Kann Zöliakie wirklich zu Osteoporose (Knochenschwund) führen?

Kann Zöliakie wirklich zu Osteoporose (Knochenschwund) führen?

Wird die Diagnose Zöliakie gestellt, sollte die Knochendichte gemessen werden, da diese bei Zöliakiebetroffenen tatsächlich oft vermindert ist. Durch Zöliakie kommt es nämlich zur Schädigung der Dünndarmschleimhaut und so zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen, wie auch Kalzium. Das führt zu einem Mangel und in weiterer Folge zu einem beschleunigten Knochenstoffwechsel und zum Verlust an Knochenmasse. Andere Faktoren wie Rauchen, verminderte Kalziumaufnahme und bestehende Autoimmunerkrankungen spielen bei der Entstehung der Osteoporose (Knochenschwund) ebenfalls eine Rolle. Die glutenfreie Ernährung bei Zöliakiebetroffenen übt eine positive Wirkung auf die Knochendichte aus.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dem gesunden Erwachsenen täglich etwa 1.000mg Kalzium mit der Nahrung aufzunehmen (Milch, Käse, Joghurt, Brokkoli, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte). Für Zöliakiebetroffene ist der Bedarf etwas erhöht, um das Risiko für die Entwicklung einer Osteoporose zu senken.