Glutenfrei frittieren – Do’s & Dont’s

Wunderbar knusprige, goldbraun frittierte Speisen, die appetitlich in der Schüssel dampfen – darauf müssen Zöliakiebetroffene nicht verzichten. Aber fürs richtige Frittieren gibt es einige grundlegende Regeln, die man besser beachten sollte. Hier das ABC des glutenfreien Frittierens:
• Die allerwichtigste Voraussetzung, damit es nach dem Essen keine bösen Überraschungen gibt: Achten Sie sorgfältig darauf, dass im Frittierfett, das Sie benutzen, zuvor keine glutenhaltige Speisen gebacken wurden.
• Zum Frittieren brauchen Sie nicht unbedingt eine Fritteuse, Sie können auch eine große tiefe Pfanne verwenden. Eine flache Schaumkelle dient zum Herausheben des Frittiergutes.
• Als Frittierfett eignen am besten Öle mit einem hohen Rauchpunkt (das ist die Temperatur, bei der das Öl beim Erhitzen zu rauchen beginnt) und einem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. Palmkernfett, Erdnussöl, Sonnenblumenöl oder auch Butterschmalz. Man sollte immer bei einer Sorte Öl oder Fett bleiben und nicht mischen. Öle und Butter sind glutenfrei und können bedenkenlos verwendet werden.
• Zum Frittieren eignen sich frische und gefrorene Lebensmittel. Nasse Lebensmittel sollten Sie vor dem Frittieren trocken tupfen, tiefgefrorene kurz antauen und ebenfalls abtrocknen.
• Bei glutenfreier Kost sind z.B. folgende Lebensmittel sehr gut als Frittiergut zu verwenden:
Fleisch (glutenfreie Panade können Sie eventuell aus Schär Mehl und Schär Pan Gratí herstellen!)
Unser Rezepttipp: Frittiertes Huhn mit Orange
Fisch und Meeresfrüchte
Unser Rezepttipp: Fideua
Gemüse und Kartoffeln in verschiedensten Zubereitungsarten, sofern ohne Gluten (Pommes, Chips, Bratkartoffeln)
Unser Rezepttipp: Gemüsetempura
Obst (mit glutenfreier Panade)
Unser Rezepttipp: Frittierte Apfelscheiben
Glutenfreies Gebäck, Süßspeisen
Unser Rezepttipp: Gebackene Honigschnitten
• Das Frittierfett wird am besten zunächst einige Minuten bei ca. 60 - 80° C vorgeheizt und erst dann auf ideale Frittiertemperatur gebracht; sie liegt bei ca. 170 ° C. Wer kein Thermometer zur Kontrolle hat, kann einen Würfel Weißbrot ins heiße Fett geben: Ist er nach genau einer Minute goldbraun, hat das Fett die richtige Temperatur.
• Das Verhältnis der frittierten Speise zum Frittieröl sollte 1:10, maximal 1:15 betragen. Wird zuviel kaltes Frittiergut eingelegt, sinkt die Temperatur zu stark.
• Frittieren Sie alle Speisen so kurz wie möglich, das Frittiergut sollte goldgelb gebräunt sein.
• Lassen Sie die Speisen nach dem Frittieren gut abtropfen. Wenn Sie sie bis zum Servieren warm halten, kann weniger Fett ins Innere eindringen und das Frittiergut ist insgesamt weniger fett.
• Hat sich das Frittieröl deutlich dunkel verfärbt, ist zähflüssig geworden, riecht bzw. schmeckt bitter und ranzig und bildet beim Erwärmen verstärkt Rauch und Schaum, muss es unbedingt ausgetauscht werden.






