Gerade mit Zöliakie kann die Vorstellung von festlichen Mahlzeiten mit Stress verbunden sein. Die Suche nach glutenfreien Alternativen und die Sorge nach dem perfekten Gericht für alle Anwesenden ist oft kompliziert.

An Weihnachten und Silvester hat sich Raclette als eine bewährte Wahl für meine Familie und mich herausgestellt. Das praktische an Raclette ist, dass die meisten Zutaten zufällig glutenfrei sind und jeder sein Pfännchen individuell belegen kann. Durch diese Flexibilität können unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse – nahezu ohne Kompromiss - berücksichtigt werden.

Meine Lieblingszutaten bei Raclette sind: Brokkoli, Möhren, Kartoffeln, Mais, Ananas aus der Dose und Gewürzgurken. Voller Euphorie kaufen wir jedes Jahr einfach viel zu viel für das Raclette ein und könnten so - zumindest gefühlt - fünf Tage hintereinander Raclette essen. Weil ich absolut kein Fan davon bin, Lebensmittel zu verschwenden oder wegzuwerfen, stelle ich heute mal ein paar meiner liebsten Resteverwertungs-Ideen vor. Die Ideen eignen sich natürlich nicht nur für Raclette, sondern auch für alle anderen Reste, die nach den Feiertagen angesammelt werden. 

Sub Sandwich zu Hause. 

Ein eigenes Sub Sandwich zu belegen ist eine einfache und schnelle Möglichkeit, viele Reste zu verwerten. Nimm dir dafür ein Schär Baguette und belege es mit Zutaten deiner Wahl. Besonders lecker sind meiner Meinung nach Mais und Pilze. Wenn du Fleisch isst, dann empfehle ich Hähnchenbrust und ansonsten Tofu. Alles nur noch für circa 5 Minuten mit Käse überbacken und fertig (Nach einem Raclette bleibt oft viel Käse übrig). So ein überbackenes Baguette kommt dann genau richtig und schmeckt lecker! Fehlt nur noch eine Soße, wie zum Beispiel Mayonnaise oder Senf und frische Tomaten, Gurken und Salatblätter nach dem Überbacken. Bleibt nur noch Baguette zusammenklappen und genießen! Geht schnell (meist deutlich unter 10 Minuten), ist individuell anpassbar und schmeckt hervorragend lecker! 

Let’s Wrap. 

Eine weitere Art der Resteverwertung bildet ein Wrap. Einfach alle Reste zusammenwürfeln, wodurch eine leckere Wrapfüllung entstehen kann. Auch hier sind die Zutaten sehr individuell nach den eigenen Präferenzen und Vorstellungen kombinierbar. Je nachdem, welche Reste bleiben, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich brate immer alles in einer Pfanne an, während der Wrap kurz in einer anderen Pfanne oder der Mikrowelle aufgewärmt wird. 

Ich gebe eine Soße hinzu und verteile die Füllung auf dem Wrap. Frischer Salat passt hier besonders gut dazu. Wraps sind sehr bequem im Alltag, da sie besonders schnell zubereitet sind. Die Gemüsepfanne müsste theoretisch nicht angebraten werden - ich persönlich finde sie aber angebraten fast immer deutlich leckerer. Als zusätzliches I-Tüpfelchen kann Käse in die Pfanne gegeben werden. So wird alles besonders cremig.  

Nudelsoße selbst gemacht 

Eine weitere großartige Möglichkeit für jegliche Reste ist das einfache Pürieren. Dazu Zwiebeln mit etwas Öl und Butter anbraten und jegliches Gemüse hinzugeben. Alles mit Sahne und Tomatenmark ablöschen und anschließend pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz und Menge noch etwas Milch oder Wasser hinzufügen. Wenn die Soße zu flüssig wird, kann etwas Speisestärke angerührt und untergerührt werden. Alles mit frischem Parmesan toppen und mit Nudeln schmecken lassen. Eignet sich auch super als Mealprep!  

Was ist deine liebste Art der Resteverwertung? Und kauft ihr auch immer zu viel ein?