Gesund und glutenfrei wohlfühlen

Gesund und glutenfrei wohlfühlen

Winter ade – willkommen, Frühling!

Der Winter macht uns oft müde und schlapp. Deftiges Essen und wenig Bewegung lassen den Körper träge werden. Zum Glück steigt im Frühling die Motivation und man hat viele gute Vorsätze fürs neue Jahr im Gepäck – der perfekte Zeitpunkt, den Stoffwechsel mit gesunder Ernährung wieder in Schwung zu bringen und ungesunde Giftstoffe loszuwerden. Wer seinen Körper bei der Reinigung, die oftmals auch als Entschlacken bezeichnet wird, unterstützen möchte, findet hier praktische Tipps für eine leicht umsetzbare Diätwoche komplett ohne Gluten!

Reinigung von ungesunden Giftstoffen

Was bedeutet „Entschlacken“?

Auch wenn der Begriff „Schlacken“ häufig zu lesen ist, hat die Fachwelt ihn bisher noch nicht definiert. Wissenschaftlich betrachtet gibt es also keine Schlacken. Wenn man von „Entschlacken“ oder einer „Entschlackungskur“ spricht, ist meist eine Reinigung des Körpers von ungesunden Stoffen gemeint – die natürlich auch mit einer Glutenunverträglichkeit funktioniert! Dabei geht es nicht darum, überflüssige Pfunde zu verlieren. Wenn du eine „Entschlackungs-Woche“ einlegen möchtest, musst du keine Kalorien zählen, sondern es geht vor allem um die Auswahl der Lebensmittel. Ideen für passende, glutenfreie Gerichte findest du in unserer Rezeptdatenbank. Wenn du dich aber bei den Portionen etwas zurückhältst, kannst du in der Diätwoche natürlich auch an Gewicht verlieren. Halte dich dabei am besten an das bekannte Sprichwort: Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein Edelmann und Abendessen wie ein Bettelmann.

Das Hauptaugenmerk einer reinigenden Ernährungswoche liegt darauf, jene Ausscheidungsorgane zu unterstützen, die für die Entsorgung von Stoffwechselrückständen zuständig sind – also Darm, Nieren, Haut, Leber und Lunge – und gleichzeitig dem Körper möglichst wenig neue ungesunde Stoffe zuzuführen. Bestens geeignet dafür sind z.B. gekochtes oder rohes Gemüse, Salat und Obst, wie sie auch in der glutenfreien Ernährungspyramide am häufigsten vorkommen. Sie enthalten viele gesunde Vitamine und Ballaststoffe. Deshalb solltest du davon so viel wie möglich essen. Zu bevorzugen sind wegen ihrer reinigenden Wirkung folgende Sorten:

Gemüse und Salat

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  • Artischocken: Sie haben verdauungsfördernde Wirkung, der Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an.
  • Topinambur: Die „Diabetikerkartoffel“ ist kalorienarm und sättigt durch den Ballaststoff Inulin.
  • Grünkohl: Er enthält besonders viel Vitamin C und Lutein, das eine essenzielle Rolle beim Sehen spielt. 
  • Spargel: Der schmackhaften Frühlingsbote wirkt aufgrund der enthaltenen Asparaginsäure und des hohen Kaliumgehalts harntreibend. 
  • Tomaten: Der rote Farbstoff Lycopin der Tomate wirkt besonders stark antioxidativ und stärkt daher die Abwehr. 
  • Kräuter: Frische Kräuter enthalten viele Biostoffe, welche die Ausscheidungsorgane unterstützen. Optimal zum Würzen!
  • Psyllium bzw. Flohsamen: Er enthält Ballaststoffe, die in Verbindung mit Wasser aufquellen und so das Verdauungssystem reinigen.

Obst

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  • Papaya: Ihre starken Antioxidantien wirken als Radikalfänger, ebenso wird ihr unterstützende Wirkung bei der Fettverbrennung nachgesagt. Interessant auch ihr hoher Anteil an Vitamin C und entwässerndem Kalium.
  • Ananas: Sie ist reich an Enzymen, die einen positiven Effekt auf die Verdauung von Eiweiß und die Verbrennung von Fett haben. 
  • Waldfrüchte: Waldfrüchte, allen voran Heidelbeeren, haben antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Ihre Pflanzenfarbstoffe haben zudem stabilisierende Wirkung auf die Blutgefäße. 
  • Birnen und Äpfel: Beide Früchte liefern Pektin, eine wasserlösliche Faser, die bei der Entgiftung des Körpers von Schwermetallen mitwirkt und den Cholesterinspiegel senkt.

Weitere Tipps und Tricks zur Entlastung des Stoffwechsels

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  • Verwende beim Kochen möglichst wenig Fett, ziehe Dünsten und Dampfgaren dem Braten vor.
  • Verwende zum Anmachen der Salate hochwertiges Olivenöl, das dem Körper die Aufnahme von Vitaminen erleichtert.
  • Reduziere während der Diät den Gebrauch von Zucker und Salz, auch bei der Zubereitung der Speisen. Nimm zum Würzen frische Kräuter statt Salz.
  • Verzichten solltest du komplett auf Kaffee und Alkohol.
  • Gefragt ist hingegen viel Bewegung, vor allem an der frischen Luft; mache am besten jeden Tag einen halbstündigen flotten Spaziergang – und das bei jedem Wetter.
  • Und last, but not least: Ganz wichtig bei einer glutenfreien Reinigungswoche ist es, viel zu trinken, täglich etwa eineinhalb bis zwei Liter sollten es sein. So werden die Substanzen, die den Körper belasten, besser ausgeschwemmt. Vorzugsweise stilles Mineralwasser, Fruchtschorlen aus Säften ohne Zuckerzusatz und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Besonders empfehlenswert sind grüner Tee sowie Rotbuschtee, sie enthalten Bestandteile, die freie Radikale abfangen sollen. Entgiftende Wirkung haben Lakritztee, der den Verdauungsapparat von Giften befreit sowie Brennnesseltee, der das Immunsystem entwässert und stärkt.

Keine Angst vor gesundem Fett

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Fette sind ein wichtiger Bestandteil der glutenfreien Ernährung! Sie liefern dem Körper Energie, wirken als Träger von Geschmacks- und Aromastoffen und transportieren lebenswichtige Fettsäuren sowie fettlösliche Vitamine ins Blut. Das bedeutet, dass der Körper z. B. die Vitamine einer Karotte nicht verwerten kann, wenn man sie nicht mit Fett oder Öl isst. Weil gesunde Fette von allen Nährstoffen am längsten im Magen verweilen, hält es lange satt. Zudem hilft es, den Blutdruck zu steuern, sorgt für einen gesunden Cholesterinspiegel und reguliert Entzündungen im Körper.

Allgemein gilt die Regel: Je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist, desto gesünder ist es für unseren Körper.

  • Schlechtes Fett besteht somit aus den sogenannten gesättigten Fettsäuren, wie es beispielsweise in Butter, Keksen, Chips und Pommes steckt.
  • Gutes Fett dagegen ist reich an ungesättigten Fettsäuren.
  • Die Omega-3- oder Omega-6-Fettsäuren sind gesunde Fette, die in verschiedenen Ölen (Oliven-, Walnuss-, Lein-, Rapsöl), Nüssen (Erd-, Macadamia-, Pekannüsse), Avocados und in fettem Fisch (Lachs, Hering) stecken.