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Kinder und Erwachsene mit Zöliakie sollten nicht die Freude am Essen verlieren, denn heute schmecken glutenfreie Speisen genauso gut wie glutenhaltige Speisen. Eine glutenfreie Ernährung sorgt für Wohlbefinden, Gesundheit und dieselbe Vorfreude aufs Essen, die jeder verspürt, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt.

Dafür muss man nur ein paar einfache Empfehlungen beachten.

So gesagt, klingt es im ersten Moment wie eine Einschränkung. Denn natürlich führt Zöliakie dazu, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen mehr Verantwortung und Disziplin bei der Ernährung übernehmen müssen. Aber eine flexible Gestaltung der Ernährung ist nicht nur gut für die Stimmung, sondern vermindert auch den Stress beim Leben mit zusätzlichen Regeln. Im Allgemeinen sind Menschen, die ohne Gluten leben, an eine bestimmte Ernährungsroutine gewöhnt, die befriedigend, ausgewogen, nahrhaft und gesund sein muss.

 

Die Ernährungsgrundlagen

Ein Kind mit Zöliakie lernt früh, Lebensmittel zu erforschen und die Mechanismen zu verstehen, die der glutenfreien Ernährung zugrunde liegen. Grundgesetze der glutenfreien Ernährung, die für alle gelten und jeder kennen sollte.

Zunächst einmal ist es ideal, fünfmal am Tag zu essen: drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten. Auf diese Weise kann der Körper die Nährstoffe bestmöglich verwerten und für ausreichend Energiezufuhr für den ganzen Tag sorgen. Aber was sollte man wann essen?

Die richtige Kombination aus Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Wasser garantiert eine gute Versorgung mit Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen. Und sie ist auch die Basis, auf die der eigene glutenfreie Tag aufgebaut wird. Entdecken wir gemeinsam die großen Lebensmittelgruppen und die Aufgaben, die sie erfüllen.

 

Obst und Gemüse

Es ist allgemein bekannt, dass Obst und Gemüse aufgrund ihrer zahlreichen Nährstoffe sehr gesund sind: Vitamine (sehr wichtig für das Wachstum), Mineralstoffe, Spurenelemente, Wasser und Ballaststoffe. Man sollte jeden Tag 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst essen.

Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Co. liefern viele Ballaststoffe sowie reichlich hochwertiges pflanzliches Protein.

 

Milch und Milchprodukte

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch, Quark und Käse sind gut für Knochen und Zähne, weil sie Kalzium enthalten, ein sehr wertvoller Mineralstoff für den Körper. Milchprodukte eignen sich insbesondere fürs Frühstück und für Zwischenmahlzeiten.

 

Fleisch, Wurst, Fisch und Eier

Fleisch, Wurst, Fisch und Eier enthalten hochwertiges Eiweiß und weitere Nährstoffe, die der Körper benötigt, um zu wachsen. Es wird empfohlen, Fleisch in kleinen Mengen und nicht täglich zu konsumieren. Je nach Kalorienbedarf reicht eine wöchentliche Menge von 300-600g Fleisch.

Eier enthalten ein biologisch hochwertiges Protein, Vitamine und Mineralstoffe. Der Verzehr einer unbegrenzten Menge Eier ist dennoch nicht zu empfehlen.

Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

 

Öle, Fette, Süßwaren und Snacks

Fette und Öle, von denen viele Menschen glauben, dass sie ungesund sind, enthalten wichtige Inhaltsstoffe für den Körper, sollten aber in Maßen konsumiert werden. Am gesündesten sind pflanzliche Fette wie kaltgepresstes Olivenöl und Kernöle.

Naschen ist erlaubt, vorausgesetzt, man übertreibt es nicht mit Süßigkeiten, salzigen Snacks und zuckerhaltigen Getränken.

 

Getränke

Man sollte täglich 1 bis 1,5 Liter trinken, um die Zellen mit der richtigen Menge an Mineralsalzen und Wasser zu versorgen. Hierzu gehört: Leitungswasser, Mineralwasser, ungesüßte Tees, stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Getränke wie Cola oder andere süße Getränke, die sehr viel Zucker und andere ungesunde Zutaten enthalten, sollten in Maßen konsumiert werden.

 

Zwei Tipps

Es gibt keine gesunden und ungesunden Lebensmittel, es geht darum, die richtige Mischung zu finden. Wir alle mögen Süßigkeiten, und sollten diese Momente voller Freude und Genuss genießen. Daher kann man auch bei einer glutenfreien Ernährung ab und zu Kekse und Snacks ohne Gluten in den Speiseplan einbauen.  Am besten nach den Mahlzeiten oder hin und wieder als Snack für Zwischendurch.

Es kommt aber nicht nur darauf an, was, sondern auch wie Kinder essen. Das heißt: kein mehr schlecht als recht improvisiertes Frühstück zwischen Tür und Angel oder auf dem Schulweg und kein Hoppla-Hopp-Mittag- und Abendessen vor dem Fernseher, sondern an einem schön gedeckten Tisch mit ausreichend Zeit zum Genießen.