
Eine Orientierungshilfe für Betroffene
Zöliakiebetroffene leiden häufig an Autoimmunerkrankungen, wie z.B. eben Diabetes. Wichtig sind deshalb regelmäßige Kontrollen und eine rechtzeitige Diagnose. Hier finden Sie grundlegende Informationen über diese Krankheit und die wichtigsten Elemente der Diabetestherapie.
Zöliakie und Diabetes treten oft gemeinsam auf.
Regelmäßige Kontrollen und eine rechtzeitige Diagnose sind wichtig. Zöliakiebetroffene sind häufig von Autoimmunerkrankungen betroffen. An erster Stelle ist hier der Diabetes Typ 1 zu nennen (insulinabhängiger Diabetes). Diese Krankheit tritt bei 3- 6% der Zöliakiebetroffenen auf. Umgekehrt liegt die Häufigkeit der Zöliakie bei Diabetikern je nach Alter der Patienten zwischen 3 und 8%. Menschen, bei denen die Zöliakie nicht rechtzeitig diagnostiziert wurde und deren Ernährung lange Zeit glutenhaltige Produkte enthielt, weisen ein sehr hohes Risiko auf, an Diabetes zu erkranken. Wenn dieser dann tatsächlich auftritt, ist sein Beginn häufiger durch Ketoazidosen (Stoffwechselentgleisungen), und somit dem Risiko eines diabetischen Komas, gekennzeichnet. Ferner wurde beobachtet, dass Zöliakie nicht selten auch bei Verwandten ersten und zweiten Grades eines Diabetikers auftritt. Der genetische Zusammenhang bestätigt sich, da sich sowohl bei Diabetes als auch bei Zöliakie eine erhöhte Frequenz der so genannten Histokompatibilitätsgene HLA DQ2 und DQ8 feststellen lassen.
Bei Diabetes kann Zucker im Körper nicht mehr vollständig verwertet werden.
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselstörung, deren Auftreten mit unterschiedlichsten Faktoren verbunden ist; kennzeichnend ist in jedem Fall die Veränderung des Glukosestoffwechsels. Ein typisches Symptom ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) in nüchternem Zustand. Diese Krankheit kann durch ein vollständiges Erliegen der Insulinproduktion in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ 1) hervorgerufen werden, oder durch eine Störung dieser Zellen, wodurch weniger Insulin produziert werden kann (Diabetes Typ 2 ). In beiden Fällen ist der Diabetiker nicht in der Lage, den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker (die Hauptenergiequelle für unsere Zellen) entsprechend zu verarbeiten. Durch den Mangel und/ oder die geringe Wirksamkeit des Insulins wird verhindert, dass die Glukose vom Blut in die Zellen der so genannten „insulinabhängigen“ Gewebe, d.h., vor allem Muskeln und Fett, gelangt. Ein Teil der Glukose bleibt somit im Blutkreislauf, wodurch eine Hyperglykämie entsteht.
Diabetes Typ 1
Die Entstehung und Entwi c k lung des Diabetes - Typs 1 (insulinabhängiger Diabetes) ist sehr komplex, da diese Erkrankungsform von genetischen Faktoren (Schäden auf DNA-Ebene) bestimmt sein kann. Erschwerend können zudem Umweltfaktoren hinzukommen, etwa die Wirkung eines Virus oder eines Toxins und/oder Immunfaktoren, beispielsweise die zerstörerische Wirkung einiger Auto-Antikörper gegen die für die Insulinproduktion zuständigen Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Der Diabetes Typ 1 tritt in der Regel im Jugendalter (vor dem 30. bis 3 5. Lebensjahr) auf. Wie bereits erwähnt, ist er – zumindest in den ersten Phasen - durch das Vorkommen von speziellen Antikörpern gekennzeichnet, die sich gegen die Pankreas-Betazellen des Organismus richten. Die für den „Angriff“ im Bereich des endokrinen Pankreas verantwortlichen Auto-Antikörper sind die Inselzellantikörper (ICA), die GAD- Antikörper und die Insulin- Antikörper (IAA). Mit anderen Worten: Die Insulinausschüttung verringert sich wegen der Zerstörung der Betazellen des Pankreas praktisch auf Null. Es ist daher unerlässlich, den Mangel dieses Hormons mehrmals täglich durch eine subkutane Insulininjektion auszugleichen
Die Symptome und Komplikationen sind unterschiedlichster Art. Alle können kontrolliert werden, indem man den Blutzuckerspiegel im optimalen Bereich hält.
