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Glutenfreier Schulstart – leicht gemacht!

Wenn uns die frische Morgenluft zum Frösteln bringt, steht die kalte Jahreszeit vor der Tür. Ob Ihr Kind in die Grundschule oder auf eine weiterführende Schule geht – im Herbst beginnt wieder der Ernst des Lebens. Für ABC-Schützen wie auch alte Hasen ist der Beginn des Schuljahres mit mehr oder weniger Aufregung verbunden. Das Schuljahr glutenfrei zu beginnen, kann dabei eine ganz spezielle Herausforderung sein. Wenn man jedoch sorgfältig plant und die entsprechenden Personen mit den richtigen Informationen versorgt werden, kann der Schulbeginn völlig problemlos vonstattengehen.

Eine positive Einstellung und gute Planung sind die wichtigsten Aspekte bei der Schulvorbereitung, unabhängig davon, in welche Klassenstufe Ihr Kind kommt. Offene Gespräche mit den Klassenlehrern, Betreuern und Mensamitarbeitern sind unabdingbar. Natürlich ist es wichtig, über Kreuzkontamination, das genaue Studieren von Lebensmitteletiketten und das Einhalten einer strengen, glutenfreien Diät zu sprechen; aber es sollte auch betont werden, wie einfach natürlich glutenfreie Lebensmittel konsumiert werden können, wie gesund wenig verarbeitete Lebensmittel sind, und dass gründliches Händewaschen für alle Schüler Vorteile mit sich bringt – nicht nur für jene mit Zöliakie.

 In der Grundschule sind Snacks und der Werkunterricht vermutlich die größten Hürden. Sprechen Sie mit dem Klassenlehrer und dem Kunstlehrer darüber, dass Ihr Kind die Möglichkeit haben muss, nach jeder Aktivität seine Hände zu waschen. Handdesinfektionsmittel sind für normalen Schmutz und Bakterien sehr gut geeignet, entfernen aber keine Überreste von Gluten, das sich in bestimmten Werkstoffen befindet.

Bei Snacks gibt es zwei verschiedene Szenarien: Zunächst einmal wären da die normalen geplanten Zwischenmahlzeiten. Hier können Sie für Ihr Kind aus einem großen Angebot an glutenfreien Snacks auswählen. Die Lehrer müssen darüber informiert sein, dass Teilen nur in eine Richtung erfolgen darf. Wenn Ihr Kind seinen Snack mit anderen teilen kann, fühlt es sich nicht ausgeschlossen, läuft aber andererseits auch nicht Gefahr, durch den Snack eines anderen Kindes Gluten zu sich zu nehmen.

Das zweite Problem sind ungeplante Feiern. Hier ist "Plan B" gefragt. Sie können Ihr Kind dafür beispielsweise mit einer Box in Schuhkartongröße ausrüsten. Lassen Sie sie von Ihrem Kind dekorieren und seinen Namen darauf schreiben. Ihr Kind kann es nun mit seinen Lieblingssnacks oder sogar Naschereien füllen. Wenn dann eine unerwartete Feier ansteht, bei der auch Snacks verteilt werden, kann Ihr Kind an seine Snack-Box gehen und sich herausnehmen, was es möchte.

Später, in der weiterführenden Schule, liegt das Hauptaugenmerk auf der Gruppe. Für ältere Schüler sind die Gleichaltrigen das Maß aller Dinge. Anders zu sein, ist häufig Ursache für Kummer. Es muss deshalb viel im Hintergrund arrangiert werden. Sprechen Sie mit dem Mensapersonal, ob natürlich glutenfreie Speisen für alle auf die Karte gesetzt werden können. Diese Menüs sind auch häufig gesunde Alternativen zum herkömmlichen Mensaessen, wie z. B. gegrilltes Hühnerbrustfilet, Salat und Joghurt-Parfait mit frischen Beeren. Wenn diese Speisen in der Mensa anstelle der panierten Hühnerbrustfilets oder anderer herkömmlicher Zubereitungen angeboten werden, kann Ihr Kind problemlos eine glutenfreie Auswahl treffen und muss sich nicht als Außenseiter fühlen.

Weitere Bereiche, in denen man bereits im Vorfeld Einfluss nehmen kann, sind die Örtlichkeiten, an denen sich Kinder und Jugendliche treffen: der Pizzastand, die Imbissbude, ja selbst das Schnellrestaurant. Sprechen Sie mit den Betreibern und bitten Sie sie um ihre Hilfe, indem sie auch ein paar glutenfreie bzw. natürlich glutenfreie Optionen in ihr Angebot aufnehmen. Gehen Sie mit Ihrem Kind den Sommer über in diese Einrichtungen, damit es üben kann, sicher Glutenfreies zu bestellen, und lassen Sie es bei einem leckeren Imbiss oder Menü dieses Erfolgserlebnis auskosten.

Für Studenten sind Mensen wieder etwas einfacher, da sie selbstsicherer sind und dort eine größere Auswahl an Speisen angeboten wird. Machen Sie bei einem Besuch der Hochschulen auf jeden Fall einen Termin mit dem Leiter des jeweiligen Lebensmittellieferbetriebs aus. Wenn Sie mit dem Leiter im Voraus planen, fällt der Übergang von zu Hause zur Hochschule leichter.

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