entspannt und hilft ganz vorzüglich gegen schlechte Laune! 

Im Auto kann es Kindern – ob mit oder ohne Glutenunverträglichkeit – auch schnell mal schlecht werden. Die Folge: Bauchschmerzen, Übelkeit, Brechreiz. Im Bedarfsfall helfen Medikamente gegen Reiseübelkeit, die man vorher in der Apotheke besorgen sollte. Für den Notfall empfiehlt es sich, eine Tüte bereitzuhalten.

 

Ohne Eltern in die Ferien

Schulfahrt, Sprachferien, Zeltlager, Städte-, Berg- oder Strandurlaub: Früher oder später sind die Kleinen nicht mehr klein, und irgendwann kommt der Augenblick, an dem dein Kind das erste Mal alleine und ohne die fürsorgliche Aufmerksamkeit von Mama und Papa verreist.

Es ist ein heikler Moment für die Eltern, wenn ihr Kind, das man bis vorgestern noch im Arm hielt, im Kinderwagen schob und in der Wiege liebkoste, auf einmal von ihnen getrennt wird.

Aber es ist auch ein genauso heikler Moment für die Kinder, die jetzt versuchen, die Welt mit ihren Augen zu sehen, ohne dass ihre Eltern einen Blick darauf haben.

 

Eine unvergessliche Reise planen

Ist dieses Erlebnis gut vorbereitet, wird dein Kind auf der Reise neue Erfahrungen machen, lernen, mit seinen Fähigkeiten die kleinen Herausforderungen des Alltags zu meistern, mehr Selbstvertrauen gewinnen und in Gemeinschaft mit anderen wachsen.

Eine gute Vorausplanung, auch in Bezug auf glutenfreie Ernährung, ist also unumgänglich, damit die Reise für dein Kind unvergesslich wird.

Hier die zehn wichtigsten Tipps für glutenfreies Alleinreisen:

  • Glutenfreien Speiseplan und Lebensmittelvorrat mit dem Kind absprechen, Liste erstellen.
  • Betreuer und Begleitpersonen kontaktieren und sich über die Urlaubsstruktur informieren.
  • Übersichtliche, glutenfreie Lebensmittelliste zusammenstellen (was ist erlaubt/verboten, wichtige Telefonnummern etc.)
  • Ungefähren Bedarf an Lebensmitteln ohne Gluten in separate Tasche packen, eventuell ein Päckchen für jeden Tag
  • Nächsten Verkaufspunkt für Lebensmittel ohne Gluten im Internet herausfinden.
  • Bei längeren Aufenthalten Einkaufsliste mit glutenfreien Lebensmitteln erstellen, die man vor Ort kaufen kann.
  • Restaurants, Pizzerien und Eisdielen suchen, die am Bestimmungsort glutenfreies Essen anbieten.
  • Dem Koch spezifische Anforderungen mitteilen und ihn bitten, sie zu lesen.
  • Wichtig: Kein Brot zum Aufbacken mitgeben – Kontaminierungsgefahr!
  • Genügend Snacks und Leckereien für den kleinen Hunger zwischendurch einpacken und dabei auch an Freunde denken – Kinder teilen gerne.

Eines ist sicher: Mit diesen kleinen, aber wichtigen "Überlebensregeln" wird der glutenfreie Urlaub deines Kindes reibungslos verlaufen und du kannst ganz beruhigt sein, auch wenn es weit weg ist. Und mach dich bereit, den Geschichten über die Abenteuer zu lauschen, die dein Kind erlebt hat, das bei seiner Rückkehr sicher ein wenig erwachsener sein wird.