Bei einem absoluten oder relativen Mangel an Insulin oder bei einer Insulinresistenz kann die Glukose nicht in die Zellen der insulinabhängigen Gewebe gelangen: Dadurch sammelt sich Insulin im Blut an und führt zu einer Hyperglykämie. Wenn die Zuckerkonzentration im Blut ein bestimmtes Niveau überschreitet (Nierenschwelle der Glukose), beginnt der Organismus, den Zucker mit dem Urin auszuscheiden (Glucosurie). Da Glukose osmotisch aktiv ist und somit die Fähigkeit besitzt, Wasser zu binden, kann die Urinmenge, die ein Diabetiker mit Hyperglykämie ausscheidet, ziemlich hoch sein (Polyurie). Selbstverständlich muss der Flüssigkeitsverlust durch eine erhöhte Zufuhr ausgeglichen werden, daher auch der typische gesteigerte Durst (Polydipsie). Bei einem nicht entsprechend behandelten Diabetes Typ 1 kann es passieren, dass die (mit dem Insulinmangel verbundene) Unfähigkeit des Körpers, die Glukose zu verwerten, dazu führt, dass er versucht, sich die benötigte Energie aus anderen Quellen, beispielsweise Fetten, zu beschaffen. Wenn diese im Körper in Glukose umgewandelt werden, bilden sich jedoch gi f t ige Substanzen (Ke tonkörpe r ) , di e de r Organismus über den Urin (Acetonurie) oder über die Atmung ausscheidet. Wenn sich jedoch eine übermäßig große Menge dieser Toxine im Blut anhäuft, kann dies zu einem komatösen Zustand führen (Ketoazidose). Wenn der Diabetes nicht angemessene behandelt und der Blutzuckerspiegel längerfristig nicht im optimalen Bereich gehalten wird, können zahlreiche Komplikationen auftreten, die sowohl kleine Gefäße (Mikroangiopathie) im Bereich der Netzhaut (Retinopathie) und der Nieren (Nephropathie) als auch große Gefäße (Makroangiopathie) im Bereich des Gehirns, des Herzens und der unteren Gliedmaßnahmen sowie die Nerven (Neuropathie) betreffen.
Die Diagnose erfolgt über die Blutzuckerwerte. Die Therapie umfasst Ernährung, Bewegung und Medikamente.
Ein Diabetes kann anhand der bereits erläuterten Symptomatik diagnostiziert werden, wenn der Blutzuckerwert in nüchternem Zustand (gemessen zu mindestens zwei verschiedenen Zeitpunkten) höher als 126 mg/dl ist oder wenn ein gelegentlicher Blutzuckerwert auch in nicht nüchternem Zustand über 2 00 mg/dl liegt. Die Diabetestherapie basiert auf drei grundlegenden Elementen: Ernährung, Bewegung und medikamentöse Behandlung. Bei beiden Diabetestypen (insulinabhängig und nicht insulinabhängig) ist es außerdem sehr wichtig, dass der Diabetiker und seine Angehörigen lernen, den eigenen Zustand mittels Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels, der Glucosurie und der Azetonurie regelmäßig selbst zu überprüfen. Zusätzlich sollten sie darin geschult werden, die Therapie in unterschiedlichen Situationen des Alltagslebens anwenden zu können. Ein korrekter Ernährungsansatz, und damit eine ausgewogene Ernährung, spielt eine sehr wichtige Rolle innerhalb der Therapie.
Medikamente und Bewegung in Verbindung mit einer ausgewogenen glutenfreien Ernährung.
Die Diabetestherapie bei Zöliakiepatienten basiert auf einigen grundlegenden Elementen: kontrollierte und streng glutenfreie Ernährung mit regelmäßigen Mahlzeiten, medikamentöse Behandlung und Bewegung. Die lebenslange Einhaltung einer glutenfreien Ernährung mit gleichzeitiger Behandlung des Diabetes scheint schwierig, ist aber in Wirklichkeit viel unkomplizierter als man meinen möchte. Neuesten Erkenntnissen hinsichtlich der Ernährungsrichtlinien von Diabetes zufolge ist nämlich eine viel „lockerere“ Ernährungsweise möglich, als es noch bis vor einigen Jahren der Fall war: Während eine Diabetesdiät früher sehr strikt war und den ausdrücklichen Verzicht auf praktisch alle einfachen Zucker vorschrieb, entsprechen die heute einzuhaltenden Ernährungsrichtlinien zeitgemäßen Konzepten. Diese sind aus Studien über die Ernährung des Menschen hervorgegangen und ähneln den allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.
