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AutorIn: Fabienne Engel von freiknuspern 

Im heutigen Artikel zum FoodFactFriday geht es um die Erdmandel! Wie so viele andere Lebensmittel, habe ich die Erdmandel erst durch meine Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten kennengelernt. Denn da ich einige Nüsse, wie beispielsweise Haselnüsse oder Pekannüsse nur schlecht vertrage, war ich damals auf der Suche nach nussfreien Alternativen, die  ähnlich verwendet werden können.

Was sind Erdmandeln?

Schnell bin ich dann auf die Erdmandel, auch bekannt als Tigernuss oder Chufa, gestoßen. Der Name ist zugegebenermaßen etwas irreführend, denn sie sind weder Nüsse, noch Mandeln. Die Erdmandeln gehören zur botanischen Familie der Sauergrasgewächse und kommen ursprünglich aus Afrika. Die kleinen braunen Knollen wachsen unter der Erde an den Wurzeln des grasartigen Gewächses.

Nach der Ernte werden die Knollen mehrere Monate getrocknet und regelmäßig gewendet, um einen gleichmäßigen Trockungsprozess zu gewährleisten. Heute werden sie oft im Mittelmeerraum angebaut, wie in Spanien. Dort gibt es übrigens auch die „Horchata de Chufa“, eine Erdmandelmilch, die man eisgekühlt genießt. Mit ihrem leicht nussigen und mandelartigem Aroma sind Erdmandeln eine wunderbare nussfreie Alternative für Nussallergiker/innen.

In welchen Formen gibt es die Erdmandel?

Es gibt sie in ganz verschiedenen Formen. Die vielleicht klassischste Form ist die getrocknete Erdmandel als kleine Knolle. Diese sind in etwa so groß wie Erbsen. Doch es gibt zum Beispiel auch fein gemahlene Erdmandeln, Erdmandelflocken, gehobelte Erdmandeln, Erdmandelmus und sogar Erdmandelöl.

Wie verwende ich Erdmandeln am liebsten? 

Getrockneten Knollen können geröstet werden und passen dadurch beispielsweise als Topping auf Salate, Suppen oder Aufstriche. 

Gemahlene Erdmandeln verwende ich genauso wie ich auch gemahlene Mandeln oder gemahlene Nüsse verwenden würde. Nutze ich also gerne zum Backen - am liebsten bei Rührteigen (vor allem für Kuchen oder Muffins). 

Erdmandelflocken gebe ich unheimlich gerne in meinen Porridge oder ergänze mein selbstgemachtes Granola damit. Sie passen geschmacklich wunderbar zu glutenfreien Haferflocken im Porridge und geben ein tolles Aroma ab. 

Gehobelte Erdmandeln verwende ich gerne für No Bake Snackrezepte, mische sie unter mein Müsli oder verwende sie zum Dekorieren von Kuchen oder Torten, ähnlich wie ich auch gehobelte Mandeln verwenden würde.

Erdmandelmus gebe ich entweder über mein Frühstück oder bereite Snacks damit zu. Im Prinzip verwende ich es auch hier genauso, wie ich auch Mandelmus oder Erdnussmus verwenden würde. Die Erdmandel ist damit ein echter Allrounder in der allergiefreundlichen Küche! 

Eines meiner ersten Rezepte mit Erdmandeln, war übrigens eine selbstgemachte vegane, nussfreie und zuckerfreie Schokoladencreme für mein glutenfreies Brot. Noch heute bereite ich dieses Rezept gerne zu. Dafür benötigt man nur Erdmandelmus, Kakaopulver, eine Prise Zimt und wer mag noch ein bisschen Ahornsirup. Wenn du einen leistungsstarken Mixer hast, kannst du das dafür benötigte Erdmandelmus natürlich auch selbst zubereiten. Ich greife jedoch meist auf eine gekaufte Variante zurück, das es einfach schneller geht. 

Welche Besonderheiten hat die Erdmandel?

Erdmandeln liefern reichlich Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Sie sind aber auch reich an Mineralstoffen wie Magnesium und Calcium. Erdmandeln sind von Natur aus nicht nur nussfrei, sondern eignen sich auch als Süßungsmittel. Sie haben einen natürlichen Zuckeranteil von circa 20% und bringen damit ein süßliches Aroma mit sich. Wenn ich mit gemahlenen Erdmandeln oder Erdmandelmus arbeite, verwende ich deshalb oft weniger oder gar kein zusätzliches Süßungsmittel, weil mir der Geschmack meist schon süß genug ist. 

Ich bin sehr dankbar, dass ich die Erdmandel dank meiner Unverträglichkeiten kennengelernt habe. Fast täglich kommt sie in irgendeiner Form im Hause freiknuspern zum Einsatz. Wenn du die Erdmandel also noch nicht kennst oder ausprobiert hast, kann ich dir sehr empfehlen diese spannende Nussalternative mal auszuprobieren.

Deine Fabienne

Rezept mit Erdmandel