Welche klinischen Formen der Zöliakie gibt es?

Welche klinischen Formen der Zöliakie gibt es?

Kurze Beschreibung der klinischen Formen der Zöliakie

Typische, symptomatische Zöliakie

Die typische Zöliakie entwickelt sich schon frühzeitig, im Allgemeinen einige Monate nach dem Abstillen, und zeigt die typischen Malabsorptionssymptome der Zöliakie: chronischer Durchfall, Wachstumsstörung, Appetitlosigkeit, Übelkeit und aufgeblähter Bauch.

Atypische Zöliakie

Die atypische Zöliakie tritt hingegen erst später mit Symptomen außerhalb des Darmbereichs auf wie z. B. Anämie durch Eisenmangel, Zunahme der hepatischen Transaminasen, wiederkehrende Bauchschmerzen, Hypoplasie des Zahnschmelzes, Dermatitis Herpetiformis Duhring und Wachstumsstörung im Schulalter.

Silente Zöliakie

Die silente Zöliakie wird bei asymptomatischen Menschen im Rahmen einer serologischen Untersuchung zufällig, durch die Präsenz von positiven Antikörpern, diagnostiziert. In vielen Fällen sind die Symptome nur scheinbar versteckt, in Wirklichkeit wird nach Beginn der glutenfreien Ernährung eine Besserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet.

Potentielle oder latente Zöliakie

Als potentielle oder latente Zöliakie werden jene Fälle bezeichnet, bei denen positive serologische Marker festgestellt werden, die Darmbiopsie jedoch unauffällig ist. Bei Menschen die diese Form der Zöliakie aufweisen, können sich im Dünndarm manifeste Schäden entwickeln, wenn sie sich nicht glutenfrei ernähren. Häufig wird auch bei Menschen, die unter einer Autoimmunerkrankung, insbesondere Diabetes Typ 1 und Thyroiditis, bzw. an Syndromen wie Down-, Turner- und Williams- Syndrom oder einem IgA Mangel leiden, Zöliakie diagnostiziert.