Erde ruft Freund. Freund, bitte antworten!

Erde ruft Freund. Freund, bitte antworten!

Zöliakie schließt Freundschaften nicht aus.

Häufig hat das Umfeld deines Kindes - Freunde, Schulkameraden, Mädchen und Jungs, die sich im Park treffen oder mit ihm zusammen Sport treiben - keine Ahnung davon, was es bedeutet, sich glutenfrei zu ernähren. Vielleicht hat auch dein Kind schon mal Sätze gehört wie "Komm schon, nimm dir was von den Süßigkeiten, das bisschen Gluten bringt Dich nicht um!" und sich wahrscheinlich missverstanden oder sogar beleidigt gefühlt.
Dabei wollen die anderen Kinder gar nicht, dass es sich fremd oder gar ausgegrenzt fühlt, sondern kennen ganz einfach die Situation nicht. Was ein Problem zu sein scheint, ist in Wahrheit eine Gelegenheit, Klartext zu reden.

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Wenn dein Kind mit seinen Freunden über Zöliakie spricht, ihnen erklärt, was es ist, und wie sein Körper funktioniert, tut es etwas Sinnvolles für sich und auch für die anderen. Am einfachsten ist es, dem Freundeskreis zu erklären, welche Auswirkungen das Essen, das auch sie essen, auf den Körper hatte, bevor Zöliakie diagnostiziert wurde. Erzählungen von Übelkeit, Bauchschmerzen und allgemeinem Unwohlsein sind Erfahrungen, die Kinder, wenn auch aus anderen Gründen als dein Kind, selbst auch kennen und haben daher keine Schwierigkeiten, diese zu verstehen. In ein paar Sekunden ist damit ihr Interesse geweckt, und sie werden dein Kind nicht nur mit Fragen löchern, sondern auch als einen kleinen Wissenschaftler wahrnehmen.

Doch damit nicht genug, man kann noch mehr tun: Wenn man den anderen Kindern glutenfreie Snacks oder Süßigkeiten anbietet, wird ihnen bewusst, dass sie es nicht mit einem Alien zu tun haben, sondern glutenfreies Essen genauso lecker ist, wie jedes andere auch.