Die Diät
Heute versteht man unter Diät vor allem eine qualitativ und quantitativ überlegte Form des Essens, die auf die Ernährungsbedürfnisse des Einzelnen abgestimmt ist. Eine entsprechende Planung der Mahlzeiten fördert zweifelsohne die Glukosebalance im Tagesverlauf und trägt dazu bei, plötzliche Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu vermeiden. Daher werden nicht nur drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Abendessen), sondern auch kleine Zwischenmahlzeiten empfohlen. Mit Hilfe des Ar z tes und des Ernähr - ungsberaters kann unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände des Diabetikers – gleich ob Kind oder Erwachsener – seines Lebensstils und des zu injizierenden Insulintyps ein Speiseplan mit entsprechenden Lebensmi t teln und Essenszeiten aufgestel l t werden. Nach der Ernährungsberatung soll der Diabetiker möglichst gut selbst zurechtkommen. Die Schwierigkeit für einen Diabetiker mit Zöliakie besteht sicherlich darin, gleichzeitig eine strenge glutenfreie Ernährung befolgen zu müssen. Allerdings ist zu bedenken, dass es viele von Natur aus glutenfreie Lebensmittel gibt. Darüber hinaus bieten die auf diesen Bereich spezialisierten Unternehmen ein sehr breitgefächertes Angebot an glutenfreien Lebensmitteln, die auch für Diabetiker geeignet sind. Ein richtiges Ernährungsverhalten zeichnet sich dadurch aus, dass man alle bewussten und/ oder unbewussten Diätfehler und Kontaminationen mit glutenhaltigen Produkten im Alltag ausnahmslos vermeidet.
Ein normales Leben
Es ist bestimmt nicht leicht, die bei Diabetes in Kombination mit Zöliakie vorgeschriebenen Ernährungsrichtlinien einzuhalten und dabei auch noch eine pharmakologische Therapie zu befolgen: Man kann sich aber damit trösten, dass die Mühe mit der großartigen Möglichkeit belohnt wird, ein praktisch normales Leben bei guter Gesundheit führen zu können. Die Einhaltung der glutenfreien Ernährung zeigt sich daran, dass sich das Gewicht innerhalb von 12 Monaten nach der Diabetesdiagnose deutlich normalisiert. Gleichzeitig verbessert sich die Stoffwechsellage, was sich an einer Reduktion des Glykohämoglobins (HbA1c) ablesen lässt.
Regelmäßige Mahlzeiten, viel Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Die Ernährungspyramide steht für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie stellt die verschiedenen Lebensmittelgruppen dar; jede dieser Gruppen sollte in der persönlichen Ernährung proportional zur Größe des jeweiligen Segments der Pyramide vertreten sein. Im Folgenden werden die Funktionen der einzelnen Nährstoffe erklärt, die in den Lebensmitteln enthalten sind:
Kohlennhydrate
Kohlenhydrate und Zucker sind unser Treibstoff. Bei einer gesunden Ernährung stellen Kohlenhydrate die Hauptenergiequelle (4 kcal/g); sie dürfen bis zu 60% des täglichen Kalorienbedarfs ausmachen. Kohlenhydrate sind deshalb so wichtig, weil sie vom Organismus einfach und ohne Anfall von Stoffwechselabfällen aufgenommen und verwendet werden können, wodurch eine ausreichende Versorgung der Zellen mit Glukose und Energie gewährleistet ist. Kohlenhydrate sollten zum überwiegenden Teil in Form von Stärke zur Verfügung stehen, die in glutenfreien Getreidesorten wie Reis, Mais und Buchweizen und in Gemüse - bzw. Hülsenfrüchtesorten wie Erbsen, Saubohnen, Kichererbsen, Bohnen, Soja und Kartoffeln enthalten ist. Durch den langkettigen Aufbau der Stärke dauert die Aufspaltung in Glukose länger und diese wird langsamer in die Blutbahn aufgenommen. Die besten Stärkelieferanten sind Hülsenfrüchte, die sich auch durch einen hohen Anteil