Die Diagnose Zöliakie beim eignen Kind
Als wir die Zöliakie Diagnose bei unserem Sohn (damals 2 Jahre) vor ca. 5 Jahren erhalten haben, hat dies unser Familienleben auf den Kopf gestellt.
Zuvor waren wir schlaflos, da wir nicht wussten, weshalb unser Sohn so abbaute. Warum er emotional total aus dem Ruder läuft und er völlig lustlos geworden war.
Warum schien kein Arzt unsere Besorgnis ernst zu nehmen? Schließlich war er abgemagert, mit einem aufgeblähten Bauch, wollte nur noch kuscheln und vorgelesen bekommen, und war beim Laufen zu schwach und fiel einfach um. Gelegentlich litt er unter Bauchschmerzen und Übelkeit. Es gab kein erkennbares Muster. Nach einem Arztwechsel erfolgte die Diagnose schnell. Wir waren erleichtert, dass es keine schwerwiegende Krankheit war. Doch bald merkten wir, dass eine glutenfreie Ernährung nicht so einfach war, wie wir dachten. Die Themen Kontamination und das Überprüfen von Zutatenlisten waren herausfordernd. Als Mutter malte ich mir Situationen aus, die mir das Herz brachen. Was würde passieren, wenn er später mit Freunden Pizza, Burger oder Döner essen geht? Beim Anblick einer Bäckerei schossen mir die Tränen in die Augen.
Doch wie sagt man so schön, kurz vor der Morgendämmerung ist es am dunkelsten. Mittlerweile weiß ich, dass die Zöliakie auch positive Aspekte mit sich bringt.