Zöliakie und Diabetes?

Zöliakie und Diabetes?

Dieselben Ursachen. Eine ausgewogene Ernährung als Lösung für beide

Fünf bis zehn Prozent der Personen mit Typ-I-Diabetes (insulinabhängiger Diabetes) haben auch Zöliakie. Um beide Krankheiten zu behandeln, muss eine strenge, aber nicht völlig einschränkende Ernährung befolgt werden. Diabetikern, ganz egal ob mit oder ohne Zöliakie, empfiehlt man heute eine „normale“ ausgewogene Ernährung in Hinblick auf Gesamtkalorien, Eiweiß, Zucker und Fett. Um einen überhöhten Blutzuckerspiegel nach dem Essen zu vermeiden, sind komplexe Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, natürlich glutenfrei) und ballaststoffreiche Lebensmittel (Gemüse, Hülsenfrüchte und frisches Obst) besser als solche mit hohem Gehalt an Einfachzucker (Süßigkeiten, Zucker). Lebensmittel mit hohem Gehalt an Einfachzuckern sollten nur in Maßen genossen werden. Bei den Fetten sind jene pflanzlichen Ursprungs (z. B. kaltgepresstes Olivenöl, Samenöl) und Lebensmittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Fisch) besser, da sie den Cholesterinspiegel im Blut positiv beeinflussen. Die Behandlung der Zöliakie hat auch positive Auswirkungen auf den Diabetes, da der Stoffwechsel besser kontrolliert wird und eventuell auch der Insulinbedarf gesenkt werden kann. Außerdem können dadurch mögliche versteckte Komplikationen vermieden werden, wie Blutarmut oder Knochenbrüchigkeit.