Silvester around the World

Jeder feiert anders. Linsen schmecken … nach Italien, süße Äpfel mit Honigkuchen nach Israel, Omochi nach Japan, Whiskey mit Früchtekuchen nach Schottland. Wir haben uns umgeschaut, wie anderswo Silvester gefeiert wird. Rezepte zum Ausprobieren inklusive.
Silvester ist nicht zufällig ein geselliges Fest. Es gibt einen abergläubischen Hintergrund: Das Essen „im Kreise“ seiner Nächsten symbolisiert nämlich den Schutz vor Dämonen, die in dieser Nacht ganz besonders angriffslustig sind und ihren negativen Einfluss auf das junge Jahr geltend machen wollen. Vom Silvesteressen sollten außerdem unbedingt Reste übrig bleiben, damit man ganz sicher sein kann, im neuen Jahr immer genug zu essen zu haben.
Linsen für Reichtum
In Italien dürfen Linsen am Silvesterabend nicht fehlen, sie verheißen Reichtum und Wohlstand. Außerdem tragen er und sie in Italien, aber auch in Spanien und in Chile am 31. Dezember rote Unterwäsche. Glück bringt das vor allem den Wäschegeschäften.
Unser Rezepttipp: Pasta mit Linsen
Ein alter deutscher Brauch besagt, dass man am Silvesterabend Schwein oder Fisch essen soll. Das Schwein bringt bekanntlich Glück, der Fisch steht für Erfolg, weil er immer voranschwimmt. Auf keinen Fall sollten Sie am 1. Januar Gefügel zubereiten – sonst fliegt das Glück nämlich wieder davon.
Süß ist der Jahresbeginn in Israel. Am 31. September serviert man süße Äpfel mit Honigkuchen und eine Süßspeise aus Möhren.
Unser Rezepttipp: Leckach (israelischer Hongkuchen)
Trauben um Mitternacht
Das typische japanische Silvesteressen ist nicht ganz ungefährlich. Der Genuss des Omochi, einer zähen Kloßnudel aus gestampftem Reis, soll ein langes und glückliches Leben verheißen. Allerdings hat dieser trockene Kloß auch schon manchem Japaner das Leben gekostet!
In Spanien und Argentinien geht es leichter zu. Dort muss man zwischen dem ersten und letzten Glockenschlag um Mitternacht zwölf Trauben verspeisen. Wer es nicht rechtzeitig schafft, dem droht ein schlechtes Jahr. Um auf Nummer sicher zu gehen, schreddern die Argentinier außerdem noch Papier und werfen die Fetzen zu Mitternacht aus dem Fenster. Damit machen sie sich frei für alles, was das neue Jahr bringt.
Whiskey und schwarze Kohle
Und jetzt noch ein Blick über den Ärmelkanal: Die Schotten erwarten an Silvester einen Unbekannten, der ihnen Whiskey-Früchtekuchen und ein Stück schwarze Kohle ins Haus bringt. Tritt er über die Schwelle, so erwartet einen Glück im neuen Jahr.
Unser Rezepttipp: Black bun
Wenn Sie das neue Jahr dort beginnen wollen, wo es zuerst anfängt, dann sollten Sie im östlichen Zentralpazifik auf den zentralpolynesischen Sporaden (Line Islands, Zeitzone UTC+14) feiern, dort steht der Jahreswechsel nach MEZ nämlich bereits um 11 Uhr vormittags an.
Zweimal feiern kann man am Polarkreis. Den ersten Korken lassen Sie in Finnland in Aavasaksa fliegen und eine halbe Stunde später gehen Sie ein paar Schritte weiter über die Grenzbrücke nach Schweden, um erneut auf das neue Jahr zu warten.






