10 Fragen, 10 Antworten

10 Fragen, 10 Antworten

Häufig gestellte Fragen!

F: Läuft man bei einer glutenfreien Ernährung Gefahr, einen Nährstoffmangel zu erleiden?
A:
Nein, aber es ist ratsam, auf eine ausgewogenen Ernährung zu achten. Die Erstellung eines Blutbildes unmittelbar nach einer Diagnose wie Zöliakie ist auf jeden Fall sehr sinnvoll, damit im Zusammenspiel mit einer professionellen Ernährungsberatung auch gezielt eventuelle Mangelerscheinungen behoben werden können. Auf jeden Fall ist es der Schlüssel, alles im Gleichgewicht zu halten.

F: Was passiert, wenn Nicht-Zöliakie-Betroffene glutenfrei essen?
A:
Absolut nichts. Sich ab und zu glutenfrei zu ernähren schadet dem Körper nicht und kann daher ohne Bedenken von allen gegessen werden. Das gemeinsame Essen mit Familie oder Freunden kann also ruhig manchmal glutenfrei sein. Bei solchen Gelegenheiten können auch mal neue Rezepte ausprobiert werden, ohne sich dabei um ihre Gesundheit sorgen zu müssen.

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F: Darf jemand, der Zöliakie hat, ab und zu etwas Glutenhaltiges essen?
A:
Ein klares NEIN!
Ausnahmen sind bei Zöliakie nicht erlaubt. Auch wenn der Körper verzögert auf das Gluten reagiert, und sich anfangs alles normal anfühlt: Das Immunsystem reagiert trotzdem darauf und die Darmzotten können sich entzünden.
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die mit größter Ernsthaftigkeit behandelt werden muss.

F: Wie lange muss man nach der Diagnose warten, bis es einem besser geht?
A:
Gute Frage! Endlich weißt du, was mit deinem Kind und seinem Körper los ist! Jetzt ist noch ein bisschen Geduld und Ausdauer bei der Umstellung auf den neuen Speiseplan gefragt. Sobald sich dein Kind glutenfrei ernährt, werden die Symptome verschwinden, und es wird ihm sehr schnell spürbar besser gehen. In der Zwischenzeit kannst du dir auch Tipps von anderen Betroffenen einholen, die in der gleichen Situation sind. In den Online-Communities gibt es die effektivste Unterstützung und den nützlichsten Rat.

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F: Muss man für ein Zöliakiekind eigenes Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen oder gar eine getrennte Küche haben?
A:
Natürlich ist Vorsicht geboten, aber das Zuhause muss nicht umgebaut werden. Alles was man als Extra braucht, sind ein eigener Toaster, ein getrennter Brotkorb und eine eigene Vorratsecke in der Küche. Ein anderer Tipp ist, ein paar Küchenwerkzeuge (insbesondere jene aus Holz), die nur für glutenfreie Produkte eingesetzt werden, zu kennzeichnen.
Es ist wichtig, dass die Arbeitsflächen (insbesondere die Holzschneidebretter) bei jeder neuen Verwendung gründlich gereinigt werden, damit hier sicher keine Rückstände von zuvor zubereiteten Speisen und kein Gluten mehr vorhanden sind.
Diese Tricks werden sicher bald zur Routine und dem glutenfreien Kochen steht nichts mehr im Wege!

F: Wenn ich Zöliakie habe, haben es auch meine Kinder?
A:
Die Autoimmunerkrankung wird nicht zwingend vererbt. Um jedoch sicher zu sein, empfiehlt es sich, die dafür vorgesehenen Bluttests zu machen. Werden die entsprechenden Antikörper gefunden, sollte eine Dünndarmbiopsie durchgeführt werden. Bei eventueller Uneindeutigkeit ist auch ein genetischer Test sinnvoll, der eine Zöliakie zwar nicht diagnostizieren, aber ausschließen kann.

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F: Darf man Bier trinken?
A:
Die Sonne steht tief, die Luft ist lau und das Feierabendbierchen lockt. Ist Bier trinken erlaubt?
Ja, ist es - sofern das goldene Nass als glutenfrei gekennzeichnet ist. Die Auswahl fällt mitunter oft schwer, denn inzwischen gibt es schon sehr viele glutenfreie Biere auf dem Markt. Prost!

F: Darf man Pommes essen?
A:
Pommes sind mehr als frittierte Kartoffeln! So glutenfrei Kartoffeln auch sein mögen, bei der Zubereitung von allen Produkten aus der Packung sollte genau auf die Inhaltsstoffe geachtet werden.
Beim Frittieren sicherstellen, eine getrennte Fritteuse und separates Öl zu verwenden. Oder Glutenfreies zumindest zuerst frittieren!

F: Darf man Ketchup essen?
A:
Ketchup und Mayo gehören zu manchen Mahlzeiten einfach dazu! Doch in Soßen verstecken sich oft glutenhaltige Zutaten. Also immer genau lesen, was auf der Packung steht und sicherheitshalber nachfragen, um auf Nummer sicher zu gehen.

F: Darf man Hafer essen?
A:
Hafer eignet sich hervorragend für einen energiereichen Start in den Tag, und ist ein wichtiger Bestandteil von Müsli.

Er ist reich an:

  • wichtigen B-Vitaminen
  • Zink
  • Eisen
  • Magnesium
  • Eiweiß
  • mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Seit März 2016 sind Haferprodukte aus nicht-kontaminiertem Hafer mit dem Symbol der durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet. Dieses ist zusätzlich mit dem Hinweis “OATS“ (engl. Hafer) ergänzt, so dass es für den Verbraucher ersichtlich ist, dass es sich um ein lizensiertes, glutenfreies Lebensmittel handelt, das nicht-kontaminierten Hafer enthält. (DZG)

Vor dem nächsten Müsli sollte aber auf jeden Fall mit dem Arzt abgeklärt werden, ob dein Kind Haferflocken essen darf. Manche dürfen es nämlich nicht.

Wenn du noch weitere Fragen hast, zögere nicht, deinen Vertrauensarzt oder deine Ernährungsberatung zu kontaktieren.