F: Läuft man bei einer glutenfreien Ernährung Gefahr, einen Nährstoffmangel zu erleiden?
A: Nein, aber es ist ratsam, auf eine ausgewogenen Ernährung zu achten. Die Erstellung eines Blutbildes unmittelbar nach einer Diagnose wie Zöliakie ist auf jeden Fall sehr sinnvoll, damit im Zusammenspiel mit einer professionellen Ernährungsberatung auch gezielt eventuelle Mangelerscheinungen behoben werden können. Auf jeden Fall ist es der Schlüssel, alles im Gleichgewicht zu halten.
F: Was passiert, wenn Nicht-Zöliakie-Betroffene glutenfrei essen?
A: Absolut nichts. Sich ab und zu glutenfrei zu ernähren schadet dem Körper nicht und kann daher ohne Bedenken von allen gegessen werden. Das gemeinsame Essen mit Familie oder Freunden kann also ruhig manchmal glutenfrei sein. Bei solchen Gelegenheiten können auch mal neue Rezepte ausprobiert werden, ohne sich dabei um ihre Gesundheit sorgen zu müssen.
F: Darf jemand, der Zöliakie hat, ab und zu etwas Glutenhaltiges essen?
A: Ein klares NEIN!
Ausnahmen sind bei Zöliakie nicht erlaubt. Auch wenn der Körper verzögert auf das Gluten reagiert, und sich anfangs alles normal anfühlt: Das Immunsystem reagiert trotzdem darauf und die Darmzotten können sich entzünden.
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die mit größter Ernsthaftigkeit behandelt werden muss.
F: Wie lange muss man nach der Diagnose warten, bis es einem besser geht?
A: Gute Frage! Endlich weißt du, was mit deinem Kind und seinem Körper los ist! Jetzt ist noch ein bisschen Geduld und Ausdauer bei der Umstellung auf den neuen Speiseplan gefragt. Sobald sich dein Kind glutenfrei ernährt, werden die Symptome verschwinden, und es wird ihm sehr schnell spürbar besser gehen. In der Zwischenzeit kannst du dir auch Tipps von anderen Betroffenen einholen, die in der gleichen Situation sind. In den Online-Communities gibt es die effektivste Unterstützung und den nützlichsten Rat.
F: Muss man für ein Zöliakiekind eigenes Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen oder gar eine getrennte Küche haben?
A: Natürlich ist Vorsicht geboten, aber das Zuhause muss nicht umgebaut werden. Alles was man als Extra braucht, sind ein eigener Toaster, ein getrennter Brotkorb und eine eigene Vorratsecke in der Küche. Ein anderer Tipp ist, ein paar Küchenwerkzeuge (insbesondere jene aus Holz), die nur für glutenfreie Produkte eingesetzt werden, zu kennzeichnen.
Es ist wichtig, dass die Arbeitsflächen (insbesondere die Holzschneidebretter) bei jeder neuen Verwendung gründlich gereinigt werden, damit hier sicher keine Rückstände von zuvor zubereiteten Speisen und kein Gluten mehr vorhanden sind.
Diese Tricks werden sicher bald zur Routine und dem glutenfreien Kochen steht nichts mehr im Wege!