an wasserlöslichen Ballaststoffen auszeichnen, die – wie wir später noch erfahren werden – in der Ernährung eine äußerst wichtige Rolle spielen. Der Anstieg des Blutzuckerspiegels als physiologische Folge der Aufnahme von Kohlenhydraten hängt vom Typ der verzehrten Kohlenhydrate ab: So werden einfache Zucker viel schneller aufgenommen als komplexe Zucker. Gleichzeitig schwankt der Blutzuckerspiegel je nachdem, ob die Zucker alleine verzehrt werden oder Teil einer gemischten, ballaststoffreichen Mahlzeit sind, da Ballaststoffe die Aufnahme verzögern. Bei gemischten Mahlzeiten begünstigt zudem eine überwiegende Verwendung von Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index die Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Die Zufuhr von einfachen Zuckern, die rasch aufgenommen werden, ist entsprechend einzuschränken und sollte nicht mehr als 10% der täglichen Kalorienaufnahme ausmachen. Bis vor wenigen Jahren war der Glukoseanteil bei Diabetes ausschließlich auf stärkehaltige Lebensmittel eingeschränkt, einfache Kohlenhydrate waren gänzlich ausgeschlossen. Als ausdrücklich verboten galten Saccharose, also Haushaltszucker, und damit alle Süßigkeiten. Das ging soweit, dass dieser Grundsatz im Konzept der Diabetesdiät völlig überbetont wurde, und das Problem der allgemeinen Energieversorgung sowie der Menge und der Qualität der Kohlenhydrate kaum berücksichtigt, wenn nicht gar ignoriert wurde. Mittlerweile wurde die Aufnahme von einfachen Zuckern bei Diabetespatienten relativ liberalisiert, insbesondere im Rahmen einer gemischten und besonders ballaststoffreichen Mahlzeit.
Den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach der Aufnahme eines Lebensmittels.
Der glykämische Index (GI) eines Lebensmittels zeigt im Wesentlichen den Anst ieg des Blutzuckerspiegels nach dem Verzehr von Lebensmitteln die 50 g Kohlenhydrate enthalten, im Vergleich zum Anstieg infolge des Verzehrs von Weißbrot, dessen GI als Referenz Lebensmittel mit 100 festgelegt ist. Der GI eines Lebensmittels vermittelt also einen Eindruck davon, wie sehr ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel im Vergleich zu Weißbrot als Referenznahrungsmittel ansteigen lässt.
Glykämischer Index
hoch > 70
mittel 56 – 69
niedrig < 55
Kohlenhydrateinheiten bzw. Broteinheiten erleichtern die Berechnung der Kohlenhydrate im Alltag und den Austausch von Lebensmitteln bei Ihrer Speiseplangestaltung
Da vor allem Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel beeinflussen, müssen die aufgenommen Kohlenhydratmengen richtig eingeschätzt werden. Um diese Berechung der Kohlenhydrate in den einzelnen Lebensmitteln zu erleichtern gibt es Hilfsgrößen, die sogenannten Schätzeinheiten
BE (Broteinheiten)
KHE (Kohlenhydrateinheiten).
Eine Broteinheit entspricht 12g Kohlenhydraten und eine KHE entspricht 10-12g Kohlenhydraten. Die BE bzw. KHE helfen Diabetikern die Insulin spritzen müssen, den Kohlenhydratanteil von Lebensmitteln einzuschätzen und zu den jeweiligen Mahlzeiten die richtige Menge an Kohlenhydraten zu ver zehren, bzw. den Kohlenhydratgehalt auf die Insulindosis abzustimmen. Die Menge der in bestimmten Lebensmitteln enthaltenen Kohlenhydrateinheiten oder Broteinheiten kann aus Kohlenhydratausstauschtabellen die im Handeln erhältlich sind abgelesen werden. Die Kohlenhydrataustauschtabellen erleichtern die Berechnung der Kohlenhydrate im Alltag und den Ausstausch von Lebensmitteln bei der Speiseplangestaltung: zum Beispiel wenn man anstatt einer definierten Menge an glutenfreien Nudeln lieber einmal glutenfreies Brot essen möchte.
Die KHE bzw. BE einiger Schär Produkte. (1 KHE Einheit = 10-12g Kohlenhydrate))
Ciabatta Brot ca. ½ Brötchen 25g
Sunna Brot ca. ¾ Brötchen 30g
Pan carrè Schnittbrot ca. 1 Scheibe 30g
Rustico Mehrkornbrot ca. 1 ½ Scheiben 25g
Ertha Sauerteigbrot ca. 1 Scheibe 35g
Solena Brot Bio ca. 1 Scheibe 40g
Solena Penne oder Fusilli Bio 15g
Fusilli, Penne, Spaghetti 15g
Crisp Rolls ca. 2 Stück 15g
Solena Fette croccanti Bio ca. 2 Stück 15g
Crackers ca. 2 Stück 15g
Grissini ca. 3 Stück 15g
Müsli 20g
Solena Riegel ca. 1 Riegel 20g
Proteine sind lebenswichtig für Aufbau und Erhalt von Geweben. Proteine sollten 10-2 0% der täglichen Kalorienration liefern, was einer Menge von ca. 0,8-1,2g/ kg des idealen Körpergewichts entspricht. Proteine sind unentbehrlich für die Gewährleistung sämtlicher im Körper ablaufender Wachstums- und Entwicklungsprozesse. Sie sind in allen Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier) und in einigen pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchte (Soja, Lupinensamen, Erbsen, Bohnen) enthalten. Die biologische Wertigkeit dient als Maß dafür, mit welcher Effizienz ein Nahrungsprotein in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden kann und kennzeichnet somit die Verfügbarkeit der essentiellen Aminosäuren.
Fette sind wichtig, allerdings sollte man auf Qualität und Menge achten.
Fett ist einer unserer Hauptnährstoffe und spielt eine wichtige Rolle für eine gesunde Ernährung, sofern es in der richtigen Menge und Qualität aufgenommen wird. So liefern Fette nicht nur Energie (9 kcal/g), sondern auch essentielle Fettsäuren (Omega-6 und Omega-3 ) und fördern die Aufnahme der Vitamine A, D, E und K. Andererseits stellt ein erhöhter Verzehr von Fetten einen Risikofaktor für Übergewicht und Herzkreislauferkrankungen dar. Der Anteil an Fett sollte etwa 3 0% der Gesamtkalorienzufuhr, die man pro Tag aufnimmt, ausmachen. Dabei sollte man pflanzliche Fette tierischen Fetten vorziehen, da letztere reich an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin sind. Auch die Menge an Fetten in Lebensmitteln gilt es zu beachten, die in sichtbarer Form (Butter, Fett des Schinkens, des Steaks usw.), aber auch in versteckter Form (Fett im Käse) vorkommen. Dabei sollte man vor allem Fisch, magere Fleischsorten und fettärmere Käsesorten bevorzugen. Ideal sind Fette, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Dies sind zum einen pflanzliche Öle aus Mais, Sonnenblumen und Soja, zum anderen fettreiche Seefische (Sardinen, Sardellen, Makrelen). Ebenfalls empfehlenswert sind Öle mit einfach ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Oliven-, Sesam- und Erdnussöl.
Eine regelmäßige Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig.
Vitamine sind vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, fettlösliche Vitamine auch in Fetten. Zusammen mit den Mineralstoffen tragen sie zu wichtigen Stoffwechselprozessen bei. Bei Zöliakiebetroffenen ist (vor allem in der akuten Phase bzw. nach der Diagnosestellung, wenn diese lebenswichtigen Nährstoffe wegen der Zottenatrophie nicht aufgenommen werden können) nicht selten ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen (Vitamin A, B12, D, E, K, Folsäure, Eisen und Kalzium) festzustellen. Ein solcher Mangel muss ausgeglichen werden, hauptsächlich durch die Aufnahme von Lebensmitteln, die reich an diesen Stoffen sind, oder aber auch – nach ärztlicher Empfehlung – mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln. Diabetes ist eine Krankheit mit erhöhtem oxidativen Stress; daher ist es ratsam, den Verzehr von Lebensmitteln zu erhöhen, die reich an Antioxidantien sind, z.B. Obst, Gemüse und Olivenöl.
Vitamine und Mineralstoffe: Ein Überblick über die wichtigsten Lebensmittelquellen
Vitamin A Leber, gelbes Gemüse und Obst, Eier, Milchprodukte
Vitamin B12 Fleisch (rotes und weißes Fleisch, auch Leber), Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte
Vitamin D Leber, Milch und Milchprodukte, Eigelb
Vitamin E Erdnussöl, Butter, grünes Blattgemüse, Nüsse, Mandeln, Erdnüsse
Vitamin K Grünes Gemüse, Kohlgemüse, Milchprodukte
Folsäure Getrocknete Hülsenfrüchte, Eier, Leber, grünes Blattgemüse
Eisen Eigelb, Schalentiere, Fleisch, getrocknete Hülsenfrüchte, Spinat, erlaubte Vollkorngetreidesorten
Kalzium Milch, Milchprodukte, grünes Blattgemüse, getrocknete Hülsenfrüchte, Schalentiere
Ballaststoffe sind wichtig für die Stoffwechselregulierung.
Gute Ballaststoffquellen sind Getreide und Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Ballaststoffe an sich haben keinen Nähr- oder Energiewert, da unser Organismus sie nicht verdauen kann. Dennoch sind sie äußerst wichtig für die Regulierung von verschiedenen Stoffwechselfunktionen des Organismus. Sie werden vor allem von komplexen Kohlenhydraten geliefert, die nicht direkt vom Organismus verwertet werden können. Einige dieser Ballaststoffe (Zellulose, Hemizellulose und Lignin) lösen sich in Wasser nicht auf. Diese so genannten „nicht wasserlöslichen“ Ballaststoffe fördern die Darmperistaltik und können daher bei Verstopfung helfen. Andere Ballaststofftypen, die hingegen in Wasser gelöst werden können und daher „wasserlöslich“ genannt werden, spielen vor allem bei der Ernährung eines Diabetikers eine wichtige Rolle. Es handelt sich hierbei um Pektine, pflanzliche Gummis und Schleimstoffe, die in Wasser resistente Gele bilden, welche wiederum die Aufnahme von Fetten und Zuckern reduzieren und verlangsamen. Außerdem sind wasserlösliche Ballaststoffe eine essentielle Nährquelle für eine gesunde Darmflora, die eine sehr wichtige Rolle bei Immunprozessen spielt. Diese Stoffe haben somit eine sogenannte „prebiotische“ Funktion. Nicht wasserlösliche Ballaststoffe sind vor allem in den glutenfreien Vollkorngetreidesorten und in Gemüse enthalten. Wasserlösliche Ballaststoffe kommen in Hülsenfrüchten, Obst (z.B. in Äpfeln) und in manchen Pflanzen vor, wie z.B. Psyllium (Flohsamen).
Ein komplettes Sortiment leckerer Produkte für die tägliche Zufuhr an Ballaststoffen.
Schär bietet ein breit gefächertes Sortiment an Produkten für eine glutenfreie, gesunde und ballaststoffreiche Ernährung. Angefangen bei dem Schär Brot Mix (Mix B) für viele, leckere Brotrezepte. Die richtige Zufuhr von Ballaststoffen liefert das herzhafte Vollkornbrot Sunna aus Reismehl, Sonnenblumenkernen und Hirse. Eine ballaststoffreiche Alternative sind die herrlich leichten Grissini mit ihrem angenehmen Geschmack. Auch eine Hauptspeise kann Ballaststoffe liefern. Die Pasta Solena zum Beispiel weist bessere Nährwerteigenschaften als herkömmliche Teigwaren auf: und wird als Bioprodukt aus Reis-, Mais- und Buchweizenmehl hergestellt. Als Frühstück oder Zwischenmahlzeit bietet das Müsli von Schär viele Ballaststoffe in Kombination mit anderen wichtigen Nährstoffen. Somit ist es ideal, um den Körper jeden Morgen mit den Substanzen zu versorgen, die zur Regulierung der Stoffwechselfunktionen benötigt werden. Aus dem gleichen Grund leisten auch die Solena- Riegel oder Solena Fette Croccanti, das Knusperbrot, aus Buchweizenmehl und die Solena-Kekse aus Vollreismehl, Hirse- und Buchweizenflocken einen wichtigen Beitrag im Rahmen einer gesunden Ernährung